Urlaub mit Kind

Inzwischen sind wir zwei Mal mit Piet in Urlaub gewesen, das erste Mal bei einem Landgasthof im Sauerland (Wir waren dann mal weg, Teil 1 / Teil 2), das zweite Mal in einer Ferienwohnung auf einem Bauernhof in der Eifel (Wir waren dann mal weg: Der Fehlenhof). Beide Male hatte wir das gleiche Problem: Keine wirkliche Erholung. Der Grund hierfür lag im Nachhinein auf der Hand, denn es waren für Piet keine Kinder im richtigen Alter zum Spielen da.

Offenbar waren wir nicht die Einzigen mit diesem Problem, denn vor einigen Tagen fragten uns Freunde, ob wir nicht Lust hätten mit ihnen gemeinsam in den Urlaub zu fahren, in eine Jugendherberge. Wir sollten auch noch mehr Bekannte mit Kindern unter drei Jahren fragen, ob die vielleicht mitfahren wollen. Meine erste Reaktion darauf war eindeutig: Die spinnen ja, eine Jugendherberge? Genau eine Nacht habe ich darüber geschlafen, danach fand ich die Idee super, also erzählte ich es meiner Frau: „Was?“ sagte sie, „eine Jugendherberge, spinnst du?“

Eine Nacht später fand sie die Idee ebenfalls super. 🙂 Es lag wohl daran, dass man unwillkürlich an den letzten Aufenthalt in einer Jugendherberge denkt. Bei mir war es im Zivildienst, bei meiner Frau war es noch länger her. Aber genau so, wie wir heute nicht mehr schnurgebunden telefonieren, hat sich auch das Angebot der Jugendherbergen deutlich verändert. Ein Blick auf die Seite diejugenherbergen.de brachte uns regelrecht ins staunen. Da hat sich wirklich was getan. Also einigten wir uns mit unseren Freunden auf einen Termin, insgesamt fahren jetzt vier Familien gemeinsam, Spielkameraden für unseren Sohn sind nun quasi garantiert, ein unbezahlbarer Vorteil. Außerdem spart man sich einiges an Schlepperei:

„Neben einer familienfreundlichen Ausstattung, Spielecken und Spielplätzen stehen für Ihren Familienurlaub mit Kindern Wickelauflage, Flaschenwärmer, Babyphone und Kinderbett kostenlos bereit. Jede Familie übernachtet in ihrem eigenen Zimmer.“ diejugendherbergen.de

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Wir waren dann mal weg: Teil 2

Der Miracle im Einsatz

Der Miracle im Einsatz

Über unser Hotel habe ich ja bereits in Teil eins geschrieben, jetzt geht es um unsere Freizeitbeschäftigung. Wir hatten uns ja vorgenommen, ausgiebig zu wandern. Sagen wir mal, dies hat bedingt geklappt. Damit wir mit Piet überhaupt längere Strecken unterwegs sein konnten, hatten wir uns das „Hiking-Set“ für den Chariot Cougar 1 besorgt und auch den BabyBjörn Miracle mitgenommen.

Am Anreisetag liefen wir nachmittags den VA5 Wanderweg mit 7,82 km, die sogannte Faulenberg-Runde. Da ich bei uns am Rhein oft 7 bis 9 Kilometer mit meinem Sohn im Tragesitz unterwegs bin, nahmen wir auch diesmal, für die mit 2,5 Stunden angegebene Runde, den „Miracle“ von BabyBjörn. Das klappte auch ganz gut, wir benötigten sogar nur zwei Stunden. Die kleine Runde stimmte uns für die kommenden Tage ein.

Das Chariot Hiking-Set im Einsatz

Das Chariot Hiking-Set im Einsatz

Am nächsten Tag versuchten wir es dann mit dem Hiking-Set am Cougar und einer knapp 16 Km langen Strecke.

Die Dauer war mit 5 Stunden angegeben, das sollte doch auch in vier zu schaffen sein, oder?
Die Ernüchterung folgte sehr schnell. Mit dem Tragesitz kann ich, wie sonst auch, große Schritte machen und sehr zügig gehen. Mit dem Hiking-Set funktioniert das nicht. Bei großen Schritten hat man ständig das Gefühl, dass jemand einen am „Schlafittchen“ packt und zurückreißt. Das ist alles andere als angenehm. Mit kleinen Schritten geht es und man kann sich daran gewöhnen, kommt aber natürlich auf diese Weise viel langsamer voran. Weiterlesen

Wir waren dann mal weg, Teil 1

Meine Frau hatte ja die IFA durchgearbeitet und ich hatte die Zeit alleine mit unserem Kind zuhause verbracht, daher sind wir dann, relativ kurzfristig, einige Tage weggefahren. Eigentlich wollten wir ja im Münsterland Radwandern, aber das haben wir uns dann doch anders überlegt und sind lieber Wandern gegangen.

Allerdings nicht im Münsterland, da sieht man ja morgens schon, wo man abends ankommt. 😉

Wir schauten nach einem netten Landgasthof im Sauerland und auf der Homepage der „Sauerländer Wandergasthöfe“ wurden wir auch schnell fündig. Unsere Wahl fiel auf den Landgasthof der Familie Rüppel in Valme bei Bestwig. Von uns aus sind das rund zwei Stunden mit dem Auto, wir wollten nicht zu weit weg fahren, für den Fall, dass es unserem Sohn woanders gar nicht gefällt.

Wir buchten uns für fünf Tage ein, mit Halbpension. Die Autofahrt mit unserem Sohn war kein größeres Problem, der Wagen war für die wenigen Tage erstaunlich voll beladen. Außenstehende hätten meinen können, wir gehen nicht nur wandern, sondern wir wandern gleich ganz aus. Was man nicht so alles mitschleppt, wenn man so einen kleinen Pups dabei hat.

Landgasthof Rüppel, Sauerland

Landgasthof Rüppel, Sauerland

Der Landgasthof Rüppel liegt, für jemanden, der aus dem Düsseldorfer und Kölner Raum kommt, mitten im Nirgendwo. Weiterlesen