Wie macht eine Möve?

Wenn Kinder sprechen lernen, helfen Bilderbücher, in denen Tiere und Dinge benannt werden. Da einige Worte zu Beginn noch zu schwer sind, erfinden Kinder eine eigene Babysprache. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst für nicht eingeweihte:

  • WauWau für Hund
  • I-aa für Esel
  • Mäh für Schaf
  • Bäh für Ziege
  • usw.

Wichtig ist es dann, das Kind zu bestätigen, sofern es richtig ist, und dann das richtige Wort zu wiederholen. Anfangs wird gerne generalisiert: Alles was fliegt, ist zum Beispiel ein Vogel, alles, was langes Fell hat, ein Schaf.

Die Differenzierung kommt später von ganz alleine. Piet beginnt nun die ersten richtigen Worte statt der Babysprache zu verwenden, ein Hund ist nun ein „Hund“ und der macht eben „wau-wau“. Auch „Vogel“ und „Katze“ klappt ganz gut. Die ersten Drei-Wort-Sätze sind auch schon gefallen, damit ist Piet in der sprachlichen Entwicklung nicht gerade weit vorne, aber im normalen Mittelfeld.

Als wir heute am Rhein waren, kam eine Möve vorbei, die über den ganzen Fluss kreischte. Piet machte das nach, so unglaublich echt, dass die Möve mehrfach zurück kam und antwortete. Ich war wirklich beeindruckt und erzählte es natürlich meiner Frau, die fragte Piet dann: „Wie macht eine Möve?“

„MÄHHHHHH“

O.K., das hat nicht ganz geklappt, beim zweiten Anlauf war es dann schon wieder nah dran. 🙂

Wer weiß, wie eine Giraffe macht?

 

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