Wohnwagen waschen, wiegen und beladen

1-2-3 Reiniger für den Wohnwagen

Als Besitzer eines Wohnwagens (Caravan) sind wir noch recht unerfahren. Da wir nun bald in die neue Saison starten, standen noch einige Anschaffungen an, mittlerweile haben wir wohl alles beisammen.

Wenn wir den Caravan aus dem Winterschlaf holen, wollen wir ihn direkt außen reinigen, also waschen. Das wirft die Frage auf, wie und wo man das machen kann. Die meisten Leute raten von einer Waschstraße für LKW ab, auf der Straße reinigen ist auch verboten. Zumindest bei uns, das regelt aber jede Gemeinde selber. Online findet man kaum Infos über die Durchfahrtshöhe und Wende-Möglichkeiten von Waschparks. Idealerweise fährt man ja vorwärts rein und ebenso auch wieder raus.

Durch Zufall haben wir gesehen, dass im Nachbarort jemand schneller war als wir und in einem Waschpark seinen Fendt gereinigt hat. Gut zu wissen, da sind wir nun ebenfalls hin gefahren.

Wir hatten eine entsprechend hohe Leiter dabei, um auch das Dach vernünftig reinigen zu können. Mit dem Programm „Schaumwaschbürste“ und anschließendem „Klarspülen“ sah der Wagen schon wieder recht frisch aus. Der Spaß kostete uns 9,00 Euro, da kann man nicht meckern und es kam wirklich ne Menge Dreck runter. Daheim habe ich dann noch in Handarbeit einige hartnäckige Flecken mit dem 1-2-3 Reiniger vom großen „O“ entfernt. Der Reiniger war ein Tipp unseres niederländischen Nachbarn in unserem Test-Urlaub in „De Heldense Bossen„. Das Zeug funzt übrigens auch bei den berüchtigten „Trauer-Streifen“ ganz gut.

Als nächstes mussten wir herausfinden, wo wir unser mobiles Urlaubsdomizil wiegen lassen können. Dazu wollten wir den Wagen soweit fertig beladen und auf eine entsprechende Waage fahren. Ein überladener Hänger oder Wohnwagen kann ganz schön teuer werden und ist in der Urlaubszeit eine beliebte Einnahmequelle für Behörden. Da wir nicht genau wissen, was bei unseren Wohnwagen das wirkliche Leergewicht ist, hatten wir keine Ahnung wie hoch die mögliche Zuladung ausfallen darf.

Wir haben natürlich das Leergewicht aus den Fahrzeugpapieren, aber das entspricht dem Gewicht ab Werk ohne Sonderausstattung, wir haben zusätzlich noch Ladeklappen, Mover, das Autarkpaket, zwei Gasflaschen, die Sack-Markise, den Fahrradträger und gerade auch noch die Matratzen gegen einen viel schwereren Futon getauscht und wer weiss was sonst noch, was wir vergessen haben oder von dem wir nichts wissen. Das macht die Berechnung zu einem Ratespiel.

Da der Chateau Calista 450 schon etwas älter ist, auch bereits seit gut 10 Jahren nicht mehr gebaut wird und dazu auch noch von einem „exotischem“ Hersteller stammt, sind Erfahrungswerte aus deutschen Foren eher Mangelware.

Glücklicherweise gibt es aber ganz gute Tipps, wo man einen Wohnwagen wiegen lassen kann. Uns wurde ein Schrotthandel in der Nähe empfohlen, nur leider ist die Straße im Moment dorthin gesperrt. Der nächste Tipp war der Wertstoffhof, aber da wollten wir mir dem Wohnwagen nur ungern aufschlagen, denn es ist immer viel los und die Wendemöglichkeiten sind für ein Gespann dieser Größe eher bescheiden.

Dann kam der Goldtipp aus einem Forum: Ein Raiffeisenmarkt.

Wiegeprotokoll für den Wohnwagen

Um Sicherzustellen, dass wir uns nicht unnötig dorthin begeben, habe ich bei Gelegenheit einen kleinen Einkauf für den Garten dort erledigt. Siehe da, die machen das sogar ganz offiziell. Der Spaß kostet 16 Euro mit Wiege-Protokoll. Super.

Bei einer Kontrolle spart der Wiege-Nachweis vor allem Zeit, denn so kann man meist direkt weiterfahren.

Also waren wir heute dort und haben gestaunt. 1280kg – zu den 1300Kg erlaubter Gesamtmasse war nicht mehr viel Luft. Wir hatten noch keine Lebensmittel, Klamotten oder Fahrräder eingeladen.

Es war abspecken angesagt. Jedes Teil, das raus kam, wurde gewogen. Immerhin kamen so 18,5kg zusammen, die Fahrräder können also mit. Für Klamotten und Fressalien reicht es aber im Moment nicht, die müssen notgedrungen ins Auto.

Bei nächster Gelegenheit tauschen wir die Stahl-Gasflaschen gegen eine Alu-Variante, das sollte dann auch für die Kleidung reichen. 😉

Als Fazit kann man sagen, dass der Wohnwagen zumindest einmal in der Grundausstattung gewogen werden sollte. Denn auch uns hat es sehr überrascht, was der Karren wiegt. Nicht immer ist ein Forum die richtige Hilfe, oft liest man, dass die Stützlast zusätzlich geladen werden dürfte, dies ist jedoch nicht richtig und kann sehr teuer werden. Bei einem Unfall kann die Versicherung eine Teilschuld annehmen, wenn der Wagen überladen war.

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