Ab welchen Alter darf mein Kind mit meinem Handy spielen?

Unser Sohn konnte schon sehr früh einen Tablet-PC bedienen...

Unser Sohn konnte schon sehr früh einen Tablet-PC bedienen…

Ich wurde vor einiger Zeit gebeten, für die neue Men’s Health Dad einen kleinen Gastartikel zu schreiben, das Thema lautet:

„Ab welchen Alter darf mein Kind mit meinem Handy spielen?“

Die Frage geht ein wenig in die Richtung zum Umgang von Kindern und Medien, dazu habe ich in meinem Blog bereits den Artikel Medienerziehung für U3-Kinder“ geschrieben, hier ein Auszug von Januar 2012:

Kinder unter drei Jahren brauchen keine Medien, aber die Eltern brauchen diese.
Wir haben zu Hause die Regel: Der Fernseher ist aus, wenn unser Sohn an ist. Damit ich trotzdem nicht von der Welt abgeschnitten bin, verwende ich ein iPad für Nachrichten und E-Mails. Nun wäre es naiv anzunehmen, dass unser Sohn dieses kleine Gerät, mit dem Papa da spielt, ignorieren würde.
(Wenn es so aussieht, als könnte es mich interessieren, ist es meins.)

Men's Health wird Papa

Men’s Health wird Papa

Der Artikel bezog sich damals explizit auf U3-Kinder, unser Sohn ist inzwischen vier und den Zugang zu Medien haben wir ihm nicht verwehrt. Wie vermutlich in vielen Haushalten liegen auch bei uns diverse Tablet-PC und Mobiltelefone herum, den Kindern den Zugang zu verweigern halte ich weder für sinnvoll noch ziel führend. Weiterlesen

Rollenspiele

Durch Rollenspiele lernen Vorschulkinder ihren Alltag zu meistern und zu verstehen, durch Nachahmen von Erwachsenen begreifen die Kinder ihre Umwelt. Kinder können aus dem Nichts ein Rollenspiel entwerfen:

Junge zu einem Mädchen in der Tagesbetreuung: „Komm, lass uns was spielen, ich mach dreckig, du machst sauber.“

Rollenspiele sind wahnsinnig wichtig für die Entwicklung und die Sprachförderung. Um ein Rollenspiel zu starten, braucht es mindestens zwei Kinder, die miteinander interagieren. Rollenspiele klappen auch mit imaginären Freunden, aber besser sind natürlich echte. 😉

Kinder kommen schneller ans Spielen, wenn einige Utensilien dafür vorhanden sind, dies muss natürlich nicht gleich die perfekte Nachbildung von Papas Werkbank im Kleinformat sein. 🙂

Jetzt geht der Spaß für die Eltern los, die Auswahl an passenden Spielwaren ist riesig. Die Sache hat für uns eine kleine Schwierigkeit, denn bei uns sind ja die typischen Elternrollen vertauscht. Mein Sohn bemerkt das noch nicht, aber wir, wenn wir ihm neue Dinge kaufen wollen, die seinen Drang Rollenspiele zu erleben, fördern sollen. Weiterlesen

Medienerziehung für U3-Kinder

2011: Piet und "sein" iPad

Piet und „sein“ iPad

Kinder unter drei Jahren brauchen keine Medien, also weder Fernsehen noch Radio und auch kein elektronisches Spielzeug aus dem Bereich der Medien, ich denke da an Telefone, iPads und Mini-Computer.

Das ist die Lehrmeinung der Pädagogen, die wir auch in der Ausbildung zur Kindertagespflegeperson vermittelt bekommen haben. Eigentlich wäre damit dieser Artikel schon beendet, denn aus Sicht eines Pädagogen ist jede weitere Diskussion an dieser Stelle überflüssig und dieser Meinung schließe ich mich auch an:

Kinder unter drei Jahren brauchen keine Medien… Weiterlesen

Nix ist richtig

Ab in den Käfig und Deckel drauf...

Ab in den Käfig und Deckel drauf…

Seit drei Tagen ist bei uns dicke Luft zu Hause. Vielleicht liegt es daran, dass wir alle schwer erkältet sind, vielleicht ist auch einfach nur die Zeit reif gewesen.

Egal was wir (Eltern) machen, für unseren Sohn ist es immer falsch. Da landet zum Beispiel das Apfelmus auf der falschen Seite vom Teller, obwohl man gar nicht wusste, dass es eine richtige Seite gibt. Das Resultat ist ein Schreianfall von ca. 15 Minuten mit anschließendem Nörgelton, bis das Nächstbeste falsch läuft und die Schreiattake wieder von vorne beginnt.

Wie gesagt, seit drei Tagen, von morgens bis abends. Ich bin wirklich fertig mit den Nerven, aber nachgeben führt auch zu nichts, daher bin ich einfach schon beim ersten Ansatz hart, eben mit den entsprechenden Folgen.

Hoffentlich lässt diese Phase schnell wieder nach.

Loslösgruppe

Heute ist der zweite Termin für die Loslösgruppe im Kindergarten. In der Loslösgruppe werden U3-Kinder auf den Kindergarten vorbereitet, die Trennung von den Eltern (Bezugspersonen) wird geübt.

Dies soll später den Eintritt in einen Kindergarten erleichtern. Letzte Woche waren wir mit unserem Sohn das erste Mal dort, heute ist nun der zweite Termin.

Während ich dies schreibe, ist mein Sohn im Kindergarten, „alleine“. Ich konnte heute bereits nach wenigen Minuten gehen, es gab keinerlei Trennungsängste. Eine gute Stunde habe ich für mich, die Gelegenheit habe ich genutzt um…

… endlich mal in Ruhe die Wohnung zu putzen und diesen Artikel zu schreiben.

Es ist zwar kaum zu fassen, aber ich habe es genossen. 😉

Post haben wir heute auch bekommen, die Rechnung für die Eintragung der Vormerkung für das neue Haus, in wenigen Tagen werden wir dann wohl endlich bezahlen dürfen. Juhu!

Karnivore

Bei uns zu Hause wird ja eher speziell gegessen, wir geben Piet aber meistens die Wahl, was er essen mag. In den meisten Fällen ist aber das, was wir auf dem Teller haben, viel spannender.

Seit einiger Zeit übt er „meins“ und „deins“, beim Essen in der Regel zu unserem Nachteil. Als ich mir vor einigen Tagen zwei geräucherte Hähnchenschenkel zu Abendessen auftischte, kam unvermittelt von rechts ein:

„Piets?“ … „PIETS!“

Seine Hand schoß mit Lichtgeschwindigkeit hervor und ergriff den zweiten Schenkel. Mit meiner Annahme, dass ein kompletter Schenkel vielleicht doch eine zu große Herausforderung für ihn ist, lag ich natürlich völlig falsch.

HAAAA...

HAAAA…

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Dunda? … DUNDAAAA!!!

Mit dem Laufrad unterwegs.

Mit dem Laufrad unterwegs.

Kinder müssen eigene Erfahrungen sammeln. Manchmal ist das für Eltern schwer zu ertragen, weil man weiß, wie es ausgeht. Aber gerade dann sind die Lernerfolge meist am größten.

Heute war so ein Tag. Wir sind mit dem Laufrad unterwegs gewesen, Piet wollte zum Naturschutzgebiet. Auf dem Rückweg kamen wir an der berühmten Rodelstrecke vorbei, wo Piet sich mit dem Schlitten heldenhaft in die Tiefe stürzte.

Der asphaltierte Weg hinunter zum Rhein hat ein ganz gutes Gefälle, eine super Übung für das Laufrad fahren. Piet war das aber offenbar nicht spannend genug. Ich wollte gerade fotografieren, wie er den Weg hinunter kommt, als er sich quer stellte, mich ansah und fragte: „Dunda?“ (runter?) Weiterlesen

A Dance With Dragons

A Dance With Dragons

A Dance With Dragons

Ich lese zurzeit „A Dance with Dragons„, besser bekannt als Fernsehserie „Game of Thrones„. Vermutlich wird es die Serie nicht bis zu diesem Buch schaffen, wäre auch nicht schlimm, die Buch-Reihe lässt merklich nach. Piet hat sich sein Karnevalskostüm selbst ausgesucht und hat sich passend zum Buch für einen Drachen entschieden. Damit war er zumindest beim KiBoTu der Einzige, der in diesem Kostüm erschien.

Mit Muttis Mütze

Mit Muttis Mütze

Piet verkleidet sich sehr gerne und nimmt vorzugsweise Kleidungsstücke von Mama und Papa um sich stylisch anzuziehen. Er hat einen ungewöhnlich guten Geschmack und kombiniert meist sehr putzig. Andere Kinder können mit Verkleiden so rein gar nichts anfangen. Aber warum sollte es bei Kindern anders sein, als bei Erwachsenen? Ich bin trotzdem froh, dass Piet daran wirklich Spaß hat, es wäre wirklich blöde, ihn in ein Kostüm zwingen zu müssen.

Ich habe noch ein weiteres Kostüm in Reserve, dieses bekommt er an Altweiber, wenn wir hier zum Zug gehen. Ich nenne es den Heimwerker-König*, andere würden es vermutlich Bob der Baumeister oder so nennen, obwohl ich darauf geachtet habe, keine derart gebrandeten Utensilien zu erwerben. Er bekommt einen CAT-Bauhelm, einen BOSCH Werkzeuggürtel, eine Cord-Latzhose und ein Flanellhemd mit CAT-Arbeiter-Weste. Genaugenommen war das Kostüm so recht teuer, aber er kann das meiste ja regelmäßig wieder verwenden. Ich bin ja mal gespannt auf sein Gesicht.

*Hinweis: „Heimwerkerkönig“ bezieht sich auf die Fernsehserie Hör mal, wer da hämmert

U3

Der U3 Untersuchungstermin war kurz und  für Piet weitgehend schmerzlos.

Ein super netter Arzt, er war eine Empfehlung unserer Hebamme, da wir vor Ort erstaunlicherweise keinen Kinderarzt haben.

Mit dem Auto sind es 8 Km von Grimmlinghausen nach Reuschenberg, mit dem Fahrrad sind es keine 5 Km, also noch in absolut akzeptabler Entfernung von uns weg. Als wir ankamen, wollte die „ärztliche Fachangestellte“, so stand es auf ihrem Schild, die Versicherungskarte unseres Sohnes sehen. Blöd nur, die haben wir noch nicht, mit der Steuernummer von Piet konnte Sie leider nichts anfangen, aber immerhin haben wir die schon mal. 😉

Als wir so im Wartezimmer saßen, hörten wir unglaubliche Schreie und Gebrüll aus dem Nebenraum. Uns wurde ganz anders, hier werden offensichtlich Kinder geschlachtet oder zumindest grob mißhandelt. Als wir den Arzt darauf ansprachen sagte er schlicht: „Die kleine Dame hatte sehr viel Temperament, so viel haben wir hier sehr selten.“
Das war aber eine sehr politische Formulierung für „kleine Super-Terror-Göre“. 🙂

Piet war wie immer sehr tapfer, pieselte den Arzt aus Dankbarkeit nett an und pupste anschließend, dass die Wände wackelten. Das Ergebnis der Untersuchung ergab, dass er kerngesund ist und vorbildliche Hüftknochen hat. Schön.