Wer die Wahl hat…

Wie sicher ist der Schulweg?

Wie sicher ist der Schulweg?

Unser Sohn ist nun ein Vorschulkind. In den letzten Tagen erhielten wir dann auch die Informationen zur Einschulung vom Jugendamt, bzw. zur Anmeldung an der Grundschule. Wie üblich in unserer neuen Heimat, dauert irgendwie alles etwas länger.

Wir haben offiziell drei Schulen zur Auswahl, dazu noch eine in der Nachbargemeinde. Bei einer Schule war der Tag der offenen Tür schon gelaufen. Glücklicherweise hatten wir uns zuvor bereits selbst informiert.

Für uns kommen eh nur zwei Schulen in Frage, beide sind gleich weit weg, in etwa 1500 Meter, und beide sind gleich schlecht zu erreichen, was die Sicherheit des Schulwegs betrifft. Gerade am letzten Samstag wurde jemand an der großen Kreuzung zur Grundschule überfahren, die Frau hat es nicht überlebt. Den Schulweg wird unser Kind sicher nicht alleine machen, auch, weil die Zebrastreifen über die beiden Hauptverkehrsstraßen wahre Todesfallen sind. Das Konzept des Zebrastreifens, bei Verstößen übrigens gleichzusetzen mit einer roten Ampel, ist offenbar vielen Autofahrern unbekannt.

Schülerlotsen? Gibt es nicht.

Polizei? Ich habe bisher noch nie einen Streifen-Beamten dort gesehen.

Da aber beide Schulen auf „der anderen Seite“ liegen, spielt das bei der Wahl keine Rolle. Gäbe es nur eine Schule, würde sich die Frage ja auch gar nicht stellen. Bei uns „im Dorf“ gab es zu meiner Kindheit auch zwei Grundschulen. Ich kann mich an die Besichtigungen als Kind sehr gut erinnern. Meine Eltern ließen mir die Wahl, ich entschied mich für die „schönere“ Schule, später wurde ich dann aber nicht im schönen Schulgebäude unterrichtet, sondern in zugigen Containern im Hinterhof, die Schule hatte nicht genug Platz. Soviel dazu.

Eine Schule haben wir uns bereits angesehen. Der Zustand schockte mich dann doch etwas. Baujahr 1960-irgendwas und danach ist offenbar auch nicht mehr viel passiert, außer Vandalismus, oder nennen wir es einfach normale Abnutzung durch Schüler, das wurde dann durch Farbe kaschiert. Davon abgesehen machte die Lehrerschaft offenbar das beste aus der Situation, ähnlich wie bei unserem Kindergarten, der auch nicht gerade im top Zustand ist, aber vom sehr engagiertem Personal profitiert. Immerhin die Turnhalle ist recht neu, die kennen wir bereits vom Handball.

Die zweite Schule ist am Samstag dran, da bin ich mal gespannt. Am einfachsten ist wohl, wir werfen eine Münze.

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