Harira, Kichererbsen-Eintopf mit Rindfleisch

Harira, Kichererbseneintopf mit roten Linsen

Harira, Kichererbseneintopf mit roten Linsen

Es gibt Gerichte, die ich immer wieder gerne koche, dazu gehört auf jeden Fall der “Harira” Eintopf. Ich koche diesen richtig mit Substanz und nicht als “Ochsenschwanzsuppe mit Kichererbsen”, wie ich diese schon serviert bekommen habe. Das ist natürlich Geschmackssache, wer lieber eine Suppe mag, kann einfach mehr Brühe und Tomaten zugeben. Das Gericht gibt es in unzähligen Varianten, ich habe verschiedene Rezepte ausprobiert, dieses ist mir am liebsten.

Die Mengenangaben beziehen sich auf einen großen Topf, das Gericht ist glutenfrei, caseinfrei und erfüllt die Richtlinien für pegane Ernährung.

Die Kartoffeln und Karotten in kleine Würfel schneiden, den Stauden-Sellerie quer in kleine Streifen, die Zwiebeln fein hacken und alles beiseite stellen. In einem großen Topf Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln glasig schmoren, dann das Fleisch dazu geben. Wenn das Fleisch Farbe angenommen hat oder zu viel Saft verliert das Gemüse, Kichererbsen und die Linsen zugeben und mit Brühe bedecken. Alles zusammen aufkochen und in etwa eine halbe Stunde köcheln lassen (bei Verwendung von Gulasch anstatt Hackfleisch 60 Minuten), dann die Gewürze unterheben. Wenn der Eintopf zu fest wird, die Tomaten portionsweise zugeben und insgesamt 30 Minuten weiter kochen. Am Ende der Garzeit die fein geschnittene Petersilie unterheben und mit Zitronensaft, Honig, Salz und Pfeffer abschmecken. Falls der Eintopf zu flüssig geworden ist, mit Tomatenmark oder Speisestärke abbinden.

Anstatt Rind habe ich schon mal Lamm oder Hähnchen verwendet, ist auch sehr lecker. Es geht auch vegan ganz gut, dafür einfach das Fleisch weg lassen und Gemüsebrühe verwenden, durch den hohen Anteil Hülsenfrüchte ist das Gericht auch vegan sehr proteinhaltig.

 

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Die Pegane Ernährung bei Myalgischer Enzephalomyelitis (ME-CFS), Poly-Neuropathie und Fibromyalgie

Jahrelang hatte ich nur wenige Symptome meiner Myalgischen Enzephalomyelitis und der  Polyneuropathie, die damit zusammenhängende Fibromyalgie war beinahe komplett verschwunden. Einige Symptome, wie z.B. Juckreize an Armen, Beinen, Händen und Füßen blieben konstant vorhanden, ebenso häufige Krämpfe in Waden, Beinen und dem Rücken, alle anderen Symptome habe ich durch eine GFCF-Diät vor über 10 Jahren und anschließender dauerhafter anti entzündlicher und vor allen glutenfreier Ernährung überwiegend beseitigt.

Seit drei Jahren sammelten sich immer mehr neue Symptome an, die ich anfangs gar nicht mir der Myalgischen Enzephalomyelitis, der Polyneuropathie oder Fibromyalgie in Verbindung gebracht habe:

“Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad körperlicher Behinderung führt. […] Neben der Post-Exertional Malaise leiden die Betroffenen unter Symptomen des autonomen Nervensystems wie Herzrasen, Schwindel, Benommenheit und Blutdruckschwankungen. Viele Betroffene können dadurch nicht mehr für längere Zeit stehen oder sitzen. Medizinisch spricht man von der orthostatischen Intoleranz. […] Hinzu kommen Muskelzuckungen und -krämpfe, massive Schlafstörungen und neurokognitive Symptome wie Konzentrations-, Merk- und Wortfindungsstörungen (oft als »Brain Fog« bezeichnet) sowie die Überempfindlichkeit auf Sinnesreize. ”  mecfs.de
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Polyneuropathie, ME/CFS und Fibromyalgie oder doch noch was anderes?

Nach vielen Jahren ohne Arztbesuche, außer bei Sportverletzungen und Vorsorge-Untersuchungen, lege ich seit Dezember letzten Jahres wieder einen Ärzte-Marathon hin. Es ist ein kleines Deja-Vu, denn wieder ist es so, dass die Ärzte mir nicht weiter helfen wollten oder konnten.

Ich habe das Pech drei chronische Erkrankungen zu haben, die teilweise kaum einer kennt, dann zusätzlich auch noch das Problem, dass ich nicht in die typischen Muster passe, die normalerweise mit dieser Erkrankung einher gehen. Mit knapp 30 Jahren war es noch viel schlimmer, weil in diesem Alter das einfach extrem selten vorkommt “sie sind viel zu jung”, mit Mitte 40 bin ich an der typischen Altersgruppe erheblich näher dran, dennoch erfülle ich nicht überall die üblichen Kriterien für z.B. die Polyneuropathie, denn ich habe kein Diabetes und ich trinke auch schon seit Jahren nur noch sehr wenig bzw. gar keinen Alkohol mehr, ich ernähre mich nach den allgemeinen Maßstäben sehr gesund. Offiziell ist es eine “unklare Genese”, was bedeutet, dass der Neurologe die Ursache nicht bestimmen konnte, das macht eine Therapie praktisch unmöglich.

“ME/CFS ist seit 1969 von der WHO als Erkrankung des Nervensystems klassifiziert (ICD-10: G93.3). […]ME/CFS ist eine vernachlässigte Erkrankung, die trotz Häufigkeit und Schwere z. B. an keiner deutschen Universität Bestandteil des Curriculums und dementsprechend auch ärztlicherseits kaum bekannt ist.” Aus: Petitionen im deutschen Bundestag Weiterlesen