Tageskind und Steuererklärung

Mein Tageskind ist in die Ferien gefahren, also habe ich quasi auch irgendwie Urlaub. Nur mit einem Kind unterwegs zu sein, fühlt sich auf einmal seltsam an.

Auch die anderen Tagesmütter, die ich regelmäßig treffe, sind alle in die Ferien gegangen. Auf den Spielplätzen ist zwar dann und wann auch so etwas los, aber man merkt schon deutlich, dass viele unterwegs sind. dem Sohn geht es wieder so weit ganz gut, die Nächte sind teilweise auch wieder zum Schlafen da. Die Röteln haben Spuren hinterlassen (Impfmasern), heilen aber gut ab.

Das Tageskind hatte sich in den  letzten Tagen Herpes Simplex eingefangen, bei der Erstinfektion bei Kindern auch als Mundfäule bekannt. Wie durch ein Wunder hat sich unser Sohn aber nicht angesteckt. Die Arbeit mit dem Tageskind wurde durch die, zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte, Infektion in den letzten Tages erheblich anstrengender. Nun ein wenig mehr Ruhe zu haben, kommt mir schon sehr gelegen. Das angekündigte schöne Wetter in den nächsten Tagen werden wir ausgiebig nutzen, auch für die Steuererklärung.

Der „böse“ Brief vom Finanzamt kam bereits vor drei Wochen, denn die Steuererklärung war überfällig.

Diesen Samstag wollte ich diese zumindest beginnen. Meine Frau fuhr, damit ich meine Ruhe im Büro habe, mit unserem Kind zum Schwimmen. Ich erwartete nicht an einem Vormittag fertig zu werden, denn letztes Jahr habe ich ca. 20 Stunden dafür benötigt. Nur damit es hier keine Missverständnisse gibt, eine „Standard-Erklärung“ mache ich für Freunde in einer Stunde, unsere ist leider nicht Standard. Mit EÜR, Sonderbelastung KFW und Home-Office wird es kompliziert, denn man muss dem Amt alles mögliche nachweisen. Die EÜR brauche ich nun vorerst nicht mehr, unser Büro ist inzwischen, nach heftigem Briefwechseln und Klagedrohung, endlich anerkannt.

Die Zeichen standen eigentlich gut für eine kürzere Bearbeitungszeit, da war allerdings noch die Sache mit dem Elterngeld, ein Steuerklassenwechsel und unser Kind.

Mit frischem Kaffee ging es ans Werk. Elster, das Programm der Steuerämter, ist inzwischen recht komfortabel geworden, die Infos auf der rechten Seite sind wirklich gut formuliert und meistens treffend. Die Daten des Vorjahres kann man sinnvoll übernehmen, da war der Start gut gelungen. Wo ich das Elterngeld eintrage, musste ich kurz googeln (Hauptvordruck, Seite 4, Zeile 94, oder Anlage N, Z27.), für den Sohn gab es eine weitere Anlage, die Anlage Kind (K).

Jetzt wusste ich endlich auch, wofür der Sohn eine Steuernummer bekommen hat. In der Anlage K wird z.B. das Kindergeld eingetragen, aber auch Kapitalerträge, zum Beispiel vom Sparbuch, in unserem Fall das Tagesgeldkonto bei der Umweltbank.

Insgesamt bringen wir es gemeinsam auf 9 Anlagen zuzüglich Hauptvordruck, für 2012 werden es 10 sein. Ich finde übrigens schon, dass wir unser Steuersystem vereinfachen sollten.

Nach fünf Stunden war ich dann tatsächlich fertig, so können wir die Erklärung noch innerhalb der gesetzten Frist abgeben.

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