„Ich garantiere für eine saubere handwerkliche Arbeit“

Da sollte längst kein Loch mehr im Schornstein sein

Da sollte längst kein Loch mehr im Schornstein sein

Nur ein Handwerker hat den Satz aus der Artikelüberschrift unter seinem Angebot stehen gehabt und nur mit diesem Handwerker haben wir erhebliche Probleme in der Ausführung und zahlreiche Mängel zu verzeichnen.

Heute haben wir eine ausführliche Mängelrüge zusammengestellt, nachdem wir einen grob fahrlässigen und gefährlichen Mangel entdeckt haben. Diesen haben wir nur durch totalen Zufall noch halbwegs rechtzeitig festgestellt, als wir die Maße für eine neue Dachbodentreppe nehmen wollten. Als wir die Treppe öffneten sah ich, dass im Schornstein noch ein riesiges Loch klaffte. Der Schornsteinbauer hatte vergessen, die Wartungs-Klappe einzubauen, blöd nur, dass wir seit drei Wochen den Ofen befeuern. Wir hatten uns schon gewundert, warum der „Brunner BSO 03“ nicht richtig zog und das Feuer in der Brennkammer gerne wieder ausging.

Die Rauchgase wanderten munter in den Dachboden. Dies stellt, neben den gesundheitlichen Gefahren, auch ein erheblich erhöhtes Brandrisiko dar. Als wir den Schornsteinbauer darauf hinwiesen, meinte er, dass wir das Loch in den Schornstein gehauen haben. Alles klar. Nur gut, dass ich alle Arbeitsschritte mit der Kamera festgehalten habe, so kann ich einwandfrei beweisen, dass er Mist gebaut hat.

Der von mir nun informierte Schornsteinfeger fand das ebenfalls überhaupt nicht mehr lustig.

Ein X für ein U

In einigen Wochen, wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, hatte ich vor einen Erfahrungsbericht zu unseren Lieferanten und Handwerkern zu erstellen. Aus aktuellem Anlass ziehe ich dies zumindest für ein Gewerk vor, denn ich habe mich heute sehr geärgert.

Bei allen Gewerken, die bei uns tätig werden, habe ich mir vorher eine Baustelle, bzw. ein fertiges Werk angesehen, um die Arbeit einschätzen zu können. Nur bei dem Kaminbauer habe ich darauf verzichtet eine echte Referenz einzuholen, denn der Bezirks-Schronsteinfeger war voll des Lobes für den von uns  ausgesuchten Meisterbetrieb aus Viersen, der mit über 45 Jahren Erfahrung wirbt.

Bereits vor Auftragserteilung wurde uns zwar klar, dass der Kaminbauer mit modernen Kommunikationsmitteln nicht unbedingt per du ist. Als wir dann auf Faxe umstiegen, klappte es erheblich besser. Die Angebote wurden von ihm stets „netto“ ausgestellt, was rechtlich nicht zulässig ist, wir konnten es ihm aber nicht abgewöhnen.  Nachdem wir ihm erklärten, dass wir einen Grundofen möchten, empfahl er uns einen Brunner BSO 03 Systemofen, der uns optisch auch gut gefiel.

Der Katalog von Brunner, den wir im Internet überflogen, schien zu bestätigen, was wir erhofften: Einen Grundofen in Systembauweise, ähnlich dem Niermann-Grundspeicherofen, den wir bei Manufactum gesehen hatten. Also haben wir den Ofen bestellt und den Aufbau in Auftrag gegeben.

Gestern wurde mit dem Aufbau begonnen, heute sollte der BSO 03 in Betrieb genommen werden. Aus diesem Anlass fuhr ich auf die Baustelle, sah den Kamin und fiel vom Glauben ab. An der linken Seite des Ofens klaffte eine riesige Öffnung, die da eigentlich nicht sein sollte. „Das muss so“, war die Erklärung des Meisters. Leider hatte ich am Tag vorher die Aufbauanleitung gelesen, daher war mir sehr schnell klar, was das schief gelaufen war:

„Soll der Ofen mit Außenluft angeschlossen werden, so ist dies direkt nach Platzieren des Heizgerätes vorzunehmen.“ Aufbaubeschreibung von Brunner

Das war eben nicht passiert. Wir hatten ja gerade erst den dreizügigen Schornstein umbauen lassen, eben damit der BSO seinen „Außenluftanschluss“ bekommen kann. Beim Aufbau wurde aber vergessen, die Kernbohrung vorzunehmen, dies sollte durch die Zuluftöffnung im Wohnzimmer kaschiert werden.

Brunner-BSO03 als Konvektions-Ofen

Brunner-BSO03 als Konvektions-Ofen

Was wir nun im Wohnzimmer stehen haben, ist ein reiner Konvektionsofen, eben genau das, was wir nicht haben wollten. Nach telefonischer Rücksprache mit Brunner bestätigte sich auch noch, dass der BSO 03 grundsätzlich ein Konvektionsofen ist, ganz sicher eben kein Grundofen, wie der von Niermann. Der Kaminbauer hatte uns also nicht nur ein riesiges Loch in den niegelnagelneuen Ofen gehauen, statt diesen korrekt aufzubauen, sondern uns auch noch etwas verkauft, was wir gar nicht haben wollten. Weiterlesen

Ich hab jetzt was eigenes: Zertifizierte Kindertagespflegeperson

Mit dem Bestehen der mündlichen Prüfung (Fachgespräch) am heutigen Morgen bin ich nun offiziell ein zertifizierter Tagesvater. Ob es eine der anderen Tagesmütter nicht geschafft hat, ist mir bisher nicht bekannt, allerdings haben zwei Mitschüler auf die Abschlussprüfung und somit auch auf das Zertifikat verzichtet.

Die schriftliche Prüfung habe ich bereits vor einigen Wochen abgelegt.

Ich verzichte mittlerweile darauf, das Zertifikat „Jodeldiplom“ zu nennen, nachdem mich eine Mitschülerin darauf aufmerksam gemacht hat, dass sie selbst ein solches besitzt und das gar nicht einfach war. 🙂

Die Ausbildung und die Prüfung, damit meine ich den schriftlichen und mündlichen Teil, entsprach in etwa dem, was ich für eines meiner LK-Fächer im Abitur geleistet habe (ich war eher bequem). Was man aus der Fortbildung macht, hängt allerdings stark vom eigenem Interesse ab. Zum Ende hin wurde es erheblich interessanter, aber es lag nicht nur an den Themen, sondern auch an den Dozenten.

In Neuss kann man aktuell noch ohne Zertifikat tätig werden, in Viersen und Düsseldorf ist das inzwischen nicht mehr möglich. Der Umfang der Ausbildung soll in naher Zukunft noch erheblich erweitert werden, für bereits zertifizierte Tagespflegepersonen wird es sicherlich Fortbildungen geben. Ich bin darauf sehr gespannt, aber zuerst möchte ich mein Zertifikat in den Händen halten. Die Zertifikatsverleihung findet erst im April statt.

Die Seiten hier im Blog werde ich erst in den nächsten Wochen anpassen, also nicht wundern.

Tagesvater werden kann kompliziert sein

Tagesvater im Einsatz

Tagesvater im Einsatz

Eigentlich wäre ich diesen Monat komplett ausgebucht gewesen, hätte also drei Kinder zuzüglich meinem Sohn in der Betreuung gehabt. Ein Kind kam allerdings ein ganzes Jahr früher als geplant in den Kindergarten, ein weiteres wurde abgesagt wegen Umzugs und nun ein weiteres, ebenfalls wegen Umzug. Ein Kind sollte im April kommen, dem musste ich nun leider absagen, denn auch wir werden wohl bald umziehen und bleiben nicht in Neuss.

In Viersen gelten im großen und ganzen die gleichen Regeln für die Kinder-Tagespflege wie hier in Neuss, das Zertifikat sollte man aber mitbringen. In meiner Ausbildung zum Tagesvater befinde ich mich in den letzten Zügen, in wenigen Wochen ist die schriftliche, etwas später die mündliche Prüfung. Einen Monat später, vermutlich im April, erfolgt dann (hoffentlich) die Zertifikatsausgabe durch das Jugendamt.

In Viersen kann ich also erst ab April wieder Kinder betreuen, vorausgesetzt ich erhalte vom dortigen Jugendamt eine Pflegeerlaubnis. Immerhin müsste ich dann nicht mehr so viel schleppen und hätte einen eigenen Garten zur Verfügung, dies würde die Tagespflege schon erheblich einfacher machen. Die nächsten Wochen werden sehr spannend. Ich werde natürlich berichten, denn Umzüge gehören für Kinder zu den großen Stressoren.