Zwei Monate

Zwei Monate sind seit Diät-Start vergangen. In wenigen Tagen werde ich mein Gewicht von vor dem Hausumbau wieder erreicht haben, allerdings geht es erst dann so richtig los.

Die Diät nach Bruce Randall ist hart, macht aber auch Spaß, denn die Erfolge kommen regelmäßig, von Plateaus bin ich bisher verschont worden, läßt man meine kleine Wanderung mal außer acht. Um meinen Zeitplan einhalten zu können, habe ich einige „Paleo-Prinzipien“ über Bord geworfen, genaugenommen sind es aber nur die Süßstoffe und die Soya-Produkte wie Soya-Milch und Joghurt.

Seit Ostern sind nun 10 Kilogramm Fett wieder weg, womit ich bisher genau in meinem Plan liege. Ich bilde mir ein, dies inzwischen sehen zu können. Aus meinem Umfeld ist es aber noch niemandem aufgefallen, erfahrungsgemäß dauert das etwas länger. Irgendwie habe ich allerdings auch Angst, dass nicht viel übrig bleibt. Meine traditionell starken Beine schmelzen dahin, ebenso wie mein Bauch, das macht mich nervös und von definiert kann noch gar keine Rede sein.
Der FFMI und die Lean-Mass haben sich nicht verändert, insofern ist die Diät schon ein echter Erfolg, hoffentlich bleibt das so. Erst in den letzten sechs Wochen vor dem Wettkampf werde ich in der Diät einige Änderungen vornehmen, aber zuerst kommt der „Reality-Check“, dann auch mit Fotos.

Die GNBF macht es mir auch nicht einfacher mit der Motivation, regelmäßig stellen sich dort die diesjährigen Teilnehmer vor und was man dort zu sehen bekommt, sieht schon echt gut aus. Die sind mir alle in ihrer Wettkampfvorbereitung noch weit voraus. Dass es zeitlich eng werden würde, war mir aber auch vorher klar. 😉

Das Training ist schon seit Tagen wahnsinnig anstrengend und macht zum ersten Mal seit Jahren keinen Spaß mehr. Vor einiger Zeit habe ich folgendes sinngemäß irgendwo in einem Bodybuilding-Forum gelesen:

  • Ein bisschen Krafttraining und ein bisschen auf die Ernährung achten – kann jeder und macht Spaß
  • Muskeln aufbauen und ein wenig abnehmen – kann jeder und macht Spaß
  • Muskeln behalten und eine Wettkampfdiät durchziehen – kann nicht jeder und macht auch keinen Spaß

Daran liegt es vermutlich auch, dass ich mir reihenweise blöde Sprüche aus meinem Umfeld anhören darf. 🙂

Nicht, das ich etwas anderes erwartet hätte, aber es ich habe irgendwie das Gefühl, es wäre einfacher zu sagen, ich laufe in sechs Monaten einen Marathon. Das scheint für alle völlig akzeptabel und vorstellbar zu sein, das traut man selbst mir zu.

Bodybuilding ist eine Randerscheinung und ein wenig exotisch, für viele Außenstehende nicht einmal ein „richtiger“ Sport. Natural Bodybuilding ist selbst für aktive aus dem Bereich nur eine Randerscheinung, die kaum ernst genommen wird. Ich gehöre dann auch noch mit meiner speziellen, nicht gerade bodybuildertypischen Ernährungsweise und dem Streben nach einer „Classic Physique“ zu den absoluten Spinnern. Mir scheint es oft so, dass das erste, was Anfänger im Fitnesstudio besonders hart trainieren sind Bauchmuskeln und der Nacken, eben genau das, was ich mehr oder weniger bewußt vermeide. Ob das Ergebnis später so ist, wie ich es haben will, wird sich ja noch heraus stellen.

Die Form ist etwas, was man selbst nur sehr schlecht beurteilen kann, auch wenn man Spiegel zu Hause hat. Jemanden drauf schauen zu lassen, der sich auskennt, ist auf jeden Fall hilfreich, ich nenne das den Realtity-Check. Der macht aber erst Sinn, wenn der Körperfettanteil unter 12% gefallen ist. Vorher kann man einfach nichts erkennen. Aktuell liege ich noch bei 16,7%, die 12% habe ich für Mitte August eingeplant, dann werde ich auch die ersten Fotos machen.

Übrigens: Einen Marathon würde ich auf gar keinen Fall versuchen. Also bin ich offenbar total bescheuert und habe ein völlig verzerrtes Selbstbild. 🙂

 

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