Wenn man mal acht Stunden am Stück „Recht“ hat

Mir hat es heute Morgen regelrecht vor diesem Tag gegraut. In meiner Fortbildung zum Tagesvater war mal wieder ein gesamter Samstag geplant, in diesem Fall sogar mit einem Spezialthema:  „Rechtliche und finanzielle Grundlagen in der Kindertagespflege.“ Der letzte Samstag hatte sich unendlich gezogen, ich hatte so etwas von keine Lust nach Neuss zum Edith-Stein Haus zu fahren, aber man darf nicht fehlen, also stieg ich tapfer auf mein Rad.

Dann kam die große Überraschung, die Gast-Dozentin war richtig gut, die Zeit ging super schnell rum. Es gab viele sinnvolle Informationen und ich habe heute richtig was gelernt. Beinahe das erste Mal, seit ich den Kurs besuche. Dabei interessiert mich „Recht“ eigentlich nicht besonders. Ich habe es in meinem Beruf immer als notwendiges Übel angesehen, im Vergleich ist Markenrecht und Internetrecht sogar noch halbwegs interessant im Gegensatz zu Steuerrecht.

Das man als Tagesvater keinen Gewerbeschein braucht, keine Umsatzsteuer zahlt (nie), es Kostenpauschalen gibt, und  dass die Abrechnung mit dem Finanzamt so einfach sein kann, hätte ich nie gedacht. Wir sprachen auch über das Grundgesetz, das BGB, das Kinder- und Jugendgesetz (KJHG), das Kinderbildungsgesetz (KiBiz), und das Kinderförderungsgesetz (KiföG). Viele Regelungen und Gesetze sind, aus juristischer Sicht, brandneue Themen und unterliegen zurzeit ständiger Bearbeitung.

Der heutige Tag machte einem noch einmal so richtig deutlich, dass sich der Anspruch an die Kindertagespflege in den letzten Jahren massiv gewandelt hat. Ich finde es gut so und es kann noch viel besser werden.

Meine Frau war heute mit Piet zum ersten Mal beim Babyschwimmen, aber darüber schreibe ich dann nächste Woche ausführlich.

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