Wieder zu Hause

So hatte ich mir die Eifelwälder vorgestellt...

So hatte ich mir die Eifelwälder vorgestellt…

Drei Tage war ich weg, das erste Mal, seit Piet auf der Welt ist. Ich war immer für ihn da, dennoch machte ich mir keine Sorgen, dass es nicht klappen könnte. Meine Frau hatte ein volles Programm für unseren Sohn geplant und wir hatten ihm auch erklärt, wann ich wieder kommen würde. Soweit ging auch alles gut.

Ich habe die drei Tage ohne ihn offenbar wirklich gebraucht, zumindest war ich heute viel entspannter, als vor meinem Ausflug in die Eifel. Vermisst habe ich meine Familie vor allem abends, eben in der Zeit, die wir auch zu Hause meist gemeinsam verbringen.
Drei Tage nicht permanent beschallt zu werden, war also eine Erholung, die Tour selbst eher nicht. Offenbar habe ich mich doch ein wenig überschätzt, ich kann immer noch kaum laufen. An der Ausrüstung hat es sicher nicht gelegen, eher daran, dass ich keine Hügel und Berge gewöhnt bin. Auch wenn ich es mir leichter vorgestellt habe, würde ich es wieder machen, wenn auch etwas anders. Aus Erfahrung wird man eben klug und im Wandern bin ich blutiger Anfänger. Daher verlaufe ich mich wohl auch so gerne. 🙂 Weiterlesen

Die Rur-Olef-Route – drei Tage Wandern in der Eifel

Am Donnerstag Abend erreichte ich mein Hotel in Gemünd, am nächsten Morgen sollte es losgehen, 21 Km nach Einruhr über 550 Höhenmeter. Mein Auto ließ ich am Hotel stehen und machte mich mit der Wegbeschreibung der Empfangsdame auf den Weg zum Weg, denn das „Haus Salzberg“ liegt nicht direkt am Eifelsteig, wie zum Beispiel die Jugendherberge in Gemünd. „Den Berg hoch, immer geradeaus bis zum Pferdestall, dann links“ sagte man mir zum Abschied, es hörte sich nicht weiter schwierig an.

Irgendwas an „immer geradeaus“ hatte ich dann aber wohl doch falsch verstanden, nach 45 Minuten war mir immer noch kein einziges Wanderzeichen untergekommen und ich war oft vor die Entscheidung gestellt worden, rechts oder links zu gehen. Da konnte was nicht stimmen, weder Kompass noch Karte halfen mir irgendwie weiter. Glücklicherweise hatte ich mein kleines Note-Pad mitgenommen, eigentlich um das Blog zu schreiben, aber es verfügt zufällig auch über GPS und eine topografische Karte. Damit war dann schnell klar: Ich war richtig falsch. Nicht in der völlig falschen Richtung, immerhin, aber falsch. Statt auf den Eifelsteig war ich auf der „Wanderroute 14“ gelandet, direkt über den Lieberg. An sich nicht weiter schlimm, nur eben nicht der Weg, den ich gehen wollte. Im Lahsbachtal kam ich dann auf den Eifensteig, der mich nach Einruhr bringen sollte. Ich hatte einen Berg und 3 Km Umweg erlaufen, super Start.

Urfttalsperre

Urfttalsperre

Es ging über die „Burg Vogelsang“ zur Urfttalsperre und weiter nach Wollseifen. Dort gab es keinen Wald, sondern ein Schild auf dem stand: „Hier ensteht der Eifelwald bis 2035“ (oder sinngemäß)

Was soviel bedeutet wie: „Jetzt ist halt noch kein Wald da.“

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