Zubettgehzeiten für Baby und Kleinkind

Eigentlich habe ich nie das Gefühl, dass unser Sohn besonders lange schläft, aber im Babyclub waren alle total begeistert, als sie die Schlaf-Zeiten hörten.

Es kommt wohl doch etwas auf den Blickwinkel an.

Üblicherweise geht unser Kind zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr in sein Bett, direkt nach dem Abendessen und neuerdings dem anschließendem Zähne putzen. Dann schläft er zumeist bis 03:30 Uhr in der Früh, braucht dann ca. 30 Minuten für seine Flasche und schläft wieder weiter bis 06:00 in der Früh.

Sagen wir mal, dies ist der Normal- und ebenso optimale Fall. Auf dem Papier sind das 9 bis 10 Stunden plus eine oder zwei zusätzlich, für sein Alter ist das dennoch „offiziell“ eher wenig.

Erst bei Kleinkindern im Alter von ca. zwei Jahren geht man üblicherweise von ca. 12 Stunden Schlaf aus, was sich mit dem Älter werden weiter verringert. Mit vier Jahren sind dann auch 10 Stunden völlig normal. Diese Zeiten können sich, je nach Kind, um bis zu zwei Stunden verschieben. Der Mittagsschlaf, wenn er dann noch statt findet, wird dabei mitgezählt

Vergessen wird hierbei leider, dass wir selber nicht um 18:00 Uhr in unser Bett fallen. Wir kommen also nur auf maximal 6-8 Stunden Schlaf mit einer Unterbrechung nach der halben Zeitspanne – meistens mitten in der Tiefschlafphase.

Mir ist das oft zu wenig, viel zu wenig. Ich bin am nächsten Morgen nur im Automatik-Modus (als Eltern-Zombie) unterwegs.

Als der Sohn kleiner war, hatten wir einen Abstand von zwei Stunden, dagegen ist alles über vier Stunden Schlaf am Stück natürlich grundsätzlich eine wahre Wohltat, das ist keine Frage.

Freunde meinten, wir sollten einfach das Kind wach halten, und ihn an eine spätere Zeit gewöhnen. Meine Frau testete dies per Zufall diese Woche aus, mit dem Resultat, dass unser Sohn im Wohnzimmer beim Robben einfach liegen blieb und pennte wie ein Stein.

Es war übrigens exakt 18:30 Uhr.

Er wachte nicht einmal auf, als ich ihn in sein Bett brachte und hielt anschließend seinen Rhythmus konsequent ein.

Soviel zu Ratschlägen von Freunden, die selber keine Kinder haben. 😉

Zeitumstellung

Als auf unserer Oktober-Party einer meiner Schulfreunde, der selbst einen kleinen Sohn hat, fragte, ob wir Piet auch versuchen würden zu „ziehen“, wusste ich in dem Moment ehrlich gesagt nicht, was er damit meinte. Ich musste irgendwie an das Buch denken, das ich gerade gelesen hatte, in dem kommt eine Streckbank recht regelmäßig zum Einsatz.
Das konnte er aber doch nicht meinen, Piet wächst auch schon so schneller, als man Jacken ohne Knöpfe kaufen kann.

Er bezog sich natürlich auf die Zeitverschiebung in der selbigen Nacht. Daran hatte ich noch keinen einzigen Gedanken verschwendet. Warum sollte das auch ein Problem sein? Natürlich wurde mir mein Gedankenfehler schlagartig klar, als mein Sohn am nächsten Morgen, nicht wie sonst um Sieben, sondern schon um sechs Uhr aufgestanden werden wollte.

Nun war es eh zu spät. Allerdings entscheidet Piet ohnehin selbst, wann er zu Bett geht oder aufsteht. Ich glaube nicht, dass der Versuch, seine „Zubettgehzeit“ zu ziehen, einen Erfolg gebracht hätte. Dann eben bei der nächsten Umstellung, aber vielleicht ist die bis dahin ja auch abgeschafft. Ich wäre auf jeden Fall dafür. 🙂