Wärmestrahlung mit T10 Heizkörpern nach Konrad Fischer – Erfahrungsbericht

Da bin ich schon so viele Jahre Blogger und wundere mich dann doch noch manchmal, zu welchen Beiträgen auch noch nach Jahren Nachfragen kommen. Was mich übrigens freut.

In den letzten Wochen habe ich zahlreiche Nachfragen per E-Mail und Kommentare im Blog zur Haussanierung vor einigen Jahren gestellt bekommen. Wir haben damals ja bewusst weitestgehend auf eine „energetische“ Sanierung verzichtet und haben zuerst einen anderen Weg ausprobiert.

Wir hatten den Plan alle Heizkörper auf Wärmestrahlung umzustellen und zwar altmodisch mit T10-Heizkörpern, was eher preiswert ist, und nicht mit einer trägen Fußboden- oder Wandheizung. In der Theorie braucht man dadurch eine geringere Raumtemperatur, als mit herkömmlichen Heizkörpern mit hoher Konvektion, bei gleichem Wohlbefinden. Das soll Energie sparen und besser für die Raumluft sein. Dazu soll man laut, dem leider mittlerweile verstorbenen, Konrad Fischer auf die Nachtabsenkung verzichten und möglichst auf massive Baustoffe setzen.

Die T10-Heizkörper von Viessmann wurden anfangs gerne übersehen, wir wurden oft gefragt, ob wir eine Fußbodenheizung eingebaut hätten.

Nicht alles was her Fischer schrieb oder sagte findet meine Zustimmung, aber ich dachte, dass wir es im Bezug auf seine Tipps für Altbauten ruhig ausprobieren können, insbesondere was seine Hinweise zur Dämmung und der ENEV angeht.

Da wir nun einige Winter in dem Haus mit Baujahr 1962/63 verbracht haben, ist es vielleicht kein Fehler, noch einmal den Erfolg oder auch Nicht-Erfolg in einem kleinem Erfahrungsbericht zusammen zu fassen.

Auch wenn wir auf große Maßnahmen wie Fassaden-,  Dach-, und Kellerdämmung verzichtet haben, einige kleinere „energetische“ Maßnahmen haben wir dann doch gemacht: Weiterlesen

Die Reise des Heizkörpers nach Jerusalem

Die Heizkörper-Vekleidung, die aus baulichen Gründen doch nicht bleiben konnte

Die Heizkörper-Vekleidung, die aus baulichen Gründen doch nicht bleiben konnte

Es gibt sie noch Reihenweise, die „eisernen“ Anhänger der Rippen-Konvektionsheizkörper. Ich gehöre nicht dazu. Nach dem Lesen der Berichte von den Architekten Fehrenberg und Fischer, habe ich mich überzeugen lassen, reine Plattenheizkörper Typ 10 zu bestellen, die einen sehr niedrigen Konvektionsanteil haben und dafür einen hohen Anteil Wärmestrahlung (20/80).

Die Raumluft kann so bis zu drei Grad kühler sein, ohne, dass dies negativ auffällt. Das spart Energie und macht das Lüften einfacher, da nicht die Luft erwärmt wird, sondern feste Körper, dies funktioniert aber nur dann gut, wenn man massive Wände hat.

Wer allerdings die üblichen Normen und Faustregeln für die Berechnung zugrunde legt, kommt mit diesen Heizkörpern in der Theorie nicht wirklich klar (Altbau 100 – 150 w je m² bei 20 c° innen und -10 c° außen). Nach dieser theoretischen Berechnung wäre der Vorbesitzer in einem hartem Winter übrigens bereits erfroren, selbst mit den riesigen alten Heizkörpern. Wir verbessern dank der neuen Fenster und dickeren Wände, durch Aufmauern der Heizkörper-Nischen, viele Zimmer auf ENEV-Niveau von 1995-2007, und das ganz ohne Dämmmaterial.

Für den Fall, dass wir jedoch nicht nur kalkulatorisch daneben liegen, haben wir demnächst ja noch den System-Speicherofen im Wohnzimmer. 😉

Falls wir richtig liegen, kann die nächste Heizung übrigens erheblich kleiner ausfallen. Weiterlesen