Nicht ohne meine Tatze

Uns Deutsche erkennt man im Ausland immer schon vom weiten. Früher trug man als guter, deutscher Tourist ein (Hawai-)Hemd, kurze Hose und weiße Socken in Sandalen. Wer dies heute macht, ist ja schon fast wieder cool.

Aber nur fast. 🙂

Heutzutage trägt der modebewusste, germanische Tourist Funktionskleidung, entweder vom Kafferöster und Discounter, oder als Markenware, vorzugsweise mit großer Tatze drauf. Damit geht man zum Bäcker oder eine Runde um sein Haus spazieren. Ach ne, das heißt ja jetzt „Walking“.

Natürlich trage ich auch Funktionskleidung, ich bin ja auch Deutscher. Aber bestimmte Marken, wenn ich schon Funktionskleidung tragen möchte, kommen nicht in Frage. Also zum Beispiel keine „Wolfshaut“, oder womöglich „das Gesicht des Nordens“. Das ist einfacher gesagt, als getan, denn in den üblichen Kaufhäusern und Sportgeschäften gibt es praktisch immer nur die bekanntesten Marken.

Als ich mich in meinem Bekanntenkreis bei den Leuten umsah, die wirklich Wandern, Klettern, Surfen und sonst was „outdoor“ machen, fiel mir auf, dass die zwar alle hochwertige, spezielle Kleidung trugen, aber weit und breit keine „Tatze“ zu sehen war. Interessant. Auch mit Discounter-Ware kommt man wohl nicht so weit, wenn man die Sachen „wirklich“ benutzt. Für den Weg zum Bäcker reicht es natürlich völlig aus. 😉 Da wir ja mit Piet demnächst nun längere Strecken wandern (neudeustch „Hiken“) und Radfahren („Bike-Trekken“) wollen, möchten wir uns auch entsprechend mit Funktionsklamotten neu einkleiden. Weiterlesen

Ein Fuß wie ein Mammut

In der letzten Woche war ich jeden Tag mit meinem Sohn wandern. Er saß entweder im Tragesitz, oder in seinem Buggy. Das ist eigentlich unser Kinder-Fahrradanhänger, den wir zum Buggy umrüsten können. Der Cougar lässt sich viel leichter schieben, als ein normaler Kinderwagen. Ideal für ausgedehnte Fußmärsche.

Ich bin nicht unbedingt gut zu Fuß, 220 Pfund wollen erst mal bewegt werden. Vor allem fiel mir auf, dass meine Schuhe dafür definitiv nicht ausgelegt sind. Nach einer Stunde schmerzten meine Füße sehr eindrucksvoll.
In den letzten Tagen hatte ich viele Berichte über den Appalachian Trail gelesen und in diesem Zusammenhang auch die Erfahrungen über die Ausrüstung mitbekommen. Da ich ohnehin neue Schuhe brauchte, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, mir die Hiking oder Walkigschuhe mal genauer anzusehen. Ich habe davon wirklich keine Ahnung, also fuhren wir in ein Fachgeschäft. Zuvor hatte ich mich bei Amazon grob orientiert.

Seit meiner Zeit als aktiver Judoka der „Bärenliega“ (+100 Kg),  habe ich überdehnte Bänder an den Fußgelenken, Halbschuhe kommen daher nicht in Frage, damit knicke ich permanent um. Schuhe fürs „harte“ Gelände brauche ich aber auch nicht, ich habe nicht vor Berge zu besteigen, sondern im Grafenberger Wald spazieren zu gehen.

Von der Auswahl an Marken war ich schlicht überwältigt. Von den Preisen im übrigen auch. 🙂

Viele AT-Hiker waren mit Meindl und Lowa unterwegs, mich interessierten daher besonders die Meindl Vakuum Modelle, die von der Beschreibung her gut zu mir passen würden. Im Fachgeschäft war die Auswahl dann doch sehr übersichtlich, da die Halbschuhe ja nicht in Frage kamen. Mit der Beratung war es auch nicht weit her, ohne Verkäufer ist das auch schwierig. Wir probierten es daher noch einmal bei Karstadt-Sport, die auch über eine gute Trekking-Abteilung verfügen. In dem Laden in Düsseldorf kaufe ich öfters ein.  Karstadt hatte die Meindl Vakuum GTX im Gegensatz zu „McTrek“ vorrätig, so dass ich diese anprobieren konnte. Weiterlesen

„Ran an den Speck! kidsgo FamilienPost für Guido“

Da ich ja jetzt ganz offiziell ein Autor für „vaeterzeit.de“ bin und dort ein Tagebuch über meine Erlebnisse als Vollzeitvater führe, habe ich mich auch auf der „Mutterseite“ des Verlags von Väterzeit umgesehen.

Dort bin ich auf die Produkttests aufmerksam geworden, es wird ein Tester für das „Stokke New Born Set“ gesucht. Das ist ein Aufsatz für den Tripp Trapp, welchen wir ja netterweise geschenkt bekommen haben. Ich habe mich direkt mal beworben, denn so könnten wir den echt tollen Kindersitz schon sofort nutzen. Drückt mir mal die Daumen. 🙂

Mit der Bewerbung habe ich mich direkt für den Newsletter angemeldet. Den ersten Newsletter von kidsgo habe ich soeben erhalten:

„Liebe Guido,

es ist schon toll, wie man sich als Schwangere sogar unter Beobachtung anderer dem Heißhunger hingeben darf. Aber ach, wäre da nicht das Spiegelbild nach der Geburt. Schlaffbauch, dicker Hintern und noch so einiges mehr macht beim eigenen Anblick nicht wirklich Spaß.

Doch mit Stillen, durchdachter Ernährung und dem richtigen Quäntchen Sport hat man schnell die alte Figur wieder. […]“

Hmm, dass die Kidsgo Seite sich eher an Mütter als an Väter wendet, war mir klar, aber der Newsletter ist schon hart. Die könnten ja bei der Bestellung des Newsletters fragen, ob man ein Mann oder eine Frau ist.
Ich habe beim ersten Lesen schon gestaunt.

Von der falschen Anrede abgesehen ist der Text ja durchaus passend. „Schlaffbauch, dicker Hintern“, woher wissen die das bloß? Weiterlesen

Das Gen vom Opa.

Als meine Frau und ich erkannt hatten, dass wir eine Woche lang nicht das Haus verlassen hatten, fassten wir einen Entschluss: Das Wetter ist so schön, heute gehen wir mit unserem Kind an die frische Luft.

Zuerst wollte ich aber mein Sport-Defizit etwas ausgleichen und habe mich auf mein Rad geschwungen. Das Wetter war perfekt zum Radfahren. Leider dachten dies ca. eine Million andere Radler auch. Wenn alle diese Menschen mit dem Rad zur Arbeit und zum Einkaufen fahren würden, hätten wir definitiv kein CO2 Problem. 😉

Ich bin ein kleines Stück den Erft-Radwanderweg rauf, dann vor Holzheim über Reuschenberg nach Neuss rein, durch die Innenstadt an den Rhein und über einen Teil vom Erlebnisweg Rheinschiene zurück nach Hause. Das waren vielleicht 25 Km, also eine Runde um den Block. Genau kann ich das leider noch nicht sagen, denn ich habe mit für mein recht neues Rad, ein Radon TCS 9.0 Disc, noch keinen Tacho geholt.

Da ich nun ja nicht mehr mit dem Rad zur Arbeit fahre, möchte ich demnächst mit meinem Sohn einige Touren machen. Dazu fehlt uns noch der Anhänger, dazu später mehr in einem anderen Artikel. Weiterlesen