…nur meine liebe Laterne nicht.

St. Martin ist vorbei. Der Zug am Kindergarten war etwas spartanisch, aber wir haben von Freunden gehört, dass es noch einfachere in Mönchengladbach gegeben hat. Da drängt sich ein wenig die Frage auf, ob ca. 140 Martinszüge in einer Stadt wirklich Sinn machen. Aber gut, unser Kind hatte seine helle Freude. St. Martin, in unserem Fall St. Martina, war wirklich nett und hatte auch ein tolles Pferd dabei. Mehr braucht es eigentlich auch nicht. 😉

Als unser Kind, kurz bevor es los ging, weinend zu uns kam, weil seine Laterne nicht mehr funktionierte, staunten die umstehenden Eltern nicht schlecht. Die Ursache für die Panne war schnell geklärt, unser Sohn hatte den Stab demontiert und dabei eine Batterie verbummelt. Wir zogen daher, ganz selbstverständlich, die Ersatzbatterien aus der Tasche.

„Ihr habt Ersatzbatterien dabei? Der Zug dauert doch nur 30 Minuten?“
„Klar, wir kennen doch unser Kind.“

Wir hatten selbstverständlich auch noch Ersatzstab und Ersatzlaterne dabei. An diesem Abend sind wir nicht mehr von Haus zu Haus gezogen, es war für den Mops einfach schon zu spät. Das holten wir dann am Freitag Abend nach. Eigentlich waren wir zu einer Garagenparty geladen, mit Glühwein und so, die ein Nachbar ausrichtete. Weiterlesen

Süßes oder saures, oder: Wie bekommt man Eier von den Rolladen und Fenstern?

Wir haben an Halloween gefeiert, wie in einigen Jahren zuvor in unserer Wohnung auch. Allerdings feiern wir nicht Halloween, sondern ganz schlicht Geburtstag, den von meiner Frau und mir zusammen, denn wir haben beide im Oktober Geburtstag und der 31.10. bietet sich eben ganz gut für eine kleine Party an.

Wir laden dazu allerdings nur Freunde ein, die Familie kommt an anderen Tagen. Dieses Jahr waren auch Kinder mit dabei, was erstaunlich gut funktioniert hat, obwohl viele sich gar nicht vorher kannten. Kaum waren die ersten Kinder eingetroffen, verschwanden diese im Spielzimmer und die Erwachsenen konnten sich angenehm unterhalten.

Hin und wieder klingelten auch verkleidete Kinder aus der Nachbarschaft und forderten „süßes oder saures“, das war aber kein Problem, denn wir hatten reichlich Süßes eingekauft und gebunkert, denn St. Martin ist ja auch bald wieder. Es waren aber recht wenige, für St. Martin erwarten wir da erheblich mehr Andrang. 😉

Es wurde ein netter Abend, ich hatte reichlich gebacken und gekocht. Unser Kind schlief gegen 9:00 Uhr einfach auf dem Schoß seiner auserwählten Lieblingsperson ein und wurde in sein Bett gelegt. Immerhin konnten wir mit nur einer Unterbrechung bis 6:00 Uhr schlafen. Das sind ganze vier Stunden, erfahrene Eltern kommen damit halbwegs klar. 🙂

Als ich am Morgen mit dem Aufräumen weitermachte und Platz für das Frühstück organisierte, ging die automatische Rollade hoch. Mit einigen seltsamen, knackenden Geräuschen, die sonst nicht vorkommen. Da die Sonne bereits schien, erkannte ich schnell die Ursache: Jemand hatte in der Nacht ein Ei an das Fenster geworfen, das war natürlich eingetrocknet. Größe „M“ schätze ich, vermutlich Bodenhaltung, aber noch gut.

Eine echte Sauerei. Weiterlesen

Materne! Materne!

St. Martin: Jeder, der Kinder hat, ist diese Tage schwer beschäftigt:  Zeug zum Gribschen besorgen, Laternen basteln, Batterien kaufen, warme Klamotten raussuchen und Liedtexte auswendig lernen.

Freunde hatten uns zu „Ihrem“  Martinszug eingeladen und da es von unserem neuen Haus nicht so weit ist, haben wir die Gelegenheit wahrgenommen. Ich hatte den ganzen Tag Grünzeug geschleppt und war schon recht fertig, unser Sohn war anstrengend schwimmen und auch nicht mehr gut drauf. Im Auto pennte er promt ein und schlief tief und fest, als wir am Sammelplatz ankamen. Wir mussten ihn wecken.

Für Piet muss das Folgende der blanke Horror gewesen sein: Er wachte auf, es war plötzlich dunkel, überall war Lärm, Blaulicht, viele Menschen mit Lichtern und überall Geschrei.

Unser Sohn brüllte plötzlich wie am Spieß, ihm war das alles zu viel. Wir hatten bereits beschlossen die Sache abzubrechen, als er sich dann doch noch beruhigte. Er schwang im Buggy sitzend munter seine Laterne und sang so gut es ging mit: „Materne! Materne!“ Nebenbei verputze er einen ganzen Weckmann.

Das Martinsfeuer mit Mantelteilung in Knickelsdorf bei Willich-Schiefbahn

Das Martinsfeuer mit Mantelteilung in Knickelsdorf bei Willich-Schiefbahn

Wir gingen erstaunlich lange, teilweise auch im Regen, bis wir am Feuer ankamen. Es war das größte Martinsfeuer, das ich je gesehen habe. Die Mantelteilung war allerdings schneller vorbei, als ich gucken konnte. Vermutlich wollte man nicht ausgiebig darauf hinweisen, dass St. Martin durch die Mantelteilung mit dem Sozialschmarotzer die römische Textilindustrie nachhaltig schädigte, was bekannterweise zum Niedergang des römischen Reiches führte. 😉