Er läuft und läuft und läuft…

Naja, zwischendurch muss Piet sich noch mal hinsetzen, aber ansonsten läuft er mit steigendem Erfolg und wachsener Begeisterung. Da wird Oma Morgen Augen machen!

Der Tag heute war extrem anstrengend. Das Wetter machte den sonst täglichen Ausflug an die frische Luft unmöglich. Hinzu kam mein nörgeliger Sohn, der gerade mal wieder einen Zahn bekommt. Das Tageskind fühlte sich von meinem, nun mehr oder weniger, laufendem Sohn arg bedrängt und wollte ständig gerettet werden. Schon seltsam, denn er ist Piet im Alter vier Monate voraus, viel schwerer und viel kräftiger. Piet ist aber erheblich frecher, also musste ich unserem Tageskind ständig gut zureden, damit er meinem Sohn paroli bietet. Eine seltsame Situation, Partei gegen sein eigenes Kind zu ergreifen, aber es geht nicht anders. Dafür kloppte er Piet mehrfach mit den Schlagstöcken des Glockenspiels, so viel zu musikalischer Erziehung, das Ding wandert vorerst in eine dunkle, dunkle Kiste. 🙂

Zusammenfassung:  Zwei Kinder, eines brüllte immer > kein Spaß.

8 von 24

Nach dem ersten Zahnen bei Piet hatte ich mich ja gefragt, wie oft wir das noch durchmachen müssen. Nach kurzer Recherche war klar, Kinder bekommen insgesamt 24 Milchzähne. Angeblich würde es mit der Zeit besser werden und die Kinder nicht mehr so ein Theater machen. Das konnte ich bisher nicht feststellen.
Unser Sohn hat inzwischen 8 Zähne, positiv formuliert bedeutet dies, dass immerhin bereits ein Drittel hinter uns liegt. Aber 16 kommen noch, und das bedeutet 16x ein Kind, das einen zu Tode nervt, weil es nicht schläft. Ein Kind das quengelt, unkontrolliert sabbert und kotzt, weil es sich an seinem eigenem Finger verschluckt hat. Ein Kind das rumbrüllt, weil es sich auf den eigenen Finger gebissen hat und rumnölt, bis man an die Decke geht. Kinder machen Freude-Freude-Gefühle. 🙂

Aktuell ist mal wieder besonders anstrengend, weil ich nicht mehr als 3,5 Stunden Schlaf am Stück bekomme. Das macht es etwas schwieriger zu kontrollieren, was sich Piet alles in den Mund steckt. Sei es mein großer Zeh oder Kimbas Schwanz. Für alle, die es nicht wissen: Kinderzähne sind wahnsinnig scharf und können schlimme Wunden verursachen. Das ist kein Witz, sondern eine Info aus dem Erste-Hilfe-Lehrgang. Wütende Kinder beißen oft ungehemmt zu und schaffen es selbst bei Erwachsenen bis auf den Knochen zu beißen, wenn sie es drauf anlegen. Bisher ist mein Zeh heile geblieben, aber um unsere Katze mache ich mir schon einige Sorgen.

Piet legt einen Zahn zu

Es ist nicht zu fassen, kaum ist der zweite Scheidezahn unter lautem Gebrüll durchgebrochen, zeichnet sich schon ein weiterer Zahn ab. Diesmal ein Eckzahn im Oberkiefer. Als Nebeneffekt will Piet oft keine Milch mehr trinken, sondern bevorzugt Bananen (am Stück), Apfel (zum Abbeißen) und Karoffeln mit rheinischem Sauerbraten.

Möhren mag er übrigens nicht, zumindest nicht, wenn diese gekocht sind. Roh sind sie aber nach wie vor sehr gefragt.

Jetzt müssen wir so langsam mit dem Putzen der Zähne beginnen, mal sehen, wie das klappen wird.

Es kann nur eine Möhre geben

Die Erkenntnis, dass ein Stück Möhre meinen kleinen Finger schont, hatte ich ja bereits vor einiger Zeit gemacht. Inzwischen sind zwei Zähne im Unterkiefer bei Piet durchgebrochen.

Das bereitet ihm Zahnschmerzen und uns Ohrenschmerzen. Er kaut auf allem rum, was er finden kann:

  • Beißringe
  • Knotentücher
  • Spucktücher
  • Kimbas Schwanz
  • und mit besonderer Vorliebe immer noch auf kleinen, gekühlten und geschälten Möhrchen.

Inzwischen ist er in der Lage, die Möhre selber zu halten und mit ein oder zwei Anläufen, selbige in die richtige Öffnung zu befördern.

Wieder einer dieser Tage

Gestern war es mal wieder soweit, gegen 14:00 Uhr begann Piet zu brüllen und hörte nicht mehr auf. Der zweite Zahn sucht offenbar seinen Weg, es hatte sich ja bereits seit zwei Tagen angekündigt.

Wahnsinn, was so ein kleiner Mops zusammenbrüllen kann, das muss doch auch anstrengend sein. Aber Piet hat eine unglaubliche Kondition. Bis 17:00 Uhr gab es keine Pause. Ein Hoch auf meinen Gehörschutz, ohne diesen wäre ich sicherlich Amok gelaufen. Wir hielten ihn stundenlang abwechselnd auf dem Arm.

Kurz nach 17:00 Uhr ist unser Sohn dann in einen unruhigen, aber komatösen Schlaf verfallen.

Das waren auch für ihn harte drei Stunden. Das Zäpfen Benuron hatte ich ihm zwar schon nach einer Stunde Brüllen verabreicht, diesmal setzte die Wirkung allerdings mit viel Verspätung ein. Gegen 21:00 Uhr bekam er dann noch einmal die Flasche, aufgewacht ist er dafür praktisch nicht. Danach schlief er bis 04:00 Uhr in der Früh durch.

Der arme, kleine Kerl.

Second Tooth

Die letzten zwei Tage waren anstrengend. In den letzten Nächten musste ich mindestens viermal raus, das wird vor allem dann besonders hart, wenn ich weniger als vier Stunden Schlaf am Stück bekomme.

Das war jetzt drei Nächte nacheinander so.

Die Tage waren, entsprechend der anstrengenden Nächte, auch nicht gerade ein Urlaub. Piet bemühte sich, den Schlaf nachzuholen, es gelang ihm aber nicht. Man konnte regelrecht sehen, wie ihn die Zahnschmerzen immer wieder am Einschlafen gehindert haben. Mich dementsprechend auch.

Seinen Beißring hat er dafür bereits gut im Griff, er kann ihn sogar schon selbst vom Boden wieder aufnehmen und, mehr oder weniger zielgerichtet, in sein offenes Auge, äh, ach ne den Mund stecken. Der zweite Zahn ist bereits gut sichtbar, direkt neben dem Ersten, erschienen. Wie viele Milchzähne bekommt ein Kind? Das kann ja noch lustig werden.

Meine Frau ist gestern Abend wieder von ihrer Geschäftsreise zurückgekehrt. Sie hat das Wochenende durchgearbeitet.

Wir freuen uns jetzt beide auf das nächste Wochenende, obwohl heute ja erst Mittwoch ist.

Eine Möhre der Glückseligkeit

Gestern Abend hat Piet unzufrieden genörgelt, das kommt ja eher selten vor. 🙂
Wir hatten ja schon gute Erfahrungen mit Beißringen gemacht, aber die sind alle noch ein wenig groß. Daher hatte bisher immer ein kleiner Finger von mir herhalten müssen. Das wurde aber langsam etwas unangenehm. In einem Forum hatte ich mal gelesen, dass eine Karotte auch gut funktionieren würde, besonders, wenn diese aus dem Kühlschrank kommt.

Ich suchte daher eine Möhre in der Größe meines kleinen Fingers aus, schälte sie und gab auf diese Weise Piet etwas kühles zum Draufbeißen. Das funktionierte ausgesprochen gut. Piet gluckste gücklich vor sich hin und maltretierte das kleine Mörchen nach bestem Können. Gut, dass das nicht mein Finger war. Er hatte bestimmt 15 Minuten Spaß damit und war danach wesentlich entspannter. Kleine Dinge, große Wirkung.

One of these days.

Die letzten Nächte waren, nach einigen durchaus angenehmen, mal wieder sehr anstrengend. Ich bin gestern trotzdem zu Freunden nach Möchengladbach gefahren. Da die auch gerade (wieder) Eltern geworden sind, kann man sich darauf verlassen, dass diese genauso müde sind, wie man selber es auch ist. 😉

Am Ende doch noch gute Laune

Am Ende doch noch gute Laune

Ich blieb über Mittag dort und wir gingen ausgiebig spazieren, dafür nahm ich diesmal den BabyBjörn Miracle, denn der Activ lag noch bei meiner Frau im Wagen und die war unterwegs. Piet schlief die ganze Zeit, immerhin einer.
Den ganzen frühen Nachmittag hatte er nichts getrunken, auch kurz bevor ich fahren wollte, spuckte er die Flasche vorwurfsvoll immer wieder aus. Na gut, dann eben so los.

Wir waren kaum um die erste Ecke gefahren, da fing Piet zu brüllen an. Im Auto kommt einem das noch lauter vor, als im Wohnzimmer. Vorerst fuhr ich weiter, im Auto gibt er sonst immer sehr schnell Ruhe. Diesmal nicht.
Als ich dachte: „Gleich verreckt er“, habe ich doch noch kurz vor der Autobahn-Auffahrt rechts angehalten, Piet hatte sich ordentlich in Rage gebrüllt. Jetzt wollte er etwas trinken, bei der Gelegenheit zog ich ihn direkt etwas aus, ihm war wohl im Wagen auch zu warm gewesen.

Als wir gegen 15:00 Uhr wieder zu Hause waren, fiel ich vor Müdigkeit beinahe um. Ich wollte jetzt sehr gerne die Augen zu machen, zumindest mal eine halbe Stunde lang. Mein Sohn sah die Sache völlig anders und nörgelte und brüllte ohne Unterlass. Manno, heute Vormittag war er doch total entspannt gewesen. Gegen 17:00 Uhr, also zwei Stunden später, pennte er endlich ein und ich konnte auf dem Sofa auch die Augen schließen. Zehn Minuten später kam meine Frau von der Arbeit nach Hause, Piet wachte auf und ich mit ihm. Stöhn, dabei sollte ich mich darüber eigentlich freuen. Weiterlesen

Gewohnheitseffekte

Wir hatten uns gerade an einen gewissen Rhythmus gewöhnt, da wird auf einmal wieder alles anders. Seit gut drei Tagen brüllt Piet mehrere Stunden am Tag, ohne, dass wir einen Grund erkennen konnten.

Die letzten drei Tage waren besonders anstrengend, weil wir überhaupt nicht helfen konnten, kein Hunger, kein Durst, keine Blähungen, soweit eigentlich alles in Ordnung. Warum brüllt er dann wie am Spieß? Die Nächte waren wieder deutlich kürzer geworden, wir hatten uns ja gerade auf drei bis vier Stunden hochgearbeitet, das ist jetzt alles wieder Schnee von gestern. Dies machte die Situation nicht besser, wieder waren meine Frau und ich extrem gereizt.

Wir kompensieren das mit ein wenig mehr Sport, möglichst nicht zu Hause. Dies ist aber auch schwierig, denn Piet lässt dem, der daheim bleibt, keine ruhige Minute. Während meine Frau den Piet ständig auf dem Arm hat, bevorzuge ich das „normale“ Brüllen einfach auszuhalten und ihn nur hochzuheben, wenn es ganz schlimm wird.
Selbst diese kleinen Unterschiede im Umgang mit dem Kind sorgen für Unmut:

„Jetzt lass den doch mal liegen“ sage ich.
„Jetzt nimm ihn doch mal auf den Arm“
sagt meine Frau.

Das kann ja noch lustig werden, so die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. 🙂 Weiterlesen