Gebremste und ungebremste Fahrrad-Anhänger für Lasten und Kinder

Seit fünf Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Fahrrad-Anhängern, aus rein privatem Interesse, dann veröffentlicht der ADAC ein „Prototyp“ -Foto eines Pedelecs, (was für den ADAC das gleiche ist, wie ein E-Bike, da die 19 Millionen Mitglieder das sonst nicht verstehen, laut eigener Aussage) und ich fange an zu staunen.

Als ich las, dass der Anhänger bis zu 70 kg wiegt, dachte ich zuerst, das ginge gar nicht. Mir waren nur Fahrrad-Anhänger bekannt, die bis maximal 45 kg zugelassen sind. Dass es eine Unterscheidung in selbst bremsende und ungebremste Anhänger gibt, war mir wirklich neu. Natürlich habe ich auf dem Bild des ADAC direkt die Scheibenbremsen am Anhänger bemerkt, was ich wirklich interessant fand. Kurz darauf war klar, das gibt es wirklich und ja, diese Anhänger dürfen erheblich höhere Lasten tragen, als die ungebremsten Varianten. Das hat auch etwas mit der Berechnung der zulässigen Gesamtbelastung des Gespanns zu tun.

Chariot / Thule Cougar 2010, mit Einkäufen beladen am Pedelec

Chariot / Thule Cougar 2010, mit Einkäufen beladen am Pedelec

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Fahrrad-Anhänger und das Systemgewicht

Meine Erfahrungen mit dem Chariot-Cougar über die letzten fünf Jahre sind mit Abstand die am meisten gelesenen Artikel in meinem Blog.

Diese Artikel sind übrigens keine Werbung, kein Artikel wurde je gesponsert. Meine Texte geben tatsächlich echte Erfahrungen wieder. Ich bin aber ganz sicher kein Rad-Experte, sondern ausschließlich Nutzer und bin daher ebenso zuerst auf die Aussagen der Fahrradhändler angewiesen.

Im Laufe der Jahre haben sich einige Erfahrungen angesammelt und ich hoffe, dass ich anderen helfen konnte. Auch was die Kommentare und Fragen betrifft, die mich per E-Mail erreichen, ist das Thema Kinder-Anhänger im allgemeinen und die Chariot-Reihe im speziellen ganz weit oben.

Radon TCS 9.0 Disc und Chariot Cougar 1

Radon TCS 9.0 Disc und Chariot Cougar 1

Eine aktuelle Frage brachte mich noch einmal darauf, über das Systemgewicht bei Fahrrädern zu schreiben. Ich habe dazu in meinem ersten Blog bereits vor Jahren ausführlich geschrieben, diese Artikel sind aber leider nicht mehr online zu finden. Daher hole ich noch einmal etwas weiter aus.

Vor vielen Jahren war ich richtig dick, ich wog rund 120 Kg und wollte mit dem Rad zur Arbeit pendeln. Das waren 10 km je Strecke, Pedelecs waren damals noch kein Thema. Ich ging zum Fachhändler und kaufte ein Rad für 800 Euro, ich wollte keinen Schrott. Mit diesem Rad, ein „Diamant Beryll Sport“, wurde ich nie glücklich. Es war wunderschön, gut ausgestattet und ich saß hervorragend darauf. Leider ging es jede Woche kaputt, ich war damit ständig in der Werkstatt. Nach jeder Vollbremsung war irgendwas hinüber, die Bremsen, die Achsen, die Schaltung, oder die Felgen. Der Händler hatte keine Idee, wo das Problem liegen könnte, ich wechselte die Werkstätten, aber die Probleme blieben, ich versenkte richtig viel Geld und vor allem Zeit in das Rad.

Ein Blogger brachte mich auf die richtige Fährte: Systemgewicht. Weiterlesen

Vorsicht: (zu) schwer beladen

Die Feiertage sind vorüber, die Verwandtenbesuche alle überstanden, der Alltag kommt zurück. Bei mir hieß dies das Echo aus dem Kühlschrank zu verbannen. Normalerweise gehe ich mit Piet zu Fuß einkaufen und nehme die Einkäufe dann im Rucksack mit zurück. Da der heutige Einkauf etwas umfangreicher zu werden drohte und wir auch noch zur Apotheke wollten, habe ich das Fahrradgespann mit dem Chariot aus der Tiefgarage befreit.

Mein Rad hatte ich bereits wieder vor einigen Tagen fit gemacht, den Chariot haben wir den Winter hindurch als Buggy verwendet, die Grundreinigung steht aber noch aus. Der Wagen sieht gerade echt schlimm aus. Das Radon TCS 9.0 Disc erfreut mich nach wie vor mit absoluter Pannenfreiheit. Das Rad kommt, wie der Chariot-Anhänger auch, inzwischen in sein drittes Jahr, viele tausend Kilometer sind wir bereits damit gefahren.

Der Einkauf im Supermarkt verlief wie gewohnt, nur an der Kasse, beim Auftürmen der Einkäufe auf das Transportband, kam ich ins Stutzen: Wer hat denn die Mini-Salami eingepackt?
Ich war es sicherlich nicht. Unbemerkt von mir hatte Piet offenbar einige seiner Lieblings-Lebensmittel in den Wagen geworfen – und eine Spül-Bürste.

Danach fuhren wir noch eben zur Apotheke und staunten nicht schlecht, die Leute standen bis auf die Straße. Genauer gesagt „Rentner“, sehr viele davon. Eigentlich nicht anders als im Supermarkt, aber dort huscht man ja nur an den Rollatoren vorbei und beginnt selten ein Gespräch. Da ich Piet nun auf dem Arm hatte, war er in perfekter Kommunikationshöhe: „Hallo!“ Weiterlesen