Ausritt in Holland

Reiten in Beesel, Holland

Reiten in Beesel, Holland

Dass unser Sohn Pferde mag und auf Ponyhof-Geschichten steht, wissen nicht nur wir, sondern auch Familie und Freunde.

Zu seinem 4. Geburtstag hatte er von seiner Patentante eine Stunde Reiten geschenkt bekommen, dafür fuhren wir nun am Wochenende nach Beesel in Holland, wo ihr ehemaliger Reitstall immer noch Ponys verleiht. Wir hatten es unserem Sohn vorher nicht verraten, als er es erfuhr, war er völlig aus dem Häuschen.

Angekommen sah er sich die Pferde an und suchte sich einen Haflinger aus, nicht zu klein, nicht zu groß. Den Inhaber des Reitstalls hatte er im Handumdrehen mit seinem Charme überzeugt und war bereits mit dem Pferd draußen, als wir noch gar nicht bemerkt hatten, dass er längst auf dem Pferd saß. Die Stunde verging wie im Flug, wir werden das in Zukunft wohl öfter machen, bis er dann endlich offiziell Reitstunden nehmen darf. Das geht hier überall erst ab sechs Jahren. Weiterlesen

Nun reitet: Piet auf Bonito

Als ich letzte Woche bei Aramsamsam war, unserem Second-Hand-Laden für Kinderklamotten in Grimlinghausen, stolperte ich über eine Reitschutzausrüstung für Kinder. Inzwischen bin ich mit dem Anblick dieser üblicherweise recht teuren Ausstattung gut vertraut. Das war ja nicht immer so:  Eine schusssichere Weste für Kinder?

Für einen kurzen Moment dachte ich darüber nach, die Schutzausrüstung zu erwerben, denn Piet war zum Ponyreiten eingeladen worden. Genauer gesagt hatte ein Spielplatz-Kumpel ihn zum Geburtstag eingeladen, und der sollte auf einem Ponyhof stattfinden, natürlich inkl. Ponyreiten. Tolle Aktion. Ich dachte kurz an die kniehohen Ponys, die üblicherweise für Kinder unter drei Jahren genommen werden und ließ den Helm samt Weste im Laden hängen.

Das wäre ja dann doch etwas übertrieben, oder?

Es waren gut 10 Kinder zur Feier auf Gut-Niederheid, Piet war der Jüngste, die anderen waren eher  vier Jahre alt, so wie das Geburtstagskind. Unser Sohn konnte das Ponyreiten kaum abwarten, er freute sich riesig darauf. Er kennt das passende Conny-Buch schon seit langen auswendig. Nicht alle Kinder waren so begeistert, zwei wollten gar nicht auf die Tiere steigen. Eine junge Frau, die das Reiten organisierte, teilte die Kinder den Ponys zu.

„Minitou“ war schnell vergeben, unser Sohn kam als letzter dran:

„Welches Pony möchtest du denn reiten?“

„Das Schwarze!“ antwortete Piet.

„Das Schwarze?!“ fragten einige Eltern und die junge Frau im Chor

„Das war ja klar.“ flüsterte ich mir in die Jacke. Weiterlesen

Wir waren dann mal weg: Der Fehlenhof

Ferienwohnungen auf dem Fehlenhof

Ferienwohnungen auf dem Fehlenhof

Unser letzter Tapetenwechsel war nun schon sehr lange her, wir beschlossen daher recht kurzfristig mal wieder ein paar Tage weg zu fahren. Freunde von uns waren kurz zuvor auf einen Bauernhof gefahren, da der Sohn total jeck auf Traktoren und große Landmaschinen ist. Als uns auf dem Spielplatz eine Mutter von von ihrem verlängertem Wochenende in der Eifel erzählte, war für uns die Sache klar: Wir fahren auf einen Bauernhof.

Ferien auf dem Bauernhof sind ja ein echter Klassiker, aber wo fährt man am besten hin? Nach Bayern? In das Sauerland? In den Osten? Wir wollten nicht weiter als zwei Stunden mit dem Auto fahren und da wir zuletzt ja im Sauerland gewesen sind, fuhren wir diesmal eben in die Eifel. Der Empfehlung der Mutter vom Spielplatz sind wir gefolgt und haben uns ebenfalls im Fehlenhof einquartiert.

Der Bauernhof liegt in der Nähe von Bleialf, der nächst größere Ort ist Prüm. Die Landschaft ist sehr schön, die Häuser haben mir auf der belgischen Seite aber besser gefallen. Der Fehlenhof bietet sieben Ferienwohnungen an, die Preise sind in üblicher Höhe, die Vermieter sind super nett. Eigentlich wird jeden Tag eine Aktion geboten: Weiterlesen

Eine schusssichere Weste für Kinder?

Heute waren wir in Willich, Piets Oma besuchen, also in diesem Fall meine Mutter. In Willich gibt es auch einen kleinen Second-Hand-Laden für Kindersachen, ähnlich unserem „Aramsamsam“ in Grimlinghausen. Die Auswahl ist aber etwas größer und die Preise dafür etwas höher. Leider hatte das Geschäft krankheitsbedingt geschlossen, ein wenig Schaufenster-Shoppen haben wir allerdings doch gemacht.

Vor einem Fenster blieb mein Blick an einer schusssicheren Weste für Kinder im Polizei-Look hängen, zumindest sah diese für mich so aus. Das konnte doch nicht sein, die haben sogar zwei davon und die Neupreise lagen jenseits der 100 Euro Grenze, es war also auf keinen Fall eine Art Spielzeug-Weste. Wir rätselten darüber eine Weile gemeinsam.

Meine Frau vermutete, dass es sich um Schutzwesten (Sicherheitsweste) für den Reitsport handelt. Damit hatte sie wohl auch recht. So was gab es zu meiner Zeit nicht. Einen Moment dachte ich über den Sinn nach, denn ich bin mindestens ein Duzend mal vom Pferd geflogen, manches Mal im vollen Galopp. Mir ist nie etwas passiert, aber meine Frau brachte es auf den Punkt:

„Da hast du einfach Glück gehabt, Superman lebte dafür im Rollstuhl.“

Als wenn das noch nicht genug wäre, ergänzte sie noch den Hinweis, dass ich  ja auch mit Helm Fahrrad fahre. Das gab es früher ja auch nicht und unser Sohn bekommt mit Sicherheit auch einen Helm, wenn er mit dem Laufrad loslegt.
Da habe ich nichts hinzuzufügen.