Lieblingsgerichte der Kinder, gluten- und caseinfrei (gfcf)

Kinder haben Lieblingsgerichte, die meisten Erwachsenen auch. Die üblichen Verdächtigen bei den Kindern sind schnell genannt, dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe heute einige Tagesmütter befragt.

Hier die typische Hitliste:

  • Nudeln mit roter Sauce
  • Fischstäbchen mit Bratkartoffeln
  • Pizza, hausgemacht

In Haushalten in denen “normal” gekocht wird, sind dies sicherlich die Klassiker der Kinderküche. Bei mir gibt es diese allerdings nicht, denn ich koche grundsätzlich gluten- und caseinfrei, auch für die Kinder. Die Hintergründe dazu gibt es an vielen Stellen hier im Blog.

Meine Kindergerichte sind ebenfalls eher einfach, daher tauchen diese hier im Blog selten auf. Gestern hat mich aber ein sehr nettes Kommentar erreicht, da wollte ich heute mal die Lieblingsgerichte meines Sohnes und des Tageskindes posten.

“[…]Wir haben unsere Ernährung auf gf/cf wegen des Autismus unseres Sohnes umgestellt […] Zudem bist Du unser Mittagessenretter…mir fällt im Moment nämlich nichts mehr ein, da unserer Kleiner auch nicht alles isst.”

LG, Steffi

Also hier die top drei Gerichte bei uns am Mittagstisch:

  • Blumenkohl-Hack, das Rezept gibt es schon hier im Blog
  • Gemüsepfanne mit Schmand,  ergänzend Seelachsfilet
  • (Süß-)Kartoffeln mit roten Linsen, ergänzend Mini-Bratwürste

Erstaunlich ist der sehr hohe Gemüseanteil in den Lieblingsgerichten. Meine beiden hauen sich ganz ordentliche Portionen weg, wenn es eines dieser Gerichte gibt. Bisher koche ich noch ohne Bratwürste und Fisch, aber wenn  die Kinder älter werden, sind das tolle Ergänzungen.

 

Rezept: Kartoffeln mit roten Linsen

500 g Kartoffeln schälen und würfeln, 50 g rote Linsen waschen und beides zusammen aufkochen. 25 Minuten kochen, die Flüssigkeit abgießen, stampfen, salzen und buttern. Butter ist praktisch caseinfrei, wer es ganz genau nimmt, verwendet Soja-Sahne stattdessen. Mit Süßkartoffeln kann man das sehr einfache Gericht gut variieren, ein Teelöffel Garam-Masala macht es exotisch, aber nicht alle Kinder mögen das.

 

Rezept: Bunte Gemüsepfanne

 

Gemüsepfanne

Gemüsepfanne

Die bunte Gemüsepfanne ist eigentlich ein Reste-Essen, aber sie schmeckt uns so gut, dass ich auch schon mal extra dafür einkaufen gehe. Was in der Pfanne landet, bestimmt die Saison und das Angebot, das unten stehende Rezept ist also nur als ein Beispiel zu verstehen, auch bei mir ist sie immer etwas anders zusammengesetzt.

Zuerst kommen die Zutaten in den Topf, die die höchste Garzeit haben und/oder die besten Röststoffe bilden. In Olivenöl habe ich heute eine rote Zwiebel, eine Stange Lauch, zwei Stangen Staudensellerie und eine Handvoll Wachsbohnen angebraten, dann kamen zwei Paprika dazu. Es folgten Karotten, ein Kohlrabi, ein achtel Weißkohl, ein halber Spitzkohl und eine Aubergine.

Wenn alle Zutaten im Topf versammelt sind, kommt der Deckel drauf, die Hitze nun reduzieren und alles einige Minuten köcheln lassen, bis sich Flüssigkeit am Boden gebildet hat. Jetzt kommt Schmand, Tomatenmark und ein Esslöffel Rübenkraut (Honig) dazu, gewürzt wird mit Salz und einer Kräutermischung, wie “Cafe de Paris”, “der Provence”, oder “italienische Mischung”, was eben gerade greifbar ist.  Das Gemüse noch kurz durchziehen lassen, der Herd kann dafür schon ruhig aus sein.

Die oben genannten Mengen reichen für vier große Portionen als Hauptmahlzeit. Der Schmand ist nicht caseinfrei, enthält aber, wie Sahne, sehr wenig davon. Ich vertrage es ohne Probleme, es eignet sich aber auch Soja-Sahne sehr gut.

Nähwerte je Portion (4): Kohlenhydrate 27 g, Fett 20 g, Eiweiß 8 g

Die ersten Tage mit Tageskind

Die Feuerwehr hat auf meinen Sohn mächtig Eindruck gemacht.

Die Feuerwehr hat auf meinen Sohn mächtig Eindruck gemacht.

Heute Morgen kam, wie verabredet, mein erstes Tageskind, ohne dass eine Begleitperson dabei geblieben ist. Es klappte alles erstaunlich gut, der Sohn hatte zwischendurch einen kleinen Anfall von Eifersucht, der ging aber auch schnell wieder vorüber. Ansonsten waren sich die Beiden völlig darin einig, in welcher Reihenfolge die Wohnung nun am besten auseinander zu nehmen wäre.

Nach dem Eintreffen um 7:30 Uhr haben wir erst noch ein wenig gefrühstückt, wir hatten die Balkontüre zum Lüften auf gemacht. Es roch ein wenig verbrannt, da hatten wir uns aber nichts bei gedacht. Meine Frau fuhr dann zur Arbeit, ich blieb mit den Pens zurück. Wir verzogen uns in das Spielzimmer. Gegen 10:00 Uhr kehrten wir für einen Snack in das Wohnzimmer (Esszimmer) zurück. Ich blickte aus dem Fenster und meinte Rauch gesehen zu haben, im Flur roch es ebenfalls nach Rauch. Kein gutes Zeichen. Jeder kann ja mal was auf dem Herd anbrennen haben, aber nach zwei Stunden sollte das längst vorbei sein.

Ich ging mit den Kindern auf den Balkon, konnte aber nichts erkennen. Als gegen 11:00 Uhr das Tageskind wieder abgeholt wurde, bat ich beim Verlassen kurz zu schauen, ob irgendwo Rauch herauskommt. Offenbar qualmte es in unserem Haus aus dem Küchenfenster der 1. Etage. Ich schnappte mir unser Kind und einen Feuerlöscher und ging klingeln, keiner öffnete.  Ich stellte die Haustüre auf und rief, wieder oben in der Wohnung, die Feuerwehr an.

Wenige Minuten später kam ein Leiterwagen, ein Löschzug, ein Rettungsdienst und die Polizei mit Tatütata angefahren. Die rannten zuerst alle an der Wohnung in der ersten Etage vorbei und standen dann bei mir vor der Türe:

“Nein bei mir brennt es nicht, aber ich habe angerufen, sehen sie mal in der ersten Etage nach, da, wo der Rauch aus dem Fenster heraus kommt.”

Das Kind war total geflasht. Dass er eines Tages auf Traktoren steht, so wie das Kind unserer Freunde, wird nun wohl nicht mehr passieren. Der Leiterwagen der Feuerwehr war einfach zu spannend. Ich schloss wegen des Gestanks wieder unsere, dankenswerter Weise, gasdichte Türe. Eine ganze Zeit später rückten alle wieder ab, nur die Polizei blieb noch eine Weile da, um die Wohnung zu “bewachen”, bis die Eigentümer von der Arbeit an gebraust kamen.

Ich kam mir anfangs schon blöd vor, wegen Rauch aus dem Küchenfenster die 112 zu wählen, aber es war wohl doch die richtige Entscheidung. Der Herd hatte einen Kurzschluss und einige Papiere in der Nähe waren verkohlt, dies hätte auch anders ausgehen können. Größerer Schaden ist offenbar nicht entstanden, alles noch mal gut gegangen.

Im Bekanntenkreis haben wir mehrere Feuerwehrleute, wenn unser Kind nun tatsächlich auf Feuerwehr “geprägt” ist, kann ich zumindest Informationen aus erster Hand bekommen.

Was mich allerdings gewundert hat, ist, dass niemand der Nachbarn, die das Fenster direkt einsehen konnten, die Feuerwehr bereits früher gerufen hat. Von ganz oben und um die Ecke habe ich ja nur sehr wenig mitbekommen, andere waren ebenfalls zu Hause und sind eigentlich näher dran gewesen. Beruhigt hat mich allerdings, dass die Feuerwehr, ohne Probleme, mit dem großen Leiterwagen in durch die Spielstraßen gekommen ist. Ich hatte mich wirklich gefragt, was ich gemacht hätte, wenn es zu einem richtigen Brand gekommen wäre und ich mit eventuell vier Kindern im dritten Stock fest gesessen hätte. Rauchmelder retten Leben und alarmieren auch die Nachbarn, dazu immer einen vollwertigen Feuerlöscher in der Wohnung haben, die kosten teilweise weniger als 20,00 Euro. Ich habe schon zweimal einen gebraucht, heute fast ein drittes Mal.

Einige tage später…

Im Moment weiß ich wirklich nicht, wie andere Tagesmütter und Tagesväter das mit fünf Kindern jeden Tag machen, ich finde zwei schon eine echte Herausforderung.

Natürlich ist es jetzt gerade besonders anstrengend, weil die Kinder sich noch besser kennenlernen müssen, das Tageskind mich besser kennen lernen muss und vor allem auch die Regeln bei uns verstehen muss. Ich bemühe mich um einen immer gleichen Tagesablauf (Rituale), damit die Eingewöhnung besser funktioniert. Morgens frühstücken wir gemeinsam gegen 7:30 Uhr, als erste Handlung, wenn das Tageskind bei uns ankommt. Danach nehmen die beiden Jungs die Wohnung auseinander,  zwischen 9:00 Uhr und 10:00 Uhr genehmigen sie sich einen Obst-Snack und dann geht es raus an die frische Luft.

Heute waren wir bis halb zwölf draußen, die kleinen Racker waren dann schon regelrecht am Verhungern, zum Essen kochen reichte die Zeit daher nicht mehr. Kartoffelpüree mit Apfelmus (Himmel und Erde) gibt es so eben Morgen, heute gab es kurzerhand Rührei auf die Schnelle. Hat offensichtlich auch geschmeckt.

Ich versuche gerade dem Tageskind beizubringen, am Kinderwagen zu bleiben und nebenher zu laufen. Die Eltern haben das bisher noch gar nicht trainiert. Da bei ihm mit 16 Monaten bereits die Trotzphase kräftig beginnt, war es ein harter Kampf, aber es muss sein. Für die Runde um den Block haben wir eine gute Stunde gebraucht, danach waren wir beide erschöpft, mein Rücken grüßt mich jetzt schon.

Auf dem Spielplatz konnten sich dann beide abreagieren, dort war richtig viel Betrieb. Schätzungsweise 8 oder 9 Kinder bis zwei Jahre, die Spielsachen wurden wild getauscht, glücklicherweise hatte jeder etwas anderes mit. So ging die Zeit zügig herum. Mein Sohn hat heute Mittag kaum geschlafen, er bekommt gerade drei Zähne, was ihm sichtlich zu schaffen macht. Wenn um 14:00 Uhr das Tageskind abgeholt wird, habe ich sonst noch eine Stunde Zeit, die Bude wieder vorzeigbar zu machen und selber etwas zu essen, heute nicht.

Dafür kommen mir jetzt die Nachmittage mit nur einem Kind extrem erholsam vor.

 

Die U6 und das erste Tageskind

Die U6

Es war mal wieder soweit, die nächste “U” war bereits überfällig, einen Termin bekamen wir kurzfristig für heute Morgen, trotz des Brückentages. Als wir gegen 11:00 Uhr beim Kinderarzt eintrafen, gab es keine freien Plätze mehr im Wartezimmer, die Luft war heiß und stickig. Juhu, so macht warten Spaß.

Unser Sohn war wieder voll im Explorationsmodus und untersuchte alles ganz genau. Irgendwie finde ich es ja schon seltsam, dass unser Kind das Einzige im Wartezimmer war, das von einer offenen Tür magisch angezogen wurde. Kaum war die Tür zum Wartezimmer offen, war der Sohn auch schon auf dem Weg nach draußen, nichts konnte ihn aufhalten: Kein Spieltunnel, keine Kuscheltiere, kein Maxi-Cosi, alles wurde sorgsam unter- oder überkrabbelt.

Die Untersuchung an sich ging dann schnell und schmerzlos, denn wegen der Erkältung konnte das Kind heute nicht geimpft werden. Das Fazit des Arztes: “Ein tolles und optimal entwickeltes Kleinkind haben sie da.”

Vermutlich sagt er dies zu allen Eltern, trotzdem freut es einen immer zu hören, dass alles in Ordnung ist.

Hier noch die aktuellen technischen Daten:

  • 12,5 Monate alt, wenig Kilometer
  • Gewicht: 8,6 Kg
  • Länge: 76 cm
  • Kopfumfang: 46 cm

 

Das erste Tageskind

Am Donnerstag rief das Jugendamt an, ein erstes Elterngespräch folgte am Freitag, das erste Tageskind bei uns zu Hause am Montag, das ging jetzt schnell.

Mein erstes Tageskind gleich ein “Notfall-Platz”, sprich: Auf die letzte Minute.

Alles, was ich in dem Kurs zur Tagespflegeperson über die optimale Eingewöhnung gelernt habe, ist über den Haufen geworfen, das nennt man wohl “Realitäts-Check”.

Ich werde das Beste daraus machen, meine Ansprechpartnerin im Jugendamt meinte dazu: “Sie wollten doch eine Herausforderung, jetzt haben Sie eine.”

Hmm, blöd ist nur, ich kann mich gar nicht erinnern, dies im persönlichem Gespräch geäußert zu haben.

Was soll es, das Kind versteht sich mit unserem Sohn, die Anzahl der Stunden passt auch, das wird jetzt schon irgendwie klappen.

Damit ist ein zweiter Platz ab sofort vergeben, einer ist noch frei. So langsam bekomme ich die Hütte hier voll.

Der erste Kindergeburtstag

Es heißt, für jedes Jahr soll das Kind ein Gastkind einladen dürfen. Das wäre ja nur ein Kind gewesen, das fanden wir irgendwie zu wenig. Daher haben wir vier Kinder mit Begleitpersonen eingeladen und dafür als Ausgleich die gesamte Verwandtschaft ausgeladen. Die kommen nun schön verteilt im laufe der nächsten Tage. Gekommen sind dann letztendlich zwei Kinder, genauer gesagt zwei Mädchen mit den Müttern. Die Väter waren krank bzw. verhindert, schade.

Unser Kind fand es leider nicht so schön, wie wir es gerne gesehen hätten. Er spielt zwar mit großer Begeisterung mit anderer Kinder Spielzeug, wenn wir woanders sind, aber sein Spielzeug teilen ist offenbar ein Konzept, das er bisher nicht vorgesehen hat. Er fand es total blöd, dass die Mädels auch Spaß mit seinem Kram hatten. Da wurde uns beiden noch einmal dringend klar, dass wir schnellstens ein Tageskind brauchen, damit der Sohn rechtzeitig teilen lernt.
Er brüllte also die halbe Zeit, statt sich mit seinen Gästen zu beschäftigen. Hmm, dumm gelaufen.

Unsere Katze erklärte den beiden neuen Kindern direkt auch, was erlaubt ist und was nicht. Als erfahrene Mutter läuft man vor neuen Herausforderungen schließlich nicht weg. Nach einiger Zeit war es ihr dann aber doch zu viel und sie verzog sich auf die obere, kinderfreie Etage und ward nicht mehr gesehen.

Wir hatten vormittags eingeladen und gegen Mittag ging unser Sohn fix und alle in sein Bett, die Gäste reisten wieder ab. Jetzt pennt er und ich habe Zeit diesen Artikel zu schreiben, was machen wir denn nun mit dem angefangenen Geburtstag?

Wir hatten unser Geschenk ja bereits erhalten, denn vorletzte Nacht hatte das Kind durchgeschlafen, von 19:00 Uhr abends bis 7:00 Uhr morgens.

Vormittags war er bei meiner Mutter, dort wird er ja bekanntlich dauerbespaßt, das ist anstrengend, für beide. Geschlafen hat er mittags nicht, er hat sich mal wieder mit allen Mitteln dagegen gewehrt. Am Nachmittag kamen dann Freunde von uns, die wir, seit deren Kinder auf der Welt sind, eher selten gesehen haben. Die beiden Jungs sind inzwischen 2 und 5 Jahre und, sagen wir mal, aktiv.

Unser Sohn wollte gerne beim Toben mitmachen und sah sehnsüchtig dabei zu, wie die Beiden unser Wohnzimmer auf links gedreht haben. Auf so was sind wir aber inzwischen gut vorbereitet, so dass dem Spaß nichts im Weg stand. Als sich die Action allerdings in sein Spielzimmer verschob und “sein” Bobby-Car in Gebrauch genommen wurde, war der Spaß vorbei. Das fand unser Sohn jetzt total unfair, denn damit spielt er mit etwas Hilfe auch mit 12 Monaten bereits sehr gerne. Der Besuch war noch da, als meine Frau ihn in sein Bett brachte. Er fiel direkt in eine Art komatösen Schlaf. Wir wachten in der Nacht einige Male auf, weil er sich so gar nicht rührte, es war allerdings alles in Ordnung. Was haben wir dabei gelernt?

  • Das Kind kann durchschlafen, es ist biologisch möglich
  • Unser Wohnzimmer ist auch für Kinder über drei Jahren geeignet
  • Ein Bällebad, eine Kinderrutsche und ein Bobby-Car können auch Fünfjährige noch beschäftigen
  • Kinder können mit fünf Jahren ein iPad sicher bedienen
  • Unsere Katze ist extrem kinderresistent