As long as i am getting leaner…

Ich, im Jahr 2005 mit ca. 120 Kg.

Ich, im Jahr 2005 mit ca. 120 Kg.

Heute war es soweit, ich wiege wieder 89 Kilogramm. Das letzte Mal in meinem Leben, wo meine Waage diesen Wert angezeigt hat, war ich ca. zwölf Jahre alt.

Ja, ich war ein dickes Kind.

Ich habe nun seit 2012 rund 35 Kilogramm abgenommen. Viele haben noch „die Hose“ oder „das Kleid“ in ihrem Kleiderschrank liegen, die Sachen, in die man unbedingt mal wieder hinein passen will. Meine habe ich längst weg gegeben, die waren viel zu groß. Andere wiederum wollen das Gewicht von ihrer Hochzeit wieder erreichen, das ist bei mir nun 23 Kilo her.

In meinem Umkreis finden einige die Veränderungen zu heftig, dabei bin ich mit 89 Kilogramm auf 1,83 Meter immer noch übergewichtig, zumindest nach dem BMI. Natürlich ist das so nicht ganz richtig, aber nur weil ich bei einem Bodybuilding-Wettkampf starten möchte, bin ich noch lange nicht mager-süchtig, dafür esse ich viel zu gerne. Die drei Tage nach dem Wettkampf sind schon fest geplant und werden „das große Fressen“ locker in den Schatten stellten. 🙂

Mit dem Erreichten bin ich schon ganz zufrieden, unter 90 Kg zu kommen war mein großes Ziel für dieses Jahr, alles, was jetzt noch kommt, ist sozusagen Bonus.
Das Bild oben und unten zeigt die gleiche Hose, die ich bereits 2005 getragen habe, damals war der Gummizug übrigens am Anschlag.

Noch macht das Training in Studio die meiste Zeit Spaß, auch wenn es natürlich immer anstrengender wird. Die aktuelle Form möchte ich gerne nach dem Wettkampf halten, also die 89 Kg. Ich finde, das steht mir ganz gut und mit rechnerisch 9% Körperfett  auch definitiv noch nicht zu dünn, in echt sind es  übrigens vermutlich ca. 5 % mehr.
Der Wert dient nur mir als Referenz und ist nicht mit anderen vergleichbar. Weiterlesen

40 Tage

In 40 Tagen ist die deutsche Meisterschaft GNBF 2014. Ich bin mitten in der „richtigen“ Wettkampfdiät und mir geht es echt mies. Vor allem mental ist es täglich eine Herausforderung.

Das macht wirklich keinen Spaß mehr und ich leide, es ist eine einzige Quälerei.

Mein Trost ist: Während meiner Fibromyalgie-Erkrankung ging es mir tatsächlich noch viel schlechter, nur habe ich jetzt eben die Wahl, jederzeit aufzuhören. Am letzten Freitag hatte ich meinen persönlichen und privaten „Reality-Check“, wo Menschen, die sich mit Bodybuilding auskennen, meine aktuelle Form angeschaut haben:

Der Erste hat gelacht, der Zweite hat „vergiss es“ gesagt, der Dritte respektierte das Erreichte, gab mir in der verbleibenden Zeit bis zum Wettkampf aber keine Chance für eine Bühnenform.

Angemeldet bin ich nun allerdings bereits, das Hotel ist gebucht, also ziehe ich das auch bis zum Ende durch, ob ich mich dann vor Publikum ausziehe, entscheide ich kurz vor dem Wettkampf. Ich habe nun 27 Kg abgenommen, es müssen noch ca. 5 Kg + X runter, wobei aktuell X = 3 Kg ist. Für die Diät bleiben halt gerade noch 35 Tage übrig, das ist und bleibt knapp. An Trainingstagen bin ich nun 90 Minuten an den Geräten, 45 Minuten auf dem Cross-Trainer, 30 Minuten auf dem Fahrrad und 30 Minuten in der Posingroutine. Das ganze bei 1500 Kcal Nahrungsaufnahme. Nicht lustig.

Beim Posing hilft mir mein ehemaliger Trainingspartner und IFBB-Athlet, es ist gut, jemand sehr erfahrenen zu haben, der einem diesen Teil des Sports erklärt. Das Posing ist bei weitem nicht so einfach, wie man denken mag und es ist technisch sehr anspruchsvoll, von der „Kür“ rede ich mal gar nicht.

Aktuell liege ich bei 11,4 % KFA, der FFMI sinkt langsam, aber stetig, ich bin bei 24,9 angekommen. Zumindest die 10% Körperfett liegen nun in erreichbarer Nähe, nur gefällt mir das Resultat eben noch nicht.