Verkehrte (pinke) Welt

Vor einigen Tagen war ich beim Discounter, es gab Kinderklamotten. Da ich am Tag des Verkaufstarts erst eine Stunde nach Ladenöffnung erschien, waren die radikalen Mütter, die meistens auch bewaffnet erscheinen, bereits wieder weg.

Leider auch die meisten Kindersachen, vor allem wieder die für Jungs. Ich konnte noch ein Set ergattern.

Ergänzend sollte ich einen Hüpfball für unseren Sohn erwerben, die gab es in pink und in blau, wie immer eigentlich. Auf dem pinken Hüpfball war Minni-Maus, die unser Sohn gut kennt und ganz toll findet, auf dem blauen war ein Flugzeug aus „Planes“ von Disney. Auch hübsch, kennt unser Sohn aber noch nicht.

Nach einiger Überlegungszeit nahm ich den mit Minny-Maus, in pink.

Was ich nicht wusste, ich wurde zu diesem Zeitpunkt ganz genau beobachtet, von einer schätzungsweise Fünfjährigen, die mit ihrer Oma einkaufen war. Ich hörte von ihr recht deutlich den Satz:

„Oma, schau mal, der Mann hat einen Hüpfball für seine Tochter gekauft.“

Das konnte ich natürlich nicht so stehn lassen, wenn ich hier schon pinke Spielsachen für einen Jungen kaufe, stehe ich auch dazu:

„Nein, der Hüpfball ist für meinen Sohn, der mag auch pink.“

Jetzt war das Mädchen völlig fassungslos, und während sich die Oma gerade lachend um die nächste Ecke warf, hörte ich, wie das Mädchen fragte:

„Wirklich Oma? Es gibt Jungs die pink mögen? Geht denn das?“

Tja, noch ist er ja nicht im Kindergarten, dann wird die Sache vermutlich echt kompliziert. 😉

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