„Ich habe Nägel!“

Wir hatten einen ausgebuchten Sonntag. Während ich mich vormittags beim Sport quälte,  (anders kann man das, seit ich mit dem Abnehmen begonnen habe, einfach nicht nennen,) kam eine Freundin meiner Frau vorbei und die drei machten einen Ausflug zum Sportfest des Turnvereins in Lürrip. Leider war da keiner, aber so eine kleine Fahrradtour ist ja auch ganz nett.

Ich habe nach meinem Hanteltraining, statt der üblichen 20-30 Minuten auf dem Cross-Trainer, ein „Cybertraining“ mitgemacht: „Tiefenwirksames Vibrationstraining

Naja, offenbar sah man mir an, dass ich so was noch nie gemacht habe. Die anderen Kursteilnehmer versuchten mir zu helfen, was ich nett fand, irgendwie war es aber dann doch befremdlich dafür gesietzt zu werden. Ich fand die 20 Minuten nicht besonders anstrengend, sieht man von den Übungen für den Bauch einmal ab. Dafür war ich danach sehr entspannt. 😉

Im Strandkorb

Im Strandkorb

Als alle wieder daheim waren, ging es auf zu meinen Schwiegereltern, denn der Opa hatte Geburtstag, am späten Nachmittag fuhren wir dann noch zu Freunden Grillen. Es waren einige Kinder da und unser Sohn war gut beschäftigt. Irgendwann hatte ich ihn aus den Augen verloren und vor allem hörte ich ihn nicht mehr. Da werde ich immer etwas nervös.

Als wir ihn dann ausmachten, waren wir schon etwas verwundert (siehe Foto). Es saß doch in aller Ruhe etwas abseits im Strandkorb, hatte sich die „Auto-Bild“ geschnappt und ließ die anderen Kinder fangen spielen. Schon ein lustiges Bild.

Abends ging es dann zurück zum Auto, wir waren noch nicht ganz da, da fing der Kleine an zu wimmern und sagte:

„Ich habe Nägel!“

Was sollte denn bitte das sein? Weiterlesen

U3

Der U3 Untersuchungstermin war kurz und  für Piet weitgehend schmerzlos.

Ein super netter Arzt, er war eine Empfehlung unserer Hebamme, da wir vor Ort erstaunlicherweise keinen Kinderarzt haben.

Mit dem Auto sind es 8 Km von Grimmlinghausen nach Reuschenberg, mit dem Fahrrad sind es keine 5 Km, also noch in absolut akzeptabler Entfernung von uns weg. Als wir ankamen, wollte die „ärztliche Fachangestellte“, so stand es auf ihrem Schild, die Versicherungskarte unseres Sohnes sehen. Blöd nur, die haben wir noch nicht, mit der Steuernummer von Piet konnte Sie leider nichts anfangen, aber immerhin haben wir die schon mal. 😉

Als wir so im Wartezimmer saßen, hörten wir unglaubliche Schreie und Gebrüll aus dem Nebenraum. Uns wurde ganz anders, hier werden offensichtlich Kinder geschlachtet oder zumindest grob mißhandelt. Als wir den Arzt darauf ansprachen sagte er schlicht: „Die kleine Dame hatte sehr viel Temperament, so viel haben wir hier sehr selten.“
Das war aber eine sehr politische Formulierung für „kleine Super-Terror-Göre“. 🙂

Piet war wie immer sehr tapfer, pieselte den Arzt aus Dankbarkeit nett an und pupste anschließend, dass die Wände wackelten. Das Ergebnis der Untersuchung ergab, dass er kerngesund ist und vorbildliche Hüftknochen hat. Schön.