„Ich möchte nur noch tanzen!“

Ich kann mich gut daran erinnern, was ich dachte, als  ich 2003 den Film „Billy Elliot – I Will Dance“ ansah: „Der Junge hat einen unglaublich starken Willen.“

Dass ich mich einmal als Vater mit diesem Thema auseinander setzen muss, hätte ich mir damals im Traum nicht vorstellen können.

Unseren Sohn habe ich am letzten Freitag zu seiner ersten Ballett-Stunde gebracht, er wollte das seit Monaten unbedingt ausprobieren, meine Frau und ich haben lange gezögert, nicht weil er nicht Tanzen soll, sondern, weil wir nicht möchten, dass er Defizite an anderer Stelle aufbaut. Weder meine Frau noch ich können mit Bällen sonderlich gut umgehen, was in der Schule früher immer ein großer Nachteil gewesen ist. Bei mir hat sich das erst geändert, als die Bälle mindestens 5 Kg wogen. Weiterlesen

Ball oder Ballett?

Wir suchen einen Sport für unser Kind, mit dem Judo sind wir leider nicht so ganz glücklich. Dies liegt zum einen daran, dass unser Sohn wenig Spaß daran hat und zum anderen, dass ständig die Betreuer wechseln. Letztes hat dazu geführt, dass unser kleiner Besserwisser dem Trainer erklärt, wie was geht. Kommt nicht so gut. 🙂

Also sind wir auf der Suche nach einer Alternative. Er soll bald Schwimmen lernen. Schwimmen geht erst wieder mit fünf Jahren, ist also noch etwas zu früh, Reiten darf er erst mit sechs, also noch später. Ich war versucht ihn beim Ballett anzumelden, denn ich bin mir sicher, das würde ihm auch Spaß machen. Meine Frau war dann aber doch eher für die Variante ohne „-ett“ und besuchte stattdessen eine Ballsport-Gruppe mit ihm.

Das hat unserem Sohn wohl ebenfalls Spaß gemacht. Kann nicht schaden, denn weder ich noch meine Frau sind bei Ballsportarten sonderlich begabt. Ich kann erst was mit Bällen anfangen, wenn die 7,25 Kg wiegen und aus rostfreiem Edelstahl sind.

Da wir in diesem Verein ohnehin noch bis zum Jahresende Beitritt zahlen, probieren wir den Ballsport eine Weile aus. Falls nicht, gehe ich mit ihm zum Ballett. 🙂

Ein rosa T-Shirt habe ich ja schon.

Ein Fuß wie ein Mammut

In der letzten Woche war ich jeden Tag mit meinem Sohn wandern. Er saß entweder im Tragesitz, oder in seinem Buggy. Das ist eigentlich unser Kinder-Fahrradanhänger, den wir zum Buggy umrüsten können. Der Cougar lässt sich viel leichter schieben, als ein normaler Kinderwagen. Ideal für ausgedehnte Fußmärsche.

Ich bin nicht unbedingt gut zu Fuß, 220 Pfund wollen erst mal bewegt werden. Vor allem fiel mir auf, dass meine Schuhe dafür definitiv nicht ausgelegt sind. Nach einer Stunde schmerzten meine Füße sehr eindrucksvoll.
In den letzten Tagen hatte ich viele Berichte über den Appalachian Trail gelesen und in diesem Zusammenhang auch die Erfahrungen über die Ausrüstung mitbekommen. Da ich ohnehin neue Schuhe brauchte, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, mir die Hiking oder Walkigschuhe mal genauer anzusehen. Ich habe davon wirklich keine Ahnung, also fuhren wir in ein Fachgeschäft. Zuvor hatte ich mich bei Amazon grob orientiert.

Seit meiner Zeit als aktiver Judoka der „Bärenliega“ (+100 Kg),  habe ich überdehnte Bänder an den Fußgelenken, Halbschuhe kommen daher nicht in Frage, damit knicke ich permanent um. Schuhe fürs „harte“ Gelände brauche ich aber auch nicht, ich habe nicht vor Berge zu besteigen, sondern im Grafenberger Wald spazieren zu gehen.

Von der Auswahl an Marken war ich schlicht überwältigt. Von den Preisen im übrigen auch. 🙂

Viele AT-Hiker waren mit Meindl und Lowa unterwegs, mich interessierten daher besonders die Meindl Vakuum Modelle, die von der Beschreibung her gut zu mir passen würden. Im Fachgeschäft war die Auswahl dann doch sehr übersichtlich, da die Halbschuhe ja nicht in Frage kamen. Mit der Beratung war es auch nicht weit her, ohne Verkäufer ist das auch schwierig. Wir probierten es daher noch einmal bei Karstadt-Sport, die auch über eine gute Trekking-Abteilung verfügen. In dem Laden in Düsseldorf kaufe ich öfters ein.  Karstadt hatte die Meindl Vakuum GTX im Gegensatz zu „McTrek“ vorrätig, so dass ich diese anprobieren konnte. Weiterlesen

Piet ist Schuld

Sonntags gehe ich morgens traditionell mit einem Freund zum Sport, genauer gesagt in ein Fitness-Studio. Ein wenig Muskeltrainung kann ja auch als Vater nicht schaden. Früher habe ich bis zu neun Trainingseinheiten mit verschiedenen Sportarten, allerdings mit Leichtathletik und Kendo als Schwerpunkt, gemacht. Heute bin ich froh, wenn ich es zumindest einmal in der Woche zum Sport schaffe. Mein Trainingspartner formulierte das mal sehr treffend so:

„Früher hast du hart trainiert und viel gegessen, heute isst du nur noch viel!“

Da hat er leider recht, was solls, ich bin ja auch keine zwanzig mehr. 🙂

Blöd nur, wenn man genau dies ständig schmerzhaft merkt. Gestern Nachmittag konnte ich mich vor Schmerzen kaum noch gerade halten. Meine linke Schulter brachte mich fast um, es fühlte sich an, als würde mir ein Messer im Schulterblatt stecken. Es wurde zum Abend hin immer schlimmer. Woher kommt das bloß? Weiterlesen