Am Rosenmontag im Krankenwagen

Wenn am Rosenmontag Menschen im Krankenwagen fahren, dann meistens, weil diese ein wenig zu tief ins Glas gesehen haben. Für unseren Sohn hatte ich das erst mit frühestens 15 Jahren erwartet, aber fangen wir mal vorne an.

Die Karnevalsparty im Kindergarten war bereits am Donnerstag und Freitag, Rosenmontag und Veilchendienst sollte er geschlossen bleiben. Während bei den Jungen eine größere Diversität vorhanden war, was überwiegend Feuerwehrleute, Polizei und Star-Wars-Figuren bedeutete, waren die Mädchen beinahe ausschließlich als Königin Elsa aufmarschiert.
Unser Kind fiel etwas aus dem Rahmen, er ging als „Elsa-Prinzessinen-Katze“. Ein Kostüm nach eigener Definition.

Am Sonntag fuhren wir dann nach Anrath zum Zug, da wir uns mit Montag und der Wettervorhersage etwas unsicher waren. Der Zug in Anrath war nett und erstaunlich gut besucht, unser Kind hatte sich an diesem Tag für das Kostüm „goldenes Einhorn“ entschieden, ebenfalls nach eigener Bastelarbeit, was es Außenstehenden etwas schwierig machte, das Kostüm auf Anhieb korrekt zu deuten.

Fette Beute an Karneval

Fette Beute an Karneval

Unser Kind machte reichlich Beute, auch ohne meine Hilfe. Für Montag war dann angedacht, dass er drei Stunden bei meiner Schwiegermutter verbringt, ich wollte in dieser Zeit zum Sport und die Oma freute sich, den kleinen Wirbelwind auch mal wieder um sich zu haben.

Als ich ihn nach dem Sport abholen wollte, fand ich nur einen Zettel, mit dem Hinweis, dass ich nach Hause fahren soll. Da war ich etwas irritiert, aber ich war ja zwischendurch nicht erreichbar gewesen, also fuhr ich nach Hause, wo dann aber keiner war.

O.K., JETZT machte ich mir Sorgen. Weiterlesen

Let’s have a Party…

Obstbäume blühen im AprilKindergeburtstag, für uns stand dieses Jahr fest: Den 4. feiern wir zuhause, möglichst im Garten. Letztes Jahr waren wir alle gemeinsam Pony-Reiten.

Wir fragten unseren Sohn, wen wir einladen sollen. Er zählte den ganzen Kindergarten auf. Wir begrenzten die Anzahl der Kinder auf acht, was uns immer noch mehr als reichlich vorkam, wir gingen aber auch davon aus, dass nicht alle kommen würden. Zwei Jungs zzgl. unserem Sohn und noch fünf Mädels, vermutlich eher untypisch, aber gut.

Meine Frau und ich besprachen, wie wir das organisieren:  Sie wollte die Kinder lotsen und beschäftigen, also kümmerte ich mich um die Kuchen, Rohkost- und Fingerfood-Teller. Wir waren uns einig, dass wir bei den Geschenken keine Vorgaben machen wollten. In unserem Bekanntenkreis ist das aktuell ein großes Thema, teilweise geht das soweit, dass die Geschenke zugeteilt werden, wir haben aber auch von Gutschein-Aktionen oder Bargeld-Bitten gehört, wo dann die Eltern alle Geschenke besorgen. Wir finden das doof.

Nur, wenn man keine Vorgaben macht, bekommt das Kind auch Dinge geschenkt, die man noch nicht kennt, oder auf die man nie gekommen wäre aber voll einschlagen. Für die Verwandschaft gab es die Regel, dass nur ein Geschenk pro Person gemacht werden soll, das artet sonst gerne in einen Wettstreit aus.

Was die Aktionen auf der Party angeht, da bin ich auch eher für weniger Organisation, als für mehr. Wenn die Kinder von ganz alleine in einen Flow kommen, braucht man nicht nachhelfen, oder noch viel schlimmer, man unterbricht den Flow, um Topfschlagen zu machen, weil das eben jetzt auf dem Programm steht. Habe ich alles schon erlebt.

Wir wollten keinen Wettstreit und haben auf derartige Spiele bewusst verzichtet. Meine Frau hatte die Idee, 20 Flummis im Sandkasten zu vergraben. Die Kinder fanden das ganz von alleine heraus und hatten reichlich Spaß mit ihrer tollen „Entdeckung“.

Flummi-Suchen im Sandkasten

Flummi-Suchen im Sandkasten

Wir hatten sozusagen einen Backup-Plan, falls alles schief läuft, aber der war nicht nötig. Weiterlesen

Süßes oder saures, oder: Wie bekommt man Eier von den Rolladen und Fenstern?

Wir haben an Halloween gefeiert, wie in einigen Jahren zuvor in unserer Wohnung auch. Allerdings feiern wir nicht Halloween, sondern ganz schlicht Geburtstag, den von meiner Frau und mir zusammen, denn wir haben beide im Oktober Geburtstag und der 31.10. bietet sich eben ganz gut für eine kleine Party an.

Wir laden dazu allerdings nur Freunde ein, die Familie kommt an anderen Tagen. Dieses Jahr waren auch Kinder mit dabei, was erstaunlich gut funktioniert hat, obwohl viele sich gar nicht vorher kannten. Kaum waren die ersten Kinder eingetroffen, verschwanden diese im Spielzimmer und die Erwachsenen konnten sich angenehm unterhalten.

Hin und wieder klingelten auch verkleidete Kinder aus der Nachbarschaft und forderten „süßes oder saures“, das war aber kein Problem, denn wir hatten reichlich Süßes eingekauft und gebunkert, denn St. Martin ist ja auch bald wieder. Es waren aber recht wenige, für St. Martin erwarten wir da erheblich mehr Andrang. 😉

Es wurde ein netter Abend, ich hatte reichlich gebacken und gekocht. Unser Kind schlief gegen 9:00 Uhr einfach auf dem Schoß seiner auserwählten Lieblingsperson ein und wurde in sein Bett gelegt. Immerhin konnten wir mit nur einer Unterbrechung bis 6:00 Uhr schlafen. Das sind ganze vier Stunden, erfahrene Eltern kommen damit halbwegs klar. 🙂

Als ich am Morgen mit dem Aufräumen weitermachte und Platz für das Frühstück organisierte, ging die automatische Rollade hoch. Mit einigen seltsamen, knackenden Geräuschen, die sonst nicht vorkommen. Da die Sonne bereits schien, erkannte ich schnell die Ursache: Jemand hatte in der Nacht ein Ei an das Fenster geworfen, das war natürlich eingetrocknet. Größe „M“ schätze ich, vermutlich Bodenhaltung, aber noch gut.

Eine echte Sauerei. Weiterlesen

Partyalarm

So ein Karton ist spannend

So ein Karton ist spannend

Traditionell feiern meine Frau und ich unsere Geburtstage zum Ende von Oktober mit allen unseren Freunden und Bekannten. Glücklicherweise können immer einige nicht, so dass wir noch meistens mit dem Wohnzimmer und der Küche auskommen und alle Anwesenden mehr oder weniger sitzen können. 😉 Diesmal waren wir recht wenige, grob gerechnet um die 24 Personen (mit Kindern), wir waren auch schon mal weit über dreißig, da wurde es mit dem Platz schon sehr kuschelig.

Für den Abend koche ich grundsätzlich selbst. Ich plane dafür immer mindestens vier Gerichte und davon für mindestens 50 Portionen. Bisher sind wir immer hingekommen, diesmal gab es eine Fischsuppe, Wachtelbohneneintopf, Rote-Linsen-Curry und Kichererbsen mit Mango und Hack. Letzteres war am Beliebtesten. Das Rezept poste ich bei der nächsten Gelegenheit. Weiterlesen

Die Welt ist klein

Wir waren zu einem Geburtstag in Köln eingeladen, inzwischen haben wir ja Routine, was Tagesausflüge angeht, also alles in unser Auto gepackt und los. Es war eine von den Partys, auf denen man niemand außer den Gastgebern kennt, so etwas kann ja fürchterlich nach hinten los gehen und unglaublich langweilig werden.
Aber meine Frau und ich müssen dringend unter Leute, also gab es kein Halten.

Vor Köln standen wir im Stau, wo auch sonst. Was macht man, wenn man so im Stau steht? Also wir lästern gerne über andere Mitreisende in Fahrzeugen in unserer Nähe. Die hören einen ja nicht. 🙂

Meine Frau sagte: „Sieh mal, der schwarze Golf Kombi, da kann man auch schon am Kinderwagen das Geschlecht des Kindes erkennen.“

Das stimmte, so rosa, oder besser pink war der Buggy, darin kann man nur ein Mädchen spazieren fahren, ohne rot zu werden. Wir wollten weder blau noch rosa haben, mit nato-grün kann ich gut leben. In diesem Moment fiel mein Blick auf das Nummernschild, oh ein Düsseldorfer, der sich nach Köln traut. Moment, das Nummernschild kenne ich, das ist doch ein Arbeitskollege von mir. Dat jibbet nich. Als wir den Wagen überholten, stellte sich heraus, dass ich Recht hatte, übrigens hat mein Kollege ein wirklich süßes Mädchen, da geht dann auch rosa voll in Ordnung. 😉

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