„Ohne Zuckerzusatz“ vs. „Enthält von Natur aus Zucker“

Zucker, bis vor kurzem war mir gar nicht klar, wie viel Zucker ich eigentlich zu mir genommen habe. Erst seitdem ich mich bemühe, unter 150 g Kohlenhydrate am Tag zu mir zu nehmen, fällt mit auf, wie viel Zucker eigentlich in manchen Lebensmitteln, vor allem verarbeiteten, enthalten ist.

„Aber warum sollte man auf Kohlenhydrate verzichten? Sie sind doch eine Energiequelle und Bestandteil gesunden Gemüses und leckeren Obsts. Das ist richtig, aber sie sind leider durch ihre Allgegenwärtigkeit zu einem Problem für den Menschen geworden. Um es vereinfacht auszudrücken: Kohlenhydrate werden zu Glucose, Glucose im Blut erhöht den Insulinspiegel und Insulin macht fett.“ Urgeschmack.de

Im Rahmen der Zahnpflege-Vorsorge für Kleinkinder habe ich mich bereits einmal mit den Formulierungen auseinander gesetzt, dennoch erlebe ich in den letzten Tagen immer wieder Überraschungen, auch mal positive.

Heute Abend habe ich eine Variante der Vollkorn-Buchweizen-Pfannkuchen gebacken, die gehen am nächsten Tag auch super als Frühstück (Paleo-Rezept).

Rezept für den Teig: 250 g Vollkorn-Buchweizenmehl, 5 Eier, 250 ml kalter Kaffee, etwas (Weinstein-)Backpulver, ein TL Salz

Diesmal ohne Speck, dafür mit Apfelmark. Wohlgemerkt: Kein Apfelmus.

Irreführend: "Ohne Zuckerzusatz"

Irreführend: „Ohne Zuckerzusatz“

Auf vielen „Gläschen“ für Kleinkinder steht, meist deutlich hervorgehoben, „ohne Zusatz von Zucker„. Liest man dann die Rückseite, stellt man fest, das sehr wohl Zucker, und zwar reichlich, zugegeben wurde. Immer wenn „Konzentrat“ oder „Sirup“ in der Zutatenliste auftaucht, ist der Zuckergehalt erheblich höher, als im Ursprungsprodukt.  Ich habe gut eine Stunde vor dem sehr umfangreichen Regal für Babykost im Drogeriemarkt verbracht, ich habe nicht ein (!) Glas gefunden, in dem wirklich kein zusätzlicher Zucker drin gewesen ist. Das ist ernüchternd.

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The Dentist

Nachdem in den Osterferien keine Krabbelgruppe stattgefunden hat, ging es nun gestern endlich wieder los. Dass sich für diesen Termin eine Zahnärztin angekündigt hatte, war mir komplett entfallen. Es ging dabei um ein Aufklärungsgespräch zur Zahnpflege für Kleinkinder. Eigentlich halte ich mich für gut informiert und erwartete daher keine wirklichen  Neuigkeiten, aber dem war nicht so.

Es begann mit dem Hinweis, dass sich die Anzahl der Fälle von Karies bei U3-Kindern je nach Einkommen der Eltern massiv unterscheiden. Da eine Kinderzahnbürste und Zahnpasta ja nicht die Welt kosten, kam mir dies nicht logisch vor und daher zweifelte ich den Zusammenhang stark an. Auf Nachfrage erhielt ich von der Ärztin die entsprechenden Unterlagen und Statistiken zugesandt. Was ich darin las, fand ich sehr erschreckend.

Die Stadtteile mit dem höchsten „Migrationshintergrund“ und dem höchsten Anteil an „Leistungsempfängern“ des Sozialamtes haben auch mit Abstand die höchsten Kariesraten bei Kindern. Teilweise sind in sozial schwachen Wohngebieten die Zahlen der behandlungsbedürftigen Kinder viermal so hoch wie in sozial starken Gebieten.

Die Gründe hierfür sehen wie folgt aus: Weiterlesen