Mehr Platz für die Familie?

Es ist jetzt etwas über ein Jahr her, dass wir umgezogen sind. Von der Etagen-Wohnung in ein Reihenmittelhaus, wie man das als typische Spießer-Familie eben so macht, wenn die Zweisamkeit durch Kinder erweitert wird. Man braucht ja mehr Platz, das oder die Kinder brauchen früher oder später ein eigenes Zimmer, wenn Kinder im Wohnzimmer spielen, ist dies auch nicht immer das Wahre, es muss ja nicht überall was rumliegen. Die berühmten Einer-Lego-Steine dringen auch durch die härteste Hornhaut. 😉

Also, haben wir alles richtig gemacht, oder?

Nach einem Jahr kommt nun die Erkenntnis, dass wir ruhig noch hätten ein Weilchen warten können. Unser Sohn hat natürlich sein eigenes Zimmer, sogar zwei, genau genommen, aber drin aufhalten? Zum Schlafen bevorzugt er die direkte Nähe zu uns, der Kompromiss ist sein kleines Bett in unserem Schlafzimmer. Wir haben wirklich alles versucht, damit er alleine schläft, er hat das in etwa so gekontert:

„Warum muss ich alleine schlafen? IHR schlaft doch auch nicht alleine!“

Tja, erwischt, das ist richtig. Man kann jetzt ja auch nicht evolutionär argumentieren, denn früher hatte sicher nicht jedes Kind seine eigene Höhle, da war wohl eher Gruppenkuscheln angesagt. Gruppenkuscheln hört sich nett an, ist aber nichts anderes, als Kinderfüße im Gesicht oder an anderen schmerzempfindlichen Stellen, wo man diese nicht haben möchte und als Liebesbeweis eine kleine Kopfnuss zum Aufwachen. Weiterlesen

…nur meine liebe Laterne nicht.

St. Martin ist vorbei. Der Zug am Kindergarten war etwas spartanisch, aber wir haben von Freunden gehört, dass es noch einfachere in Mönchengladbach gegeben hat. Da drängt sich ein wenig die Frage auf, ob ca. 140 Martinszüge in einer Stadt wirklich Sinn machen. Aber gut, unser Kind hatte seine helle Freude. St. Martin, in unserem Fall St. Martina, war wirklich nett und hatte auch ein tolles Pferd dabei. Mehr braucht es eigentlich auch nicht. 😉

Als unser Kind, kurz bevor es los ging, weinend zu uns kam, weil seine Laterne nicht mehr funktionierte, staunten die umstehenden Eltern nicht schlecht. Die Ursache für die Panne war schnell geklärt, unser Sohn hatte den Stab demontiert und dabei eine Batterie verbummelt. Wir zogen daher, ganz selbstverständlich, die Ersatzbatterien aus der Tasche.

„Ihr habt Ersatzbatterien dabei? Der Zug dauert doch nur 30 Minuten?“
„Klar, wir kennen doch unser Kind.“

Wir hatten selbstverständlich auch noch Ersatzstab und Ersatzlaterne dabei. An diesem Abend sind wir nicht mehr von Haus zu Haus gezogen, es war für den Mops einfach schon zu spät. Das holten wir dann am Freitag Abend nach. Eigentlich waren wir zu einer Garagenparty geladen, mit Glühwein und so, die ein Nachbar ausrichtete. Weiterlesen

Umzug mit Kind und Katze

Die Umzugswagen sind da.

Die Umzugswagen sind da.

Am Montag Morgen war es soweit, das Umzugsunternehmen stand pünklich vor der Türe. Nach einer kurzen Besichtigung durch die fünf Monteure und Packer hieß es vom Vorarbeiter:

„Dimitri, du machst die Wohnung raus.“

Dann ging es mit volldampf los, es waren ca. 75 Umzugskartons von uns gepackt worden, die mussten vier Etagen runter und dann auch noch 50 Meter bis zum Wagen. Als dann die ersten Möbel dran kamen, fiel mir ein alter Spruch meiner Mutter wieder ein: „Bei einem Umzug schämt sich auch die beste Hausfrau.“

Dann kann man sich ja gut vorstellen, wie ich mich geschämt habe. 🙂

Früher habe ich meine Mutter immer angemotzt, wenn sie mit dem Putzlappen und dem Staubsauger den Handwerkern unter den Füßen herum hantierte. Nun machte ich das selbst.

Nachbars Katze schaut sich alles an.

Nachbars Katze schaut sich alles an.

Unsere Katze war bereits morgens, bevor der ganze Trubel losging, von uns eingetütet worden. Sie war die Erste im neuen Haus und musste im Bad ausharren, bis alles vorbei war. Die war echt gestresst. Dafür war Nachbars Katze echt entspannt. Die hatte gesehen, wie ich Kimba im Katzenkorb zu Auto trug und dachte sich dann wohl: „Prima, da zieht jemand aus, dann sehe ich mir mal die Wohnung an.“Diese Katze hatte so was von gar keine Angst, während da geschraubt, gehämmert und geflucht wurde, ging sie in aller Ruhe die ganze Wohnung ab.

Um 13:30 Uhr waren beide LKW voll, die Wohnung und der Keller leer und alle Fahrräder aus der Tiefgarage geholt. Wir haben alles, auf zum Haus. Kaum auf der Autobahn wurde mir dann klar, ich habe irgendwas wichtiges vergessen, ich hatte so ein ungutes Gefühl, da war doch noch was, ach verdammt: Weiterlesen

Auf nach Mönschfischbachbach

Die neue Dusche

Die neue Dusche

Wir bemühen uns unseren Sohn in den Umzug mit einzubeziehen. Wir halten das für wichtig, damit er auch versteht, was da so um ihn herum so passiert:

„Mama, warum schreit der Papa so? Ist der wütend?“
„Ja, der Papa ist sehr, sehr wütend.“
„Auf mich?“
„Nein, auf einen Handwerker.“
„Ach so.“

Wir haben bisher in seinem Zimmer noch keine Sachen in Umzugskisten verpackt, obwohl bereits reichlich davon überall herum stehen. Wir dachten, es wäre ein Vorteil, wenn er möglichst lange ein intaktes Zimmer hat und wir seine Sachen ganz am Schluss einpacken. Allerdings bekam er dann gestern Panik, weil noch nichts verpackt war: „Das muss auch noch mit, und das, und das…“ Weiterlesen

Update Haussanierung: Noch keine Tapeten, aber W-LAN

Der Vorgarten freut sich auf den Frühling

Der Vorgarten freut sich auf den Frühling

Ich habe länger nicht über die Haussanierung geschrieben, was nicht daran lag, das nichts passiert ist, sondern eher daran, dass man die Fortschritte auf den Bildern schlecht erkennen kann.

Der Vorgarten ist komplett bereinigt und wartet nun nur noch auf die Neuanlage. Letzte Woche waren die „Steinprofis“ aus Krefeld da und haben den Kellerboden abgeschliffen, sowie den Marmorbruch-Werksteinboden aus den 60er-Jahren aufpoliert, eines der wenigen Details, die innen erhalten geblieben sind. Das Badezimmer ist größtenteils gefliest und die Maler sind seit einer Woche am spachteln, was optisch wirklich was hermacht.

Blick von der Diele nach draußen, die Türen sind grundiert, die Wände bereits gespachtelt, der polierte Werksteinboden ist bereits abgedeckt.

Blick von der Diele nach draußen, die Türen sind grundiert, die Wände bereits gespachtelt, der polierte Werksteinboden ist bereits abgedeckt.

Die Innenausbauer sind in den Keller abgewandert und kümmern sich um die Neuanlage der Waschküche, die alte Waschküche ist nun nur noch der Hausanschlussraum. Als nächstes sollen die Kellerwände überarbeitet und der Boden der Garage mit einer Remmers BS 2000 / BS 3000 Beschichtung behandelt werden. Die alten Holztüren sind bereits abgeschliffen und grundiert, was schon echt gut rüber kommt, die endgültige Lackierung soll in „lichtgrau“ erfolgen, was der RAL Farbe 7035 entspricht. Am Wochenende bestelle ich den neuen Handlauf für die Treppe und die Beschläge für die Innentüren, die sollen auch neu. Weiterlesen

Einfach entrümplen

Die Haussanierung geht in die letzte Bauphase, am Montag beginnt der Maler, das Angebot für den Umzug haben wir auch schon erhalten. Wir peilen nun die zweite Märzwoche an, vorher gibt es noch viel zu tun. Jedes Teil, was vorher aussortiert wurde, muss nicht mit umziehen und spart Zeit und Geld.

Bei unserem Sohn sind Bauklötze out, ein Fall für die Kleinanzeigen

Bei unserem Sohn sind Bauklötze out, ein Fall für die Kleinanzeigen

Unseren Erfolg messen wir in „imaginären Umzugskisten“, also wir überlegen uns, wie viele zusätzliche Umzugskisten wir gebraucht hätten, wäre der Kram nicht vorher einer neuen Verwendung zugeführt worden. Dann macht das Aussortieren manchmal sogar Spaß. Zahlreiche Ratgeber helfen einem beim Entrümpeln und schaffen die Motivation es anzupacken.

Wir gehen allerdings immer nach dem gleichen Muster vor, es ist ja schon unser 4. Umzug:

  1. Alte Bücher, DVDs und PC-Spiele an einen Aufkäufer abgeben, bringt nicht viel, spart aber Zeit.
    Ist der Film schon im Fernsehen gelaufen? Brauche ich den wirklich auf einem festen Medium, ist der Film so gut?
  2. Kleiderschränke durchsehen, was habe ich lange nicht mehr angehabt, was passt nicht mehr, brauche ich wirklich 10 Pullover?
    Es ist wirklich erstaunlich, welche Volumen Frauen aus Kleiderschränken an das Tageslicht befördern können. 😉
  3. „Stehrumchen“ entlarven, man braucht nicht 10 Erinnerungsstücke an Tante Erna, ein oder zwei müssen reichen.
    Immer wieder gern genommen: Kistenweise Dias und Fotos von Blumen und Menschen, die keiner mehr sehen will.
  4. Alte Akten wegschmeißen, als Privathaushalt kann alles weg, was älter ist als 2 Jahre, es sei denn, es ist noch Gewährleistung darauf.
    Beliebt ist es auch, Bedienungsanleitungen von Geräten zu horten, die man gar nicht mehr besitzt.
  5. Welche Möbel kommen nicht mit? Vielleicht hier eine Kleinanzeige aufgeben, oder auf den Sperrmüll und zwar vor dem Umzug!
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Abofalle

Wann geht es weiter?

Wann geht es weiter?

Aus Abofallen kommt man nur schwer wieder heraus, vor allem, wenn man gar nicht weiß, wie man da hinein geraten ist.

Freunde von uns haben uns überzeugt, dass wir in einer solchen Falle gefangen sind, und zwar in einer Erkältungs-Abofalle. Es ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, denn Kinder sind ja irgendwie ständig krank, zumindest kann man sehr leicht diesen Eindruck gewinnen. Einige behaupten sogar, dass es noch schlimmer wird, wenn das Kind in den Kindergarten geht. Wir mussten mal wieder die letzten zwei Wochen alle Termine absagen, denn alle waren wir erkältet. Weiterlesen

Tagesvater werden kann kompliziert sein

Tagesvater im Einsatz

Tagesvater im Einsatz

Eigentlich wäre ich diesen Monat komplett ausgebucht gewesen, hätte also drei Kinder zuzüglich meinem Sohn in der Betreuung gehabt. Ein Kind kam allerdings ein ganzes Jahr früher als geplant in den Kindergarten, ein weiteres wurde abgesagt wegen Umzugs und nun ein weiteres, ebenfalls wegen Umzug. Ein Kind sollte im April kommen, dem musste ich nun leider absagen, denn auch wir werden wohl bald umziehen und bleiben nicht in Neuss.

In Viersen gelten im großen und ganzen die gleichen Regeln für die Kinder-Tagespflege wie hier in Neuss, das Zertifikat sollte man aber mitbringen. In meiner Ausbildung zum Tagesvater befinde ich mich in den letzten Zügen, in wenigen Wochen ist die schriftliche, etwas später die mündliche Prüfung. Einen Monat später, vermutlich im April, erfolgt dann (hoffentlich) die Zertifikatsausgabe durch das Jugendamt.

In Viersen kann ich also erst ab April wieder Kinder betreuen, vorausgesetzt ich erhalte vom dortigen Jugendamt eine Pflegeerlaubnis. Immerhin müsste ich dann nicht mehr so viel schleppen und hätte einen eigenen Garten zur Verfügung, dies würde die Tagespflege schon erheblich einfacher machen. Die nächsten Wochen werden sehr spannend. Ich werde natürlich berichten, denn Umzüge gehören für Kinder zu den großen Stressoren.

 

Neuer Server

Die Seite Vollzeitvater.de zieht auf einen neuen Server bei Strato um, es könnte sein, dass die Webseite daher für einige Stunden nicht erreichbar ist. Bis der Umzug vollendet ist, werde ich keine weiteren Artikel veröffentlichen, schreibe aber im Hintergrund fleißig weiter, die Artikel gehen dann nachträglich online.

Nachtrag:

Hat natürlich etwas länger gedauert, ich bitte um Entschuldigung. Das von mir bei Strato gebuchte Web-Paket unterstützte keine SQL-Datenbank-Systeme, diese braucht man aber für ein WordPress-Blog, das hatte ich schlicht übersehen und mich ausgiebig gewundert, warum die Seite nach dem Umzug nicht mehr lief. Mit Unterstützung von dritter Seite war das Problem dann schnell gelöst und nun kann ich wieder fleißig schreiben. Da das Blog ja nun ein wenig Nachholbedarf hat, werde ich versuchen, die nächsten Artikel etwas zügiger zu veröffentlichen. Material habe ich genug. 😉