Sweets for my sweet?

Das große Thema gerade auf dem Spielplatz lautet: Wie bekomme ich am besten mein Kind trocken?

Dazu gibt es zahlreiche Meinungen, Methoden, Ideen und Verhaltensvorschläge. Eine ist mir allerdings öfter untergekommen:

Das Belohnungssystem

Da werden Strichlisten geführt, Erfolge im Kalender eingetragen, die Tage gezählt, verschiedene Stufen von Belohnungen ausgerufen und insgesamt teilweise ein erheblicher Aufwand getrieben, um das Kind zu motivieren.

Grundsätzlich finde ich das gut, allerdings sehe ich es etwas kritisch, wenn man als Belohnung „Süßigkeiten“ verwendet. Man sollte sich immer die Frage stellen, was passiert dadurch und welche Auswirkungen kann es über den Belohungsaspekt hinaus haben?
Wenn ich dem Kind durch das Belohungssystem beibringe, das Süßigkeiten etwas total tolles sind, wird es stets danach streben MEHR zu bekommen, ist doch klar. Wenn ich mein Ziel (als Eltern) erreicht habe, was mache ich dann?

Papasamuel Wir haben unseren Sohn insofern motivieren können auf Toilette zu gehen wenn er die Blase quietschen merkt, als das wir ihm 10 Cent pro nacht gegeben haben in der er trocken war. Da der Eismann immer bei uns in der Nähe im Sommer vorbei kommt, war diese eine Motivation für ihn sich bis dahin Geld zu sparen.“ gutefrage.net

Die Süßigkeiten entziehen, wie fänden wir das wohl? Vermutlich nicht toll, eventuell folgt eine Trotzreaktion und der Erfolg ist erstmal dahin. Im besten Fall wird nun das Kind dafür bestraft, dass es genau das erreicht hat, was es erreichen sollte und wird nun frustriert. Nicht unbedingt die beste Lösung wie ich finde. Bedenklich ist natürlich auch die Tatsache, dass ich Süßigkeiten zu etwas besonders erstrebenswerten mache, das kann fatale Folgen haben. Weiterlesen

0,5 K/Km

Wer will Ärger?

Wer will Ärger?

Rituale sind für Kinder sehr wichtig, gleiche Abläufe geben Sicherheit, bei großen aber eben auch bei kleinen Dingen.

Mein Sohn erwartet inzwischen grundsätzlich einen halben Keks, wenn er im Kinderwagen fährt, ist der Keks alle, ist auch schnell der Spaß im Wagen dahin. Daher habe ich stets einen kleinen Vorrat in der Tasche, sonst bekommt Piet keine weiteren Süßigkeiten, es sei denn, man zählt die Fruchtgläser dazu, die auch Zuckerfallen sind, dazu schreibe ich aber noch einmal einen gesonderten Artikel.

Mit einem Keks kommen wir gut zwei Kilometer weit, das sind also 0,5 K/Km. 🙂

Die Butterkekse sind übrigens glutenfrei, oder zumindest glutenarm. Ein Keks hat einige Kalorien, aber immer noch weniger, als ein Becher Apfelsaft. Piet trinkt ausschließlich Wasser, das schont die Zähne.

The Dentist

Nachdem in den Osterferien keine Krabbelgruppe stattgefunden hat, ging es nun gestern endlich wieder los. Dass sich für diesen Termin eine Zahnärztin angekündigt hatte, war mir komplett entfallen. Es ging dabei um ein Aufklärungsgespräch zur Zahnpflege für Kleinkinder. Eigentlich halte ich mich für gut informiert und erwartete daher keine wirklichen  Neuigkeiten, aber dem war nicht so.

Es begann mit dem Hinweis, dass sich die Anzahl der Fälle von Karies bei U3-Kindern je nach Einkommen der Eltern massiv unterscheiden. Da eine Kinderzahnbürste und Zahnpasta ja nicht die Welt kosten, kam mir dies nicht logisch vor und daher zweifelte ich den Zusammenhang stark an. Auf Nachfrage erhielt ich von der Ärztin die entsprechenden Unterlagen und Statistiken zugesandt. Was ich darin las, fand ich sehr erschreckend.

Die Stadtteile mit dem höchsten „Migrationshintergrund“ und dem höchsten Anteil an „Leistungsempfängern“ des Sozialamtes haben auch mit Abstand die höchsten Kariesraten bei Kindern. Teilweise sind in sozial schwachen Wohngebieten die Zahlen der behandlungsbedürftigen Kinder viermal so hoch wie in sozial starken Gebieten.

Die Gründe hierfür sehen wie folgt aus: Weiterlesen