Minus 20c°

gut eingetüddelt

gut eingetüddelt

Dass es kalt ist, hat vermutlich jeder gemerkt. Wir wohnen unter dem Dach in einem Haus, das 1982 gebaut wurde und heizen uns blöde. Unser Thermometer zeigte heute Morgen minus 13,8 Grad an, in der Nacht waren es sogar minus 20 c° auf dem Balkon. Wir hätten doch die neuen Fenster einbauen sollen. 🙂

Natürlich gehen wir auch bei diesen Temperaturen an die frische Luft. Im neuen Kinderwagen fühlt sich Piet offenbar sauwohl und warm ist ihm im neuen Kaiser Fußsack „Dowwny“ auch, so kann man ruhig eine Stunde raus gehen. Schnee ist ja bisher bei uns noch nicht gefallen, also ist Rodeln im Naturschutzgebiet noch nicht drin gewesen. Ich selbst bin absolut beeindruckt von meinen Mammut Wanderschuhen, in denen habe ich immer total warme Füße, auch die anderen Klamotten von Craghoppers machen sich super bei dem Wetter. So wird einem beim Schieben zumindest nicht kalt.

Piet selbst bekommt eine Daunenjacke und noch eine Mütze dazu als Kälteschutz an, beides haben wir gebraucht, für kleines Geld, im Second-Hand-Laden Aramsamsam bei uns in Grimlinghausen ergattert. Die Mütze steht Piet erstaunlich gut. Ein Foto werde ich nachreichen.

Nicht ohne meine Tatze

Uns Deutsche erkennt man im Ausland immer schon vom weiten. Früher trug man als guter, deutscher Tourist ein (Hawai-)Hemd, kurze Hose und weiße Socken in Sandalen. Wer dies heute macht, ist ja schon fast wieder cool.

Aber nur fast. 🙂

Heutzutage trägt der modebewusste, germanische Tourist Funktionskleidung, entweder vom Kafferöster und Discounter, oder als Markenware, vorzugsweise mit großer Tatze drauf. Damit geht man zum Bäcker oder eine Runde um sein Haus spazieren. Ach ne, das heißt ja jetzt „Walking“.

Natürlich trage ich auch Funktionskleidung, ich bin ja auch Deutscher. Aber bestimmte Marken, wenn ich schon Funktionskleidung tragen möchte, kommen nicht in Frage. Also zum Beispiel keine „Wolfshaut“, oder womöglich „das Gesicht des Nordens“. Das ist einfacher gesagt, als getan, denn in den üblichen Kaufhäusern und Sportgeschäften gibt es praktisch immer nur die bekanntesten Marken.

Als ich mich in meinem Bekanntenkreis bei den Leuten umsah, die wirklich Wandern, Klettern, Surfen und sonst was „outdoor“ machen, fiel mir auf, dass die zwar alle hochwertige, spezielle Kleidung trugen, aber weit und breit keine „Tatze“ zu sehen war. Interessant. Auch mit Discounter-Ware kommt man wohl nicht so weit, wenn man die Sachen „wirklich“ benutzt. Für den Weg zum Bäcker reicht es natürlich völlig aus. 😉 Da wir ja mit Piet demnächst nun längere Strecken wandern (neudeustch „Hiken“) und Radfahren („Bike-Trekken“) wollen, möchten wir uns auch entsprechend mit Funktionsklamotten neu einkleiden. Weiterlesen