Als Familie zahlt man mehr

Seit unserem Umzug, weg aus Düsseldorf nach Neuss und etwas später nach Mönchengladbach ist uns klar, dass die Gemeinden sehr unterschiedlich zur Kasse bitten. Besonders krass war der Unterschied der Müll-Gebühren von Neuss nach Mönchenlgadbach, für den Preis einer 35 Liter Tonne (mittlere Größe) konnten wir in Neuss eine 1100 Liter Tonne nutzen. Wer in MG Kinder im Windelalter hat, kommt mit 35 Litern aber kaum aus, die größte Tonne, 50 Liter, kosten im Jahr 304,14 Euro.

Die Wasser- und Abwasser-Gebühren sind auch nicht ohne, als Familie braucht man logischerweise auch mehr Wasser, wir zahlen grob 900 Euro im Jahr. Huch.

Aber, was auch die ARD im „Geld-Check“ treffend festgestellt hat, besonders teuer wird es bei der KITA-Betreuung. Die Unterschiede sind enorm:

„Der „Geld-Check“ hat dies für die Ballungsräume Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Leipzig und München berechnet. In einem Radius von jeweils 20 Kilometern liegen die Kitakosten in den einzelnen Kommunen weit auseinander. Spitzenreiter ist der Ballungsraum Hamburg, bei zwei Kita-Kindern liegt die  Differenz hier bei 4400 Euro pro Jahr.“ Weiterlesen

Prust…

Man soll ja nicht über seine Kinder lachen…

heute konnten wir einfach nicht anders:

 

An enema for the rubber-duck

Rubber-Duck

Rubber-Duck

Die letzten Tage waren hart für Piet, die Zeit im Freien war durch das Wetter arg eingeschränkt und er hatte immer wieder Langeweile. Langeweile schafft aber auch Kreativität, Piet hatte begonnen, mit seiner Wasserflasche eine Schüttstation zu errichten, ganz von alleine. Tolle Idee, leider fand das Wasser aber früher oder später seinen Weg auch auf Möbel und Böden, den Tisch im Wohnzimmer muss ich nun abschleifen.

Da wir ihm den Spaß aber auch nicht ganz vermiesen wollten, nahmen wir seine erwählten Utensilien einfach  mit nach draußen, samt Wasser. Das hat gut geklappt, reichte ihm aber offenbar dann doch nicht. Meine Frau hatte begonnen, seine Wasserflasche zu sanktionieren, damit er damit nicht mehr rumsauen konnte. Wir fanden allerdings heute auf dem Sofa einen riesen Wasserfleck.

Wie kommt das Wasser auf das Sofa? Er hatte die Flasche doch gar nicht mehr in den Händen. Weiterlesen

Physikalische Experimente von Kindern und warum Friedhöfe manchmal besser sind als Spielplätze

Experimente mit Sand

Experimente mit Sand

Kinder probieren ausgiebig aus und stellen ihrer Umgebung viele Fragen, das ist jedem klar:

  • Wie viel Sand passt in meine Schuhe?
  • Warum sehe ich meine Pisse nicht im Plantschbecken, die ist doch sonst gelb?
  • Wie weit kann ich wohl eine Nudel mit dem Löffel flitschen?
  • Kann ich mit dem Rutschauto durch die Wand fahren? Nein? Vielleicht wenn ich es 100 Mal versuche?
  • Geht Papas Brille eigentlich kaputt, wenn ich diese aus dem dritten Stock werfe?
  • Was passiert, wenn ich am höchsten Punkt von der Schaukel springe?
  • Kann ich das Plantschbecken leer trinken, und warum schmeckt das Wasser so seltsam?

Die spannenden Antworten dazu liefere ich gerne in einem weiteren Artikel.

 

Das vierrädrige Dreirad:

Unterwegs auf dem Pucky-Wutsch

Unterwegs auf dem Pucky-Wutsch

Wenn wir auf andere Kinder treffen, die ein wenig älter sind, haben diese meist ein Laufrad, Dreirad oder ein Fahrrad dabei. Der Sohn ist dann immer total fasziniert und möchte gerne sofort damit loslegen, aber er ist tatsächlich noch ein wenig zu kurz dafür. Gott sei dank, denn sonst bräuchte ich wohl neue Schuhe, mit denen ich schneller laufen kann. Früher oder später wird es ja soweit sein.

Um unseren Sohn bis dahin ein wenig zufrieden zu stellen, haben wir bei den Kleinanzeigen ein Puky-Wutsch erstanden. Für alle „Nicht-Eltern“: Es handelt sich dabei um ein Dreirad mit vier Rädern.

Damit kommen auch Kleinkinder unter zwei Jahren schon gut zurecht und die Fahrweise ist eine etwas andere, als auf einem Rutschauto. Wir haben es allerdings bisher nicht geschafft, unserem Sohn zu erklären, dass man damit auf den Wegen fährt und nicht off-road oder gegen Wände und Möbel.

Die "Idylle" am Rheinstrand

Die „Idylle“ am Rheinstrand

 

Spiele in Frieden, Friedhöfe als Alternative:

Ich hatte es mir eigentlich so schön vorgestellt, jeden Tag mit den Kindern rausgehen, ab an den Rhein oder in das Naturschutzgebiet und sonst eben auf die Spielplätze der Umgebung. Bevor unser Kind laufen konnte, klang das alles total logisch, inzwischen wurden diese Vorstellungen leider einem „Reality-Check“ unterzogen. Es liegt nicht daran, dass die Kinder nicht gerne am Rhein oder im Wald spielen würden, aber der Begriff Rheinauen und Naturschutzgebiet klingt leider idyllischer, als es wirklich ist.

Am Rhein liegt haufenweise Glas, Müll und sehr spezieller Müll, wie zum Beispiel bereits verwendete Kondome inklusive Inhalt. Dort, wo keine Scherbenhaufen liegen, liegen Haufen anderer Art, denn viele Hundebesitzer kommen extra zu uns nach Grimlinghausen gefahren, um ihrem Hund etwas Bewegung zu gönnen, leider vergessen die Halter die Hinterlassenschaften wieder mitzunehmen.

Im Wald liegt Bauschutt, Glas und einiges andere, was dort ganz sicher nicht hingehört und selbst auf den Spielplätzen und Spielwiesen ist man vor Hundehaufen, Glas, Müll und Zigarettenkippen nicht sicher. Zwei Spielplätze reinige ich mehrmals die Woche selbst, so gut es eben geht. Den Kampf gegen die Hundehaufen auf den Spielwiesen kann man jedoch nicht gewinnen. Der Bolzplatz ist nach der letzten Kirmes ein Ascheplatz aus Glasscherben geworden, da möchte man kein Kind mit einem Ball drauf schicken. Macht auch keiner, dafür gehen umso mehr Hundehalter dorthin, es stinkt zum Himmel. Auf dem Weg zum Naturschutzgebiet liegt die Hundehaufendichte bei ca. 3-4 je Meter, da die Kinder gerne am und auf dem Rand gehen, wird der Weg zum Spießrutenlauf.

Also, was tun?

Ich habe für die Probleme keine Lösung, aber ich habe eine gute, sogar sehr gute Abhilfe gefunden, um doch mit den Kindern unbeschwert draußen spielen zu können. Ich gehe auf die Friedhöfe. Auf Friedhöfen gibt es große, nicht verwendete Rasenflächen, ohne Hundehaufen, Glas und sonstigen Müll. Die Wege haben keine Bordsteinkanten und eignen sich super zum Laufrad-Fahren.

Die Anwohner haben sich noch nie bei mir beschwert und es gibt ausdrückliche Verbotsschilder für Hundehalter, aber eben nicht für Kinder. Super.

Die Hundeverbotsschilder gibt es auf den Spielplätzen zwar auch, aber da scheint es, im Gegensatz zum Friedhof, keinen zu interessieren. Diese Tatsache muss man Erstmal sacken lassen. Wir gehen demnächst wieder öfter auf den Friedplatz, äh, Spielhof.

H2O

Wir hatten uns wirklich Gedanken gemacht, wie wir Piet dazu bringen können, Wasser zu trinken. Bisher hatte er sich immer mit Händen und Füßen gewehrt und uns angesehen, als wollten wir ihn vergiften.

Erstaunlicherweise regeln sich manche Dinge von alleine. Nachdem Piet seinen Appetit auf Sauerbraten und Sahnehering mit Kartoffeln endeckte, wollte er danach und dabei keine Milch, sondern lieber Wasser haben.  Wunderbar, wenn immer alles so einfach wäre.

Einen Haken hat die Sache allerdings doch noch, er möchte das Wasser nicht aus der Flasche trinken, sondern nur aus einem Glas. Das klappt natürlich noch nicht so super gut, was regelmäßig zu Überschwemmungen im Wohnzimmer führt. 🙂