Das erste Tageskind

Plötzlich ging alles ganz schnell: Ein Anruf vom Jugendamt am Donnerstag, das Elterngespräch am Freitag, das Tageskind zu Hause am Montag. Da ist mein erstes Tageskind gleich ein „Notfall-Platz“, sprich: Auf die letzte Minute.

Alles, was ich in dem Kurs zur Tagespflegeperson über die optimale Eingewöhnung gelernt habe, ist über den Haufen geworfen, das nennt man wohl „Realitäts-Check“. 🙂

Ich werde das Beste daraus machen, meine Ansprechpartnerin im Jugendamt meinte dazu: „Sie wollten doch eine Herausforderung, jetzt haben Sie eine.“

Hmm, blöd ist nur, ich kann mich gar nicht erinnern, dies im persönlichem Gespräch geäußert zu haben. 😉 Was solls, das Kind versteht sich mit unserem Sohn, die Anzahl der Stunden passt auch, das wird jetzt schon irgendwie klappen.

Damit ist ein zweiter Platz ab sofort vergeben, einer ist noch frei. So langsam bekomme ich die Hütte hier voll. 🙂

Das Betreuungsgeld

Gerade hat Frau Hasselfeldt (CSU) es im Bundestag noch einmal erklärt, das Betreuungsgeld: Mütter  Eltern sollen die Art der Betreuung frei wählen können. Ach so, gut, dass es mir endlich mal jemand verständlich gemacht hat. 🙂

Also, wer sein Kind im 2. Lebensjahr zu Hause betreut, bekommt 100,00 Euro, im Dritten sind es dann sogar unglaubliche 150,00 Euro. Für das erste Jahr gibt es ja das Elterngeld, welches ich selbst auch beantragt habe.

Das Elterngeld ist eine echte Lohnersatzleistung, ich darf und muss nicht neben der Betreuung meines Sohnes arbeiten gehen, um einen Beitrag zur Familienkasse zu leisten. Ich finde dies generell eine tolle Sache, obwohl ja auch das Elterngeld umstritten ist, weil zu teuer für den Staat. Der Anteil der Männer in Elternzeit steigt übrigens weiter: Väter und Karriere

Es geht nun aber um das zweite und dritte Jahr, bevor das Kind in den Kindergarten kommt. Ich kann natürlich nur aus meiner Sicht schreiben und bin daher nicht unbedingt objektiv. Was mache ich nun, wenn das Elterngeld ausläuft, also im März 2012? Ich kann…

  1. …einfach zu Hause bleiben und meine Frau arbeiten schicken
  2. …meinen Sohn 45 Std. in eine Kita schicken und eventuell Vollzeit arbeiten gehen
  3. …eine Tagespflegeperson beauftragen, oder eine Kita wählen unter 45 Std. und Teilzeit arbeiten gehen
  4. …eine Nanny einstellen und arbeiten gehen
  5. …selbst als Tagesvater arbeiten und meinen Sohn nebenbei mit betreuen

Was bedeutet diese Wahlmöglichkeit nun? Weiterlesen

Frauenquote und Männerquote

Jeweils am Montag Abend findet noch einige Wochen meine Ausbildung zur Tagespflegeperson statt. In dem Kurs sitze ich ja bekanntlich als einziger Mann. Bei insgesamt 13 Teilnehmern bedeutet dies eine Männerquote von deutlich unter 10%.
Das ist bisher immer ganz nett gewesen, aber wie man sich vorstellen kann, wäre für mich eine etwas höhere, männliche Beteiligung auch nicht schlecht. Da ich nun leider keine Männer in den Kurs zaubern kann, suchte ich nach einem kleinem Ausgleich und wurde unverhofft fündig.

Der Stammtisch der Piratenpartei in Neuss fand gestern statt, da bin ich, aus Interesse, auch hingegangen. Anwesend waren 31 Personen, davon fünf Frauen. Dies ergibt eine Männerquote von 84%, wobei der Redeanteil der Frauen gefühlt mindestens fünfzig Prozent war. 😉 Was in diesem Fall allerdings sehr positiv gemeint ist. Egal in welcher Diskussion, eine ausgeglichene Runde ist immer ein Vorteil. Den Piraten wird ja in den Medien häufig vorgeworfen, eine reine Männerpartei zu sein, empfunden habe ich es gestern zumindest nicht so. Weiterlesen

Alles, das wert ist getan zu werden, ist auch wert für Geld getan zu werden.

Gestern war der erste Tag meiner Fortbildung zur Tagespflegeperson, also zum sogenannten „Tagesvater“. Es war ja im Vorfeld nicht ganz einfach, wegen der terminlichen Schwierigkeiten, die Genehmigung vom Jugendamt zu erhalten. Es hat aber dann ja doch noch geklappt. Ich kann und darf zu der Fortbildung nicht viel schreiben, da wir eine „Verschwiegenheitserklärung“ unterzeichnet haben. Ein wenig möchte ich dann aber doch weitergeben, damit zumindest nachvollzogen werden kann, um was es eigentlich geht.

„Die erkennbaren Professionalisierungstendenzen (Qualifizierung, Sozial- und Unfallversicherung der Tagespflegepersonen) verändern diese Tätigkeit von der honorierten, ehrenamtlichen Kinderbetreuung zum Beruf.Wikipedia

Die Gruppe besteht aus 12 Frauen und mir. Alle Altersklassen, von jung und ohne eigene Kinder, bis hin zur erfolgreichen Oma ist alles dabei. Gut ein Drittel sind bereits ausgebildete Erzieherinnen oder studierte Sozialpädagoginnen, was mich zuerst sehr verwundert hat. Es ist aber wohl so, dass auch wer schon eine derartige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, genau diese  Zertifizierung nachweisen muss, um mit Kindern unter drei Jahren arbeiten zu dürfen. Ausgebildete Erzieher und ähnlich qualifizierte dürfen die dreistufige Ausbildung um gut ein Drittel abkürzen, um die Zertifizierung zu erhalten. Auf der anderen Seite darf man als zertifizierte Tagespflegeperson die Ausbildung zum Erzieher um ein Jahr verkürzen.

Der erste Tag brachte jetzt noch nicht viele neue Erkenntnisse, aber die Gespräche mit den anderen Teilnehmern waren durchaus interessant. So eine gut durchmischte Gruppe hat auch seine Vorteile. In erster Linie ging es darum, sich vorzustellen und die Beweggründe für die Ausbildung zu ergründen und zu erläutern.

Von den aktiven Betreuern in der Kindertagespflege abgesehen, für die die Teilnahme ein „Muss“ ist, hatte ich eine Art Deja Vu des Vorgesprächs beim Jugendamt. Ich scheine so ziemlich der Einzige zu sein, der es wegen des Geldes machen möchte. Das Piet nicht alleine aufwachsen soll, spielt aber durchaus auch eine Rolle.

Ich habe als „Nerd“ dazu eine klare Meinung: Weiterlesen

Die Eignungseinschätzung

Heute war das Jugendamt da. Um es kurz zu machen, ich habe die „Bescheinigung über eine erste Eignungseinschätzung“ erhalten. Damit kann ich mich nun zum Kurs für die Tagespflegeperson anmelden, oder besser gesagt, erneut anmelden.

100 Liegestütze

100 Liegestütze

Der Kurs würde dann im September starten und bis Ende Dezember gehen, inkl. dem Lehrgang „Erste-Hilfe für Babys“, welcher ebenfalls Bedingung ist. In der Zwischenzeit beantragen wir die erweiterten Führungszeugnisse.

Die nette Dame vom Amt erinnerte mich an die Notwendigkeit von Werbung in eigener Sache und Hinweisen für andere Eltern, was ich gut finde und was eben nicht. So sollen Mißversträndnisse so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Weiterlesen