Schnee und Rodel gut – Spaß an den Rheinauen bei Neuss

Im Schnee laufen ist gar nicht so einfach...

Im Schnee laufen ist gar nicht so einfach…

Am Niederrhein fällt ja eher wenig Schnee, umso mehr freut es mich, dass unser Kind bereits mit 19 Monaten die Gelegenheit bekommen hat, Schnee ohne Winterurlaub kennen zu lernen.

Als es am Freitag begann heftig zu schneien, konnte er das weiße Zeug auf dem Boden überhaupt nicht fassen. Immerhin lagen bereits 10 cm, also gut bis zu seinem Knie.

Bis wir zur nächsten Häuserecke kamen, fand er es total toll…und dann kam der Wind von vorne. Plötzlich wurde ihm die Sache unheimlich und er wollte lieber auf den Arm. Als dann gestern die Sonne schien, bei schön frostigen minus 4,5 c°, haben wir ihn gut eingepackt und holten sein Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr aus dem Keller. Seinen Schlitten konnte er bisher nicht verwenden.

Rodeln an den Rheinauen

Rodeln an den Rheinauen

Wir gingen zu den Rheinauen im Naturschutzgebiet, direkt bei uns vor der Haustüre. Wir hatten bereits in den letzten Jahren beobachtet, wie die Kinder dort in Horden rodeln gehen.

Nun waren wir mit dem Kind auch dabei. Die Idee hatten natürlich auch dieses Jahr noch andere und wir trafen tatsächlich noch einige von den Bekannten vom Spielplatz und aus den anderen Tagesmütter-Gruppen. Er rodelte zuerst mit uns gemeinsam, später dann auch ganz alleine die Hügel runter. Er hatte großen Spaß.
Das Rodeln artete für die Eltern in Sport aus, Kind und Schlitten wollten den Berg ja wieder hoch, um nochmal fahren zu können.

Wir verabredeten uns für heute direkt wieder, aber leider ist es draußen überhaupt nicht mehr schön. Aus Schnee und Eis wurden inzwischen Matsch und dreckiges Wasser, schade.

Nebenher üben aktuell fleißig mit unserem Sohn sprechen, meistens über das Benennen von Dingen und Tieren, da können auch Bilderbücher helfen.

Als meine Frau die Tage mit dem Kind unterwegs war, trafen sie auf einen Mann in Begleitung eines großen, haarigen Tieres.

Unser Kind sagte laut: “Da! Mäh!”

Der Mann guckte beleidigt und meine Frau sagte zu unserm Kind: “Nein, das ist kein Schaf, das ist ein Hund.”
Darauf er: “Wau?”

“Ja genau, ein Wau-Wau, ein Hund.”

Das Kind sah den Mann fragend an, dieser musste daraufhin richtig losprusten, der Hund hatte offenbar alles verstanden und würdigte unseren Sohn keines Blickes mehr.

Kindermund tut Wahrheit kund, oder?

 

 

Schnee, Schatten und alte Weiber

Natürlich kann unser Sohn Schnee noch nicht richtig genießen, aber als ich heute mit ihm vor der Tür war, fand er die weißen Dinger, die vom Himmel fallen schon sehr, sehr spannend.

Noch spannender war allerdings das Dutzend Kinder, das im Naturschutzgebiet, auf den komplett gefrorenen Überschwemmungsflächen, eine riesige Schlittschuhbahn “entdeckt” hatte und begeistert Eishockey spielte. Leider habe ich davon kein Foto machen können.

Der Schnee ist ja nun leider nicht liegen geblieben, so dass Rodeln wieder einmal ausfällt. Hoffentlich kann unser Kind in den nächsten Wochen sein Weihnachtsgeschenk noch einweihen, im Sommer ist Schlitten fahren ja eher langweilig.

Heute ist mein geliebter Quinny über die Kleinanzeigen verkauft worden, schade, dass der Sohn meine Begeisterung für den Wagen nicht teilen wollte. Hoffentlich bekommt er ein gutes, neues zu Hause.

Bevor wir den Kleinen in sein Bett bringen wollten, war ich noch in der Küche mit dem Abendessen beschäftigt. Im Flur war das Licht aus und auch im Wohnzimmer war es dunkel, nur das Licht der Dunstabzugshaube erleuchtete den Flur.

Auf der Wand hinter der Treppe zeichneten sich lange Schatten ab. Als der Sohn seinen Schatten entdeckte, gab es kein halten mehr. Im vollen Krabbel-Galopp rannte er seinem Schatten entgegen.
Angekommen wurde fleißig gewunken, beinahe so schnell, dass sein Schatten nicht mehr mitkam. Danach krabbelte wieder zur Küche, drehte sich um, und…

…der Schatten wurde wieder entdeckt, also wieder drauf los. Das Ganze wiederholte er eine halbe Stunde lang und war danach völlig geschafft. So geschafft, das er zum ersten Mal nach Wochen wieder durchschlief.

An dieser Stelle vielen Dank an den Schatten unseres Kindes. Vielleicht geht er zum Karneval ja doch als Lucky Luke.

Die Ur-Oma wurde letzten Donnerstag 94 Jahre alt, leider konnten wir nicht hin fahren, da unser Kind und ich gemeinsam ja immer noch heftig erkältet waren. Das haben wir nun heute nachgeholt.

94 – Alte Weiber und Altweiber im Altenheim – Ur-Oma Schüffelgen in guter Tradition der Blumenfrau aus Villip bei Bonn.

Was wir nicht bedacht hatten: Heute ist Altweiber!

Und wo feiern alte Weiber besonders gerne? Richtig, im Altenheim, da war richtig jet los. Da das Kind offenbar Karnevalsmucke richtig jut findet, hatte dat Panz seinen Spaß.  Wir nicht, denn mit Karneval hatte ich noch nie was am Hut. Wat sollet, et küt wie et küt. Ur-Oma hatte ihren Spaß mit dem Ur-Enkel und hielt stolz Hof.

Wir haben es ihr gegönnt, immerhin ist meine Ur-Ur-Oma die Blumenfrau “Mutter Schüffelgen” aus Villip bei Bonn, ein echtes “Bonner Original” und auf einem Karnevalsorden verewigt.

 

 

Das eiskalte Schleim-Monster – Minus 20c°

Im Kinderwagen bei Minusgraden

Im Kinderwagen bei Minusgraden

Dass es kalt ist, hat vermutlich jeder gemerkt. Wir wohnen unter dem Dach in einem Haus, das 1982 gebaut wurde und heizen uns aktuell blöde. Unser Thermometer zeigte heute Morgen minus 13,8 Grad an, in der Nacht waren es sogar minus 20 c° auf dem Balkon. Wir hätten doch die neuen Fenster einbauen sollen.

Natürlich gehen wir auch bei diesen Temperaturen an die frische Luft. Im neuen Kinderwagen fühlt sich unser Kind offenbar sehr wohl und warm ist ihm im neuen Fußsack auch, so kann man ruhig eine Stunde raus gehen. Schnee ist ja bisher bei uns noch nicht gefallen, also ist Rodeln im Naturschutzgebiet noch nicht drin gewesen. Ich selbst bin absolut beeindruckt von meinen neuen Wanderschuhen, in denen habe ich immer total warme Füße, auch die andere Funktionskleidung macht sich super bei dem Wetter. So wird einem beim Schieben zumindest nicht ganz so kalt.

Unser Kind selbst bekommt eine Daunenjacke und noch eine Mütze dazu als Kälteschutz an, beides haben wir gebraucht im Second-Hand-Laden “Aramsamsam” bei uns in Grimlinghausen ergattert. Die Mütze steht unserem Kind erstaunlich gut.

Einige Tage später war ich dann erkältet, mit Verdacht auf Keuchhusten, mein Sohn hat nun auch einen Schnupfen abbekommen, so macht der Tag richtig Freude. Die richtigen Klamotten schützen dann vielleicht doch nicht vor Viren und Bakterien. Weiterlesen