Steuererklärung als Blogger und mit Linux?

Alle Jahre wieder, ich kann nicht behaupten, dass ich mich auf die Steuererklärung freue, immer, wenn auf der einen Seite etwas einfacher wird, kommt auf der anderen etwas dazu, womit ich mich noch nicht auskenne. Es war erst das Elterngeld, dann meine Tätigkeit als Kindertagespflegeperson, also die Einnahmen als sonstig selbstständiger Tagesvater und anschließend musste ich irgendwie dem Finanzamt die paar Euros, die ich mit dem Bloggen verdiene erklären.

Da gehen dann die Meinungen auseinander, ob man einen Gewerbeschein benötig, oder nicht. Es ist wohl so, dass man nur für das Schreiben keinen Gewerbeschein braucht, wenn man Werbung schaltet, ist das aber eindeutig ein Gewerbe. Das wollte nun auch das Finanzamt von mir wissen, denn ich schalte Werbung, die Sache hat nur einen Haken, ich verdiene damit bisher kein Geld. Weiterlesen

Mit einem Blog Geld verdienen?

Oft werde ich gefragt, ob ich mit dem Blog Geld verdiene.

Die Antwort lautet: Vielleicht schon, eher nicht.

Ich schreibe das Blog aus Spaß und das soll auch so bleiben. Wer bloggt, bekommt früher oder später Anfragen nach Produktplatzierungen oder Link-Marketing, je mehr je länger das Blog online ist und regelmäßig neue Beiträge erstellt werden. Das Blog „Vollzeitvater“ gehört inzwischen zu den „relativ wenigen“ Blogs, die mehr als 10.000 „Visits“ im Monat haben, was sich auch im Google-Page Rank „4“ widerspiegelt. Grundsätzlich hat man mehr „Visits“, je älter das Blog wird.

Viele Blogs sterben in den ersten zwei Jahren, die Gründe dafür sind vielfältig. Als mein Blog Opfer eines Hackers wurde, hatte ich auch mindestens einen Tag darüber nachgedacht, ob ich weitermache oder nicht. Denn es ist eben ein Hobby und der Zeitaufwand muss in Relation zum Spaß stehen. Ich habe sicher 1 Woche lang jeden Tag einige Stunden daran gearbeitet, das Blog wieder flott zu machen und abzusichern, das hat keinen Spaß gemacht.

Ich habe in der Vergangenheit für den einen oder anderen sogenannten Do-Follow-Link Geld erhalten, mittlerweile mache ich das nicht mehr. Als ich die ersten Angebote für Sachwerte gegen Berichterstattung erhielt, war ich durchaus interessiert. Aber mit einem Hobby darf man nicht ernsthaft Geld verdienen, also habe ich mich beim Finanzamt angemeldet, als sonstig selbständiger Freiberufler. Eine Gewerbeanmeldung ist nicht notwendig. Damit war ich offiziell Publizist, denn Bloggen oder „Online-Autor“ ist keine Berufsbezeichnung. 😉 Weiterlesen

Steuerbescheid

Im Artikel „Anlage K“ vom 29.07.2012 habe ich unsere letzte Steuererklärung ja kurz zusammengefasst und die Schwierigkeiten aufgezeigt. Nun kam der passende Brief mit dem Steuerbescheid vom Finanzamt. Ich bekomme immer noch Schnappatmung, wenn ich einen dieser schönen Umweltpapierbriefe im Briefkasten finde. Das entspringt noch meiner Zeit als Inhaber eines Foto-Fachgeschäftes. Damals waren Briefe vom Finanzamt immer Forderungen, Geld zu überweisen und selten eine Info darüber, etwas wieder zu bekommen. Zum Glück hat sich das in den letzten Jahren geändert und wir bekommen für gewöhnlich etwas Geld erstattet.
Der Schrecken ist aber geblieben, mal sehen, wie viele Jahre das noch dauert, bis das nicht mehr passiert.

Der aktuelle Brief vom Amt war aber leider auch nicht ganz so erfreulich, wie wir es erwartet hatten. Elster hatte eine drei mal höhere Erstattung ausgerechnet, als nun tatsächlich vom Finanzamt im Bescheid bestätigt. Wie es zu dieser Differenz kommt, muss ich noch ermitteln. Das kann aber noch was dauern, denn die Erläuterungen dazu sind immerhin drei Seiten lang. Früher habe ich meine Buchhaltung mit Lexware Financial Office, einer eher professionellen Buchhaltungssoftware, gemacht und bin erst auf Elster umgestiegen, als die Erklärungen einfacher wurden. Mittlerweile ist der Aufwand wieder gestiegen, die Anzahl der „Anlagen“ ist beachtlich und die Tätigkeit als Tagesvater ist als „sonstig selbstständig“ deklariert, was in Zukunft eine weitere Anlage und mehr Buchhaltungsaufwand bedeutet. Weiterlesen

Anlage „K“

Der „böse“ Brief vom Finanzamt kam bereits vor drei Wochen, die Steuererklärung war überfällig. Diesen Samstag wollte ich diese zumindest beginnen. Meine Frau fuhr, damit ich meine Ruhe im Büro habe, mit Piet zum Schwimmen. Ich erwartete nicht an einem Vormittag fertig zu werden, denn letztes Jahr habe ich ca. 20 Stunden dafür benötigt. Nur damit es hier keine Missverständnisse gibt, eine „Standard-Erklärung“ mache ich für Freunde in einer Stunde, unsere ist leider nicht Standard. Mit EÜR, Sonderbelastung KFW und Home-Office wird es kompliziert, denn man muss dem Amt alles mögliche nachweisen. Die EÜR brauche ich nun vorerst nicht mehr, unser Büro ist inzwischen, nach heftigem Briefwechseln und Klagedrohung, anerkannt. Die Zeichen standen gut für eine kürzere Bearbeitungszeit, da war allerdings noch die Sache mit dem Elterngeld, ein Steuerklassenwechsel und unser Kind.

Mit frischem Kaffee ging es ans Werk. Elster ist inzwischen recht komfortabel geworden, die Infos auf der rechten Seite sind wirklich gut formuliert und meistens treffend. Die Daten des Vorjahres kann man sinnvoll übernehmen, da war der Start gut gelungen. Wo ich das Elterngeld eintrage, musste ich kurz googeln (Hauptvordruck, Seite 4, Zeile 94, oder Anlage N, Z27.), für Piet gab es eine weitere Anlage, die Anlage Kind (K). Jetzt wusste ich endlich auch, wofür Piet eine Steuernummer bekommen hat 😉 . In der Anlage K wird z.B. das Kindergeld eingetragen, aber auch Kapitalerträge, zum Beispiel vom Sparbuch, in unserem Fall das Tagesgeldkonto bei der Umweltbank.

Insgesamt bringen wir es gemeinsam auf 9 Anlagen zuzüglich Hauptvordruck, für 2012 werden es 10 sein. Ich finde schon, dass wir unser Steuersystem vereinfachen sollten. 🙂

Nach fünf Stunden war ich übrigens fertig, so können wir die Erklärung noch innerhalb der gesetzten Frist abgeben.

Das Elterngeld ist beantragt.

Bis zum 27.04.2011 war ich offiziell noch in Urlaub, der 28.04. war der erste Tag in Elternzeit. Jetzt musste natürlich noch das Elterngeld beantragt werden. Eigentlich soll man das online machen können, dies funktioniert leider aktuell nicht, aber immerhin gibt es das Formular als PDF zum online ausfüllen und ausdrucken.

Als Brief verschicken muss man den Antrag trotzdem noch, aber so geht es etwas schneller. Mein Antrag ging an das Kreisjugendamt in Neuss, es gibt auch eine übersichltiche Seite, auf der man sich die richtige Elterngeldstelle (für NRW) raussuchen kann. Bin ja mal gespannt wie lange das dauert und wieviel wirklich übrig bleibt.

Offiziell gibt es 67% des durchschnittlichen Einkommens, welches steuerfrei ausgezahlt wird, allerdings noch mit einem Haken, das Elterngeld wird am Ende des Jahres zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Das Kindergeld, 184,00 Euro für das erste Kind, wird aber nicht mit dem Elterngeld verrechnet. Weiterlesen