Verkehrssicherheitstag im Kindergarten

Sehtest im Kindergarten

Sehtest im Kindergarten

Bei uns im Kindergarten war ein „Verkehrssicherheitstag“ mit Unterstützung der Polizei organisiert worden. Es gab eine Reihe von Spielen zum Thema Verkehrssicherheit, dazu einen Hör- und einen Sehtest. Auch eine Vorführung, was bei einem leichtem Auffahrunfall ohne und mit Gurt passiert, sowie eine Demonstration, wie Fahrrad-Helme sicher schützen. Insgesamt eine gute Sache, auch wenn ich der Meinung bin, das da noch viel mehr drin gewesen wäre, die nicht einmal Geld gekostet hätten.

Eine ganze Reihe Kinder können bereits gut Fahrrad fahren, eine kleine Aufklärung über Verkehrsregeln, auch für die Eltern, oder ein Ausflug zum Zebrastreifen mit Unterstützung der Polizei, eine offizielle Geschwindigkeitsmessung auf der Straße vor dem Kindergarten, die gerne als Abkürzung für Berufspendler dient aber für Durchgangsverkehr eigentlich gesperrt ist, wären sicher auch möglich gewesen. Das hätte auch den Eltern etwas gebracht.

Regeln ändern sich ja auch mal, wie zum Beispiel die Möglichkeit für Eltern, Kinder bis zu einem Altern von acht Jahren auf dem Bürgersteig mit dem Fahrrad zu begleiten, die alte Regelung (noch gültig!) wird offenbar endlich geändert.

  • Kinder bis 8 Jahren MÜSSEN den Gehweg benutzen (nicht den Radweg!), § 2 Abs. 5 StVO.
  • Kinder bis 10 Jahren DÜRFEN den Gehweg benutzen, § 2 Abs. 5 StVO (Achtung: dann ist jedoch Schrittgeschwindigkeit angesagt, sonst gibt’s im Falle eines Unfalles Mitschuld!)
  • An Kreuzungen und Einmündungen müssen sie absteigen und das Fahrrad herüber schieben!
    (Quelle: adfc)

Dass Fußgänger (uns schiebende Radfahrer) an Zebrastreifen immer Vorrang haben, scheint den meisten Autofahrern gleichgültig oder unbekannt zu sein. Ich habe an den beiden Zebrastreifen am Kindergarten jedenfalls noch nie eine Kontrolle gesehen, aber Verstöße jeden Tag, wenn ich dort die Straße überquere, von den zahlreichen Beinahe-Unfällen mit Vollbremsungen und quietschenden Reifen rede ich mal gar nicht.

Immerhin, wenn unser Kind mit seinem eigenem Rad und rosa Fahne dabei ist, sind viele Autofahrer rücksichtsvoller als vorgeschrieben, es besteht also noch Hoffnung. 🙂

Auch scheinen die 1,50 Meter Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern mit Autos, sogar 2 Meter bei einem Fahrrad mit Anhänger, oder die 80 cm Mindestabstand zum Außenspiegel von parkenden Autos für Radfahrer völlig unbekannt zu sein. Die meisten „Schutzstreifen“, die gerade bei den Kommunen recht beliebt sind, können daher gar nicht sinnvoll genutzt werden, denn ich müsste oft außerhalb des Schutzstreifens fahren, da die Autos oft zu breit für den daneben liegenden Parkstreifen sind und so mit einem Reifen auf der Fahrbahn stehen. Ach, hier könnte ich ewig weiter meckern. 😉

 

 

Ein Gedanke zu „Verkehrssicherheitstag im Kindergarten

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