Warum?

Es ist soweit, ich hatte mich schon gefragt, wann es richtig los geht. Unser Sohn kontert nun jede Aufforderung unsererseits mit einer Warum-Frage.

„Dabei zielen die Fragen Ihres Kindes nicht auf wissenschaftliche Erklärungen. Oft beziehen sich diese Fragen nicht auf den ursächlichen Grund, sondern auf das Ziel: Der Regen fällt, damit die Blumen Wasser bekommen und nicht verdursten. Versuchen Sie die Fragen Ihres Kindes einfach und klar zu beantworten.“ kinder.de

Gegen „echte“ Warum-Fragen habe ich ja nichts, ich erkläre gerne, wirklich gerne meinem Sohn die Welt, aber einige Dinge machen mich irre und da kürze ich die Satzschleife gerne mal ab:

„Sohn, nicht mit dem Bobbycar gegen die Blumentöpfe fahren“
„Warum?“

„Weil ich sonst dein Bobbycar in den Müll werfe.“

Drohen soll man nicht, aber es funktioniert, manchmal. In diesem Fall nicht, also kam das Bobbycar weg.

Ich habe da auch einige Warum-Fragen an unser Kind, zum Beipiel warum ein Dreijähriger sich immer noch bis zum Kragen einsaut, statt auf das Klo zu gehen, aber einwandfrei: „Der Unimog hat sein Mähwerk eingeschaltet und der Löffelbagger hat den Wacker hochgehoben“ sagen kann. Er weiss sogar, was das ist und was das macht, Oma vermutlich nicht. 🙂

Warum?

Es ist soweit, unser Sohn stellt ab sofort „Warum“-Fragen. Natürlich war es absehbar, dennoch habe ich mich vor diesem Tag gefürchtet. Das große „Warum-Frage-Quiz“ ist bisher glücklicherweise noch ausgeblieben. Seine erste Frage war auch wirklich eine nette Überraschung. Er hat nicht gefragt: „Warum muss ich Zähne putzen“, oder so etwas in der Art. Nein, er saß mit mir auf dem Sofa, kam mir ganz nah, fast bis sich die Nasen berührten und fragte mich dann:

„Papa, warum bist du so traurig?“

Nicht nur das „Warum“ hat mich überrascht, sondern auch die Frage selbst. So traurig war ich eigentlich gar nicht, allerdings tief in Gedanken vesunken, wie es beim „Hausbau“ weitergehen soll. Der Ärger über den Kaminbauer saß mir immer noch in den Knochen, da muss ich wohl ein bisschen bedröppelt aus der Wäsche geguckt haben. 🙂

Dabei läuft alles eigentlich ganz gut. Der Schornsteinfeger war heute spontan da und hat sich ein wenig gewundert, warum der Kaminbauer nicht wie besprochen die Zuluft über den dritten Zug geholt hat. Die Verbindung in den Keller fand er nicht ganz so toll. Er hat uns aber den Ofen vorerst in Betrieb nehmen lassen, glücklicherweise.

Heute wurde die Tür zum Bad verbreitert, die 60 cm waren etwas knapp, ich bin immer im Rahmen hängen geblieben. Jetzt haben wir eine Türbreite von 80 cm, was auch erheblich freundlicher aussieht. Morgen kommt die neue Kellertüre, eigentlich eine Alu-Haustüre von Feldmann, die vielleicht jetzt gar nicht in den Keller kommt, sondern in die Diele. Wir werden sehen. Weiterlesen