The day after

Der Tag danach, immer wenn man denkt, anstrengender kann es nicht werden, setzt Piet noch einen drauf. Zumindest geht es ihm heute deutlich besser. Der Film gestern Abend war übrigens so ein richtiger B-Movie. Man kann an sich nicht sagen, dass er schlecht war, denn B-Movies haben ihre eigenen Kriterien. Zumindest habe ich ihn ausgesehen, das haben nicht alle Filme bisher geschafft.

Heute Morgen bin ich, nach zwei Litern Kaffee, mit dem Fahrrad zum Drogeriemarkt gefahren, denn wir brauchten dringend neue Windeln. Piet hatte gestern eine komplette Packung (27 Stück) geleert. Das war ein richtig teurer Einkauf, daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Morgens, in der Woche,  im Drogeriemarkt einkaufen, ist schon ein komisches Gefühl. Keine Männer weit und breit, nur Schwangere oder Mütter mit Kindern, die einen verstohlen beobachten, wenn man „Windeln Größe 1, Newborn, 2-5 Kg Max Dry mit Super Absorbing Technology, sowie Overlapping Fastening“ in seinen Einkaufswagen legt.

Hatte ich eigentlich ein Schild am Eingang übersehen? So etwas wie: „Männer müssen draußen bleiben“, oder „Männer nur in Begleitung einer weiblichen Autoritätsperson.“ War mir nicht aufgefallen, hätte mich aber jetzt auch nicht gewundert.

Wieder zu Hause, stellte ich erschreckt fest, dass es schon 14:30 Uhr waren. Da hatte unser kleiner Zeitfresser, damit meine ich unseren Sohn, mal wieder kräftig zugeschlagen. Dabei war ich war mal Manager, dies kommt mir ewig lang her vor, dabei sind es gerade mal etwas über fünf Wochen. Ich hatte gedacht den Tagesablauf besser im Griff zu haben, das war wohl nichts. Um überhaupt noch das Gefühl von Produktivität für diesen Tag zu bekommen, machte ich mich an die Montage der Rollos für Piets Kinderzimmer und an die Erneuerung der Verschlussbolzen der Dachfenster.

Da muss ich der Firma Velux mal ein Lob aussprechen. Erstens haben die tatsächlich noch für unsere dreißig Jahre alten VK 85.000 Dachfenster die Verschlussbolzen als Ersatzteil im Programm, zweitens ist Anleitung für die Rollos, die ohne Worte auskommt, einfach gut und die noch einfachere Montage schlicht genial. Keine dreißig Minuten später war es im Kinderzimmer stockdunkel, Piet schlief sofort ein und ich mit ihm.

Jetzt werde ich mich mal ans kochen machen, das Rezept gibt es dann Morgen in der Serie „Heute“.

Da hört sich jetzt echt mal bescheuert an. 🙂

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