Kleiner Zwerg auf großer Bühne

Seit gut einem Jahr tanzt unser Kind nun bereits. Nachdem ihm Judo nicht so gut gefallen hatte, war er beim Tanzen direkt total begeistert. In meiner Jugend habe ich viele, wirklich viele, Sportarten ausprobiert, Tanzen zu gehen habe ich mich aber nie getraut. Ich hatte in der Schule bereits genug Probleme.

Lesetipp: „Ich möchte nur noch tanzen.“

Bevor meine Frau und ich heiraten wollten, machten wir noch den obligatorischen Tanzkurs. Schnell bemerkte ich, dass mir das großen Spaß machte, daher fand ich es erstaunlich, dass ich so lange gebraucht hatte das zu erkennen. Umso überraschter war ich, als unser Sohn diese Entscheidung für sich mit vier Jahren traf. Wir hatten ihn nicht ermutigt, nur nicht daran gehindert.

In den letzten Wochen wurde vermehrt intensiv für eine Vorführung trainiert, teilweise auch am Wochenende zusätzlich. Unser Sohn fand das jetzt etwas langweilig, es war ja immer die gleiche Abfolge, wollte aber trotzdem immer hin. Der Ton im Unterricht wurde wohl etwas rauer, an einem Tag rannten reihenweise Kinder schreiend aus dem Übungs-Raum. Was den rauen Ton angeht, da ist unserer recht hart im Nehmen, den kennt er ja von zu Hause. 😉

Uns war lange gar nicht klar, wie groß die geplante Aufführung für die Eltern sein sollte. Als klar wurde, dass alle Schüler aller Klassen der Tanzschule teilnehmen, nahm der Umfang dann Gestalt an. Als wir die Info bekamen, dass die Aufführung im „Rheinischen Landestheater“ stattfinden würde, waren wir aber doch überrascht.

Das Rheinische Landestheater hat eine wirklich große Bühne und 443 Sitzplätze. Weiterlesen

Körperzusammensetzungsanalyse

Ich habe mich vor einigen Tagen in meinem neuem, altem Fitnessstudio in Willich angemeldet, der „Halle 22“. Ich trainiere auch weiterhin bei einer großen Kette, erhoffe mir aber Unterstützung für die Wettkampfvorbereitung von meinen alten Bekannten in Willich. Spätestens Ende August, wenn ich mit dem Üben der Posen und der Kür beginnen sollte, werde ich zum einen Leute brauchen, die sich das ansehen und Ahnung davon haben, zum amderen aber auch einen Ort, wo ich ungestört üben kann.

In der Halle 22 ist es üblich zu Beginn einen kleinen Check durchzuführen, ich habe den etwas abgekürzt und nur die „Körperzusammensetzungsanalyse“ machen lassen. Das Gerät, dass diese Messung durchführt, hat neu mehr gekostet als mein Auto, da kann mein Kalipper nicht mithalten. 😉

Das Ergebnis ist für mich nur teilweise erfreulich, ich hatte zwar die Vermutung, dass der von mir mit der drei Falten-Methode errechnete Körperfettwert nicht ganz stimmen konnte, dass die Abweichung allerdings so groß ausfällt, kann nur an einem Messfehler liegen.

Ich habe daher gerade die Fehlerquelle ermittelt und sozusagen meine Messmethode geeicht. Nebenbei kam auch noch heraus, dass ich einen cm kleiner bin, als gedacht, was die Berechnung des FFMI durchaus beeinflusst. Jetzt sehen die Werte erheblich realistischer aus, leider bedeutet dies, dass ich einige Kilos mehr abnehmen muss, dabei macht mir vor allem das Zeitfenster sorgen. Der Termin für die deutsche Meisterschaft der GNBF steht nun einmal fest.

Langer Rede, kurzer Sinn, hier die neu ermittelten Messwerte aus der Halle22: Weiterlesen

Maßnahmen-Katalog

60er-Jahre Gäste-WC, am Montag beginnt der Rückbau

60er-Jahre Gäste-WC, am Montag beginnt der Rückbau

Am Donnerstag und Freitag habe ich mich noch einmal mit vielen Handwerkern getroffen, um die Bauplanung zu besprechen, aber auch, um noch einige Angebote einzuholen und Maße zu nehmen. Auch eine Fenster- und Türenfachfirma aus Willich kam vorbei, zum einen, um zwei defekte Beschläge an den Fenstern der Frontseite zu reparieren, zum anderen, um ein Angebot für die neuen Fenster an der Rückseite zu erstellen. Ein Angebot für die Haustüre habe ich auch gleich angefragt.

Die alten Kunststoff-Fenster an der Vorderseite waren schnell geprüft und neu eingestellt, alle lassen sich wieder gut schließen, so hatte ich mir das vorgestellt. Diese Firma hat in der Region einen ausgesprochen guten Ruf als zuverlässig und nicht zu teuer. Die beiden Handwerker wiesen nach der Wartung ausdrücklich darauf hin, dass es keine Ersatzteile mehr für die Beschläge gäbe, die Einfachverglasung ein „no-go“ ist und die Rolläden wohl bald den Geist aufgeben. Die Holzfenster an der Rückseite wären nicht mehr zu retten.

Ganz ehrlich, wer hatte etwas anderes erwartet? Das 15-seitige Angebot habe ich inzwischen vorliegen, leider werden wir es ganz sicher nicht annehmen (können), es liegt aber nicht an den angesetzten Montagekosten, die absolut im Rahmen liegen, sondern schlicht an dem reinen Fensterpreis. Ich warte zwar noch auf zwei Vergleichsangebote, aber auf den ersten Blick ist das Angebot ca. um den Faktor 3 – 4 teurer als ein Vergleichsangebot bei gleicher Ausstattung. Beim Gesamtpreis haut das dann ganz gut rein und sprengt unser Planungsbudget, was bedeutet, dass wir es wohl später machen werden. Entschieden haben wir uns noch nicht. Weiterlesen

Der Stautenhof in Willich-Anrath

Wer Kinder hat, denkt oft über Bio-Produkte plötzlich etwas anders. Wir auch. Der Trend zu regionalen Produkten ist inzwischen in jedem Supermarkt angekommen und Bio-Lebensmittel findet man bei jedem Discounter. Grundsätzlich halte ich diese Entwicklung für sehr gut, frage mich allerdings, wie viel Bio an einem Gemüse aus China sein kann. Ich war schon mal einige Male dort und die Luft war ganz sicher nicht Bio. 🙂

Bei Gemüse bevorzugen wir daher regional vor Bio. Unser Bauer um die Ecke gehört eher zu den konventionell eingestellten, aber die saisonale Ware kommt immer aus der direkten Umgebung, was, nebenbei bemerkt, ausgesprochen preiswert ist. Der Grundpreis für fast alles ist immer ein Euro: Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Zwiebeln und vieles mehr, auch Kräuter hat er stets frisch an Lager.

Mit Fleisch, Fisch und anderen Zutaten sah die Sache etwas schwieriger aus. Ich habe schon seit einiger Zeit die Augen offen gehalten, nach lokaler Schlachtung, vorzugsweise Bio, einem lokalem Imker und anderen Anbietern lokaler Produkte. Manchmal hilft einem der Zufall. Als ich am letzten Freitag mit meinem Freund zum Sport fuhr, erzählte er mir von einem Imker, bei dem er ganz tollen Honig gekauft hatte. Ich wurde sofort hellhörig und bat ihn auf dem Rückweg kurz dort zu halten. So haben wir es dann auch gemacht. Ein kleines Schild an einer Bundesstraße zeigte den Weg, aber eher für Eingeweihte.

Das Angebot in dem kleinem Laden der Imkerei VanDenBongard war ausgesprochen gut, ich probierte einige Sorten und entschied mich für Löwenzahn und Buchweizenhonig, dazu noch etwas süßen Senf. Die Preise waren mit rund 10,00 Euro für das Kilo absolut moderat, im Supermark zahlt man für Markenhonig, der aus aller Welt importiert wird, auch nicht weniger. Dass der Honig umwerfend schmeckte, muss ich wohl nicht ausführlich darlegen, oder? 😉 Weiterlesen

Ein wenig Nostalgie

Nachdem mein Vater es ja erfolgreich in das Internet geschafft hatte, machte er nun die Bekanntschaft mit den Risiken und Nebenwirkungen des WWW. Ein Virus hatte sich eingeschlichen und die csrss.exe beschädigt. Antivir hat den Virus zwar erkannt, aber die Datei und einiges anderes war hin. Per Telefon war da nichts mehr zu machen, ich musste zu „Opa“ fahren.

Also schnappte ich mir Piet und mein Fahrrad-Gespann, bestehend aus dem Radon 9.0 Disc und dem Chariot Cougar, und machte mich auf den Weg nach Willich. Der Fahrradcomputer zeigte am Ende 21 Kilometer an, weiter, als ich gedacht hatte. Wir machten einen Schnitt von 18 Km/H, mehr ist auf der Strecke mit Hänger auch fast nicht drin. Es war richtig gutes Wetter mit etwas viel Wind auf freiem Feld, aber das ist zum Glück nur ein kurzes Stück.

Als ich bei meinem Vater auf den Bildschirm schaute, war ich schon etwas überrascht, dass der Virus so viel Schaden anrichten konnte. Da ich grundsätzlich mit so etwas gerechnet hatte, war das Problem in kurzer Zeit wieder behoben.
Dennoch zeigt es mal wieder, dass auch mit guten Vorsichtsmaßnahmen schnell ein Sicherheitsproblem entsteht.

Nachdem der „offizielle Teil“ erledigt war, wollte ich die Gelegenheit nutzen und in Willich zu meinem Friseur aus meiner Jugend gehen und Opa mit Enkel für eine überschaubare Zeit alleine lassen. Ich hatte erst beim letzten Besuch bei meinem Vater bemerkt, dass es den Laden tatsächlich noch gibt. Weiterlesen

Der „WWW“

Gestern war Premiere, das erste Mal, dass wir Piet „alleine“ gelassen haben. Meine Frau und ich wollten mal wieder zusammen tanzen gehen, also haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, wie wir dies sinnvoll organisieren können, denn einer muss ja auf unseren Sohn aufpassen.
In den letzen zwei Jahren habe ich „fremd getanzt“, also ohne meine eigene Frau.

Unsere Tanzschulen waren bisher alle in Düsseldorf, das passte nun aber nicht mehr so gut, denn meine Mutter wohnt in Willich und meine Schwiegermutter in Mönchengladbach, das ist von Neuss noch ein gutes Stück weiter weg.
Wir schauten also nach einer neuen Tanzschule für uns im Umkreis von Willich. Es sollte aber vorerst kein Kurs werden, sondern, wenn möglich, eine einmalige Veranstaltung. Das war schwerer als gedacht.

Die meisten Tanzschulen haben erstaunlicherweise sehr bescheidene, teilweise extrem überholte, Webseiten und Homepages. Für mich ist das kaum nachvollziehbar, wo heutzutage sogar ein Depp wie ich das halbwegs hinbekommt.
Wir schauten nach Lehrgängen und Workshops oder Specials, welche meist zeitlich begrenzt sind.
Tango Argentino, Milonga, Salsa, Mambo und West Coast Swing interessierten uns, dies sind alles Tänze, die im üblichen Standard/Latein Programm normalerweise nicht angeboten werden.

Wir wurden fündig, gleich zwei Angebote passten, zumindest auf dem „Papier“. Zum Einen gab es einen Wiener-Walzer-Workshop (WWW) in Tommys Tanzstudio in Willich-Schiefbahn und zum Anderen einen Tango Argentino Kurs auf der Hardt bei Willich im Zollhof. Um überhaupt mal wieder gemeinsam zu tanzen, bevorzugten wir den Wiener-Walzer-Workshop, da wir den beide zumindest kennen. Bei einem Preis von 20,00 Euro für das Paar kann man ja nicht viel falsch machen. Weiterlesen

Piet und die Kommunion

Natürlich geht es nicht um die Kommunion von Piet, der ist ja noch nicht mal getauft.  Wir waren eingeladen zur Kommunion des Sohnes meines besten Freundes, das war der erste Ganztag-Ausflug mit Piet.

Es fing schon super an, kaum waren wir auf dem Parkplatz an der Kirche angekommen, merkten wir, dass etwas nicht stimmte.  Die Fliegen prasselten nur so auf die Windschutzscheibe. Dann rochen wir es auch. Wir können noch nicht los, Piet hat ein Werk vollbracht, zuerst muss eine neue Windel her, an der Kirche hätte es sonst Ärger gegeben. So ein Fliegenschwarm macht sich nicht gut bei einer Prozession.

Also Kofferraum auf, und, haben wir eigentlich  eine zweite Garnitur dabei? Der Body war doch vorher noch nicht gelb, oder? Gewickelt, umgezogen, eingepackt und auf zur Kirche marschiert. Kaum am Portal angekommen, bemerkten wir die Blicke. Oh nein, dies kann doch nicht war sein, der stinkt schon wieder, keine zehn Minuten waren vergangen. Ich habe dann die Stellung gehalten, meine Frau hat sich geopfert und ist zum Wagen zurück. Weiterlesen