Alles „gesupert“

Das waren harte drei Wochen, jetzt ist wieder alles „gesupert“. Mir fiel schon langsam die Decke auf den Kopf, auch wenn es im Haus nicht ganz so dramatisch war, wie es in der Wohnung sicherlich gewesen wäre. Sämtliche Termin in der Woche musste  ich natürlich absagen, jetzt sind Osterferien und es findet praktisch nichts statt. Dumm gelaufen.

Morgen wird unser Sohn drei Jahre alt, gefeiert wird mit der Familie an Ostern, mit seinen Freunden, also anderen Kindern, ein wenig später, Ostern sind die meisten verständlicherweise verplant. Trotz Erkrankung haben wir die Gegend mit dem Rad ein wenig erkundet und eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten gefunden, mit fehlt aber noch ein Asia-Laden, eine türkischer Lebensmittel-Laden und einen Hofladen. Letzteren vermisse ich am meisten. In Neuss wussten wir ja, wo wir alles finden, aber das hatte auch seine Zeit gedauert. Hätte ich ein Auto, würde ich zum Stautenhof in Anrath fahren, mit dem Rad ist mir das (noch) zu weit.

Ich habe allerdings am „Rüben-Highway“ einige Schilder gesehen, das ist die Bundesstraße, die zu meinen Eltern führt. Da werde ich bald mein Glück versuchen.

Der Rasen wurde schon gemäht, mein Gemüsebeetchen nimmt auch Gestalt an. Mit den Nachbarn haben wir bereits diverse Tauschabkommen abgeschlossen. Im Haus haben wir praktisch nicht weiter machen können, mit Kind auf dem Bauch ist das nur schwer möglich, auch musste ich ja ständig Wäsche machen. 😉

Immerhin der Beamer läuft inzwischen, auch wenn die Sessel dazu noch fehlen. Bis ich den neuen, hochmodernen Verstärker richtig bedienen kann, wird es ewig dauern, eine Million Funktionen und keine Anleitung in gedruckter Form. Am besten lasse ich unseren Sohn ran. 🙂

Der Stautenhof in Willich-Anrath

Wer Kinder hat, denkt oft über Bio-Produkte plötzlich etwas anders. Wir auch. Der Trend zu regionalen Produkten ist inzwischen in jedem Supermarkt angekommen und Bio-Lebensmittel findet man bei jedem Discounter. Grundsätzlich halte ich diese Entwicklung für sehr gut, frage mich allerdings, wie viel Bio an einem Gemüse aus China sein kann. Ich war schon mal einige Male dort und die Luft war ganz sicher nicht Bio. 🙂

Bei Gemüse bevorzugen wir daher regional vor Bio. Unser Bauer um die Ecke gehört eher zu den konventionell eingestellten, aber die saisonale Ware kommt immer aus der direkten Umgebung, was, nebenbei bemerkt, ausgesprochen preiswert ist. Der Grundpreis für fast alles ist immer ein Euro: Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Zwiebeln und vieles mehr, auch Kräuter hat er stets frisch an Lager.

Mit Fleisch, Fisch und anderen Zutaten sah die Sache etwas schwieriger aus. Ich habe schon seit einiger Zeit die Augen offen gehalten, nach lokaler Schlachtung, vorzugsweise Bio, einem lokalem Imker und anderen Anbietern lokaler Produkte. Manchmal hilft einem der Zufall. Als ich am letzten Freitag mit meinem Freund zum Sport fuhr, erzählte er mir von einem Imker, bei dem er ganz tollen Honig gekauft hatte. Ich wurde sofort hellhörig und bat ihn auf dem Rückweg kurz dort zu halten. So haben wir es dann auch gemacht. Ein kleines Schild an einer Bundesstraße zeigte den Weg, aber eher für Eingeweihte.

Das Angebot in dem kleinem Laden der Imkerei VanDenBongard war ausgesprochen gut, ich probierte einige Sorten und entschied mich für Löwenzahn und Buchweizenhonig, dazu noch etwas süßen Senf. Die Preise waren mit rund 10,00 Euro für das Kilo absolut moderat, im Supermark zahlt man für Markenhonig, der aus aller Welt importiert wird, auch nicht weniger. Dass der Honig umwerfend schmeckte, muss ich wohl nicht ausführlich darlegen, oder? 😉 Weiterlesen