Kindertagesstätte „Satanlager“ in Mönchengladbach

Gestern hatten wir den ersten Termin für unseren Sohn in einem Kindergarten in Mönchengladbach. Es war der Waldkindergarten „Pfifferlinge“ in direkter Nähe zum Volksgarten, wo wir in Zukunft auch wohnen werden. Es war sehr interessant, leider ist die Gruppe bereits überbelegt und die Aussichten dort für Piet einen Platz zu ergattern dementsprechend sehr gering. Piet hat es auf jeden Fall gefallen.

Die „Pfifferlinge“ haben ihren Wald direkt neben dem Kindergarten „Pfiffikus“. Es war irgendwie schon interessant zu sehen, wie alle Kinder nach und nach eintreffen und direkt draußen aktiv werden, wohingegen das Außengelände des „richtigen“ Kindergartens nebenan still und verlassen da lag. Angenehm aufgefallen ist mir ebenfalls der Lärmpegel, der durch das offene Gelände und den Wald erheblich niederiger lag, als in jedem Kindergarten, in dem wir bisher gewesen sind. Das war sehr angenehm, obwohl sich die Kinder wirklich alle Mühe gaben laut zu sein. 🙂

Auf dem Weg zu den Pfifferlingen fuhren wir durch halb Mönchengladbach, Stadtteile und Straßenzüge in denen ich noch nie gewesen bin, die aber in naher Zukunft zu unserem Einzugsgebiet gehören werden. Ich habe mich bemüht, so viel wie möglich zu behalten und habe besonders auf Einkaufsmöglichkeiten, Sportstätten, Schulen und eben KiTas und KiGas geachtet.

An einer Ecke musste ich stutzen, ein Laden auf der Ecke hatte die Fenster groß beklebt, dort las ich: „Satanlager“.

Gut dachte ich intuitiv, das nenne ich mal einen passenden und mutigen Namen für eine Kita, bzw. Großtagespflege, der hätte glatt von mir sein können. Weiterlesen

Wieder zu Hause

So hatte ich mir die Eifelwälder vorgestellt...

So hatte ich mir die Eifelwälder vorgestellt…

Drei Tage war ich weg, das erste Mal, seit Piet auf der Welt ist. Ich war immer für ihn da, dennoch machte ich mir keine Sorgen, dass es nicht klappen könnte. Meine Frau hatte ein volles Programm für unseren Sohn geplant und wir hatten ihm auch erklärt, wann ich wieder kommen würde. Soweit ging auch alles gut.

Ich habe die drei Tage ohne ihn offenbar wirklich gebraucht, zumindest war ich heute viel entspannter, als vor meinem Ausflug in die Eifel. Vermisst habe ich meine Familie vor allem abends, eben in der Zeit, die wir auch zu Hause meist gemeinsam verbringen.
Drei Tage nicht permanent beschallt zu werden, war also eine Erholung, die Tour selbst eher nicht. Offenbar habe ich mich doch ein wenig überschätzt, ich kann immer noch kaum laufen. An der Ausrüstung hat es sicher nicht gelegen, eher daran, dass ich keine Hügel und Berge gewöhnt bin. Auch wenn ich es mir leichter vorgestellt habe, würde ich es wieder machen, wenn auch etwas anders. Aus Erfahrung wird man eben klug und im Wandern bin ich blutiger Anfänger. Daher verlaufe ich mich wohl auch so gerne. 🙂 Weiterlesen

Spiele in Frieden

Die "Idylle" am Rheinstrand

Die „Idylle“ am Rheinstrand

Ich hatte es mir eigentlich so schön vorgestellt, jeden Tag mit den Kindern rausgehen, ab an den Rhein oder in das Naturschutzgebiet und sonst eben auf die Spielplätze der Umgebung. Bevor Piet laufen konnte, klang das alles total logisch, inzwischen wurden diese Vorstellungen leider einem „Reality-Check“ unterzogen. Es liegt nicht daran, dass die Kinder nicht gerne am Rhein oder im Wald spielen würden, aber der Begriff Rheinauen und Naturschutzgebiet klingt leider idyllischer, als es wirklich ist.

Am Rhein liegt haufenweise Glas, Müll und sehr spezieller Müll, wie zum Beispiel bereits verwendete Kondome inklusive Inhalt. Dort, wo keine Scherbenhaufen liegen, liegen Haufen anderer Art, denn viele Hundebesitzer kommen extra zu uns nach Grimlinghausen gefahren, um ihrem Hund etwas Bewegung zu gönnen, leider vergessen die Halter die Hinterlassenschaften wieder mitzunehmen.

Im Wald liegt Bauschutt, Glas und einiges andere, was dort ganz sicher nicht hingehört und selbst auf den Spielplätzen und Spielwiesen ist man vor Hundehaufen, Glas, Müll und Zigarettenkippen nicht sicher. Zwei Spielplätze reinige ich mehrmals die Woche selbst, so gut es eben geht. Den Kampf gegen die Hundehaufen (auf den Spielwiesen) kann man jedoch nicht gewinnen. Der Bolzplatz ist nach der letzten Kirmes ein Ascheplatz aus Glasscherben geworden, da möchte man kein Kind mit einem Ball draufschicken. Macht auch keiner, dafür gehen umso mehr Hundehalter dorthin, es stinkt zum Himmel. Auf dem Weg zum Naturschutzgebiet liegt die Hundehaufensdichte bei ca. 3-4 je Meter, da die Kinder gerne am und auf dem Rand gehen, wird der Weg zum Spießrutenlauf. Also, was tun? Weiterlesen