Zu früh gefreut

Gestern hatte ich ja noch den ruhigen Nachmittag genossen, in der Nacht habe ich dann die Quittung dafür erhalten.

Piet weckte mich das erste Mal gegen 01:30 Uhr und wollte etwas Essen. Eine Stunde später wachte ich auf, da es begonnen hatte zu regnen und ich noch einige Fenster weit offen hatte. Also wieder auf und alle schließen, die stickige Luft machte das Einschlafen nicht gerade leichter. Ich hatte Durst wie ein Pony und trank einen Liter Wasser weg.

Eine halbe Stunde später bimmelte mich wieder irgendwas aus dem Halbschlaf. Mein Handy hatte keinen Saft mehr und quengelte nach Strom. Das gibts doch nicht. So langsam wurde ich ungehalten. Als ich eine Etage tiefer nachgesehen hatte, stellte ich fest, dass offenbar das Netzteil einen Wackelkontakt hat und so der Akku nun tiefenentladen war. Na Toll.

Ich lag kaum wieder in meinem Bett, da meckerte Piet wieder los, es war kurz nach drei Uhr morgens. Eine Flasche wollte er nicht, er lag bloß wieder auf dem Bauch und schaffte es nicht mehr auf den Rücken. Von da an lies er mir keine Ruhe mehr. Bis 6:30 Uhr in der Früh holte er mich ungefähr 12 bis 15 mal aus dem Bett. So genau weiss ich das nicht mehr, nach dem 10ten Mal hatte ich aufgehört zu zählen. Ich kapitulierte und stand mit ihm auf. Ich war stinksauer und hatte noch keine zwei Stunden am Stück geschlafen.

Der ganze Sonntag war im Eimer. Ich war hundemüde, Piet auch und wir nervten uns an. Er trank zu wenig und schlief immer nur wenige Minuten. Zu wenig, als dass ich auch etwas Ruhe gefunden hätte. Immerhin habe ich es geschafft, die Wohnung wieder klar zu bekommen. Es war unglaublich drückend bei uns in der Wohnung, genaugenommen ist es das noch.

Dennoch bin ich mit meinem Sohn noch eine Runde an die Luft gegangen, schlafen wäre mir zwar lieber gewesen, Piet war da aber anderer Ansicht. Wir gingen gut 7 km, danach war ich völlig durchgeschwitzt, das dritte T-Shirt an diesem Tag war fällig. Kein Wunder, dass ich mit dem Waschen nicht hinterherkomme. 😉

Abends kam dann noch mein Vater vorbei und bespaßte seinen Enkel, zumindest etwas Erleichterung für mich. Um 18:00 Uhr habe ich meinen Sohn nun in sein Bett gebracht. Er drehte sich sofort auf den Bauch, hat sich aber bisher auch nicht beschwert. Hoffentlich wird diese Nacht etwas erholsamer.

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