Die Pegane Ernährung bei Myalgischer Enzephalomyelitis (ME-CFS), Poly-Neuropathie und Fibromyalgie

Jahrelang hatte ich nur wenige Symptome meiner Myalgischen Enzephalomyelitis und der  Polyneuropathie, die damit zusammenhängende Fibromyalgie war beinahe komplett verschwunden. Einige Symptome, wie z.B. Juckreize an Armen, Beinen, Händen und Füßen blieben konstant vorhanden, ebenso häufige Krämpfe in Waden, Beinen und dem Rücken, alle anderen Symptome habe ich durch eine GFCF-Diät vor über 10 Jahren und anschließender dauerhafter anti entzündlicher und vor allen glutenfreier Ernährung überwiegend beseitigt.

Seit drei Jahren sammelten sich immer mehr neue Symptome an, die ich anfangs gar nicht mir der Myalgischen Enzephalomyelitis, der Polyneuropathie oder Fibromyalgie in Verbindung gebracht habe:

“Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad körperlicher Behinderung führt. […] Neben der Post-Exertional Malaise leiden die Betroffenen unter Symptomen des autonomen Nervensystems wie Herzrasen, Schwindel, Benommenheit und Blutdruckschwankungen. Viele Betroffene können dadurch nicht mehr für längere Zeit stehen oder sitzen. Medizinisch spricht man von der orthostatischen Intoleranz. […] Hinzu kommen Muskelzuckungen und -krämpfe, massive Schlafstörungen und neurokognitive Symptome wie Konzentrations-, Merk- und Wortfindungsstörungen (oft als »Brain Fog« bezeichnet) sowie die Überempfindlichkeit auf Sinnesreize. ”  mecfs.de
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Polyneuropathie, ME/CFS und Fibromyalgie oder doch noch was anderes?

Nach vielen Jahren ohne Arztbesuche, außer bei Sportverletzungen und Vorsorge-Untersuchungen, lege ich seit Dezember letzten Jahres wieder einen Ärzte-Marathon hin. Es ist ein kleines Deja-Vu, denn wieder ist es so, dass die Ärzte mir nicht weiter helfen wollten oder konnten.

Ich habe das Pech drei chronische Erkrankungen zu haben, die teilweise kaum einer kennt, dann zusätzlich auch noch das Problem, dass ich nicht in die typischen Muster passe, die normalerweise mit dieser Erkrankung einher gehen. Mit knapp 30 Jahren war es noch viel schlimmer, weil in diesem Alter das einfach extrem selten vorkommt “sie sind viel zu jung”, mit Mitte 40 bin ich an der typischen Altersgruppe erheblich näher dran, dennoch erfülle ich nicht überall die üblichen Kriterien für z.B. die Polyneuropathie, denn ich habe kein Diabetes und ich trinke auch schon seit Jahren nur noch sehr wenig bzw. gar keinen Alkohol mehr, ich ernähre mich nach den allgemeinen Maßstäben sehr gesund. Offiziell ist es eine “unklare Genese”, was bedeutet, dass der Neurologe die Ursache nicht bestimmen konnte, das macht eine Therapie praktisch unmöglich.

“ME/CFS ist seit 1969 von der WHO als Erkrankung des Nervensystems klassifiziert (ICD-10: G93.3). […]ME/CFS ist eine vernachlässigte Erkrankung, die trotz Häufigkeit und Schwere z. B. an keiner deutschen Universität Bestandteil des Curriculums und dementsprechend auch ärztlicherseits kaum bekannt ist.” Aus: Petitionen im deutschen Bundestag Weiterlesen

Die Polyneuropathie und Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS) meldet sich zurück

Ostpreußische Walderdbeeren, haben wir im Vorgarten, ebenso Minze, Thymian, Estragon, Majoran, Salbei, Birne, Aprikose, Nektarine, Pfirsich, Tafelweintrauben, Feige und Zucchini.

Im Jahr 2005 erwischte mich eine schwere Grippe, die irgendwie nie wieder verschwand. Jahrelang rannte ich zu verschiedenen Ärzten, keiner konnte mir helfen, nachdem die naheliegenden Krankheiten, wie z.B. Diabetes und Borreliose,  ausgeschlossen waren, schickten mich die meisten zum Psychiater. Nur leider waren die bereits nach einer Sitzung davon überzeugt, dass es eine organische Ursache geben musste.

Durch einen Tipp landete ich bei einem Neurologen, der sich speziell mit schwierigen Fällen auseinandersetzte, das war zumindest sein Ruf. Nach vielen Untersuchungen stellte er die Diagnose sensomotorische Polyneuropathie, Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS), Fibromyalgie (18-18 / 60%) und postvirales Erschöpfungssyndrom. Das war 2008.

Kortison und verschiedene Psychopharmaka halfen mir nicht. Ich trank ein Jahr lang keinen einzigen Tropfen Alkohol, auch das brachte keine Verbesserung. Der Neurologe hatte keine weiteren Therapie-Ansätze, nur mit hoch dosierten Schmerzmitteln konnte ich den Alltag überstehen und arbeiten gehen. Den Rest des Tages verbrachte ich im Bett.

Als er mir mitteilte, dass, wenn es so weiter geht, ich höchstwahrscheinlich mit 40 Jahren komplett bettlägerig sein würde, machte ich mich selbst auf die Suche nach einer alternativen Therapie.

In Deutschland gab es damals kaum Informationen dazu, fündig wurde ich auf englischsprachigen Seiten der USA und Großbritanniens. Hier gab es auch Selbsthilfegruppen für Fibromyalgie und der Myalgischen Enzephalomyelitis. Über Umwege landete ich bei der sogenannten Autismus-Diät, die Patienten mit Fibromyalgie zumindest in vielen Fällen Linderung verschaffen sollte. Valide Studien gibt es dafür bis heute nicht.

Ich wollte es ausprobieren, ging zu einem Ernährungsberater, der sich auf Fibromyalgie spezialisiert hatte, und begann mit der antientzündlichen GFCF-Diät. Nach wenigen Wochen ging es mir viel besser, nach einem Jahr waren die meisten Symptome erheblich abgeklungen, einige sogar verschwunden. Ich benötigte beinahe keine Schmerzmittel mehr. Seither ernähre ich mich konsequent anders, als vor der Erkrankung.

Heute kommt der Begriff “pegane Ernährung” auf, ich nannte es bereits vor Jahren “100% Glutenfrei – 80% Paleo“, im Grunde ist es eine histaminarme, von allergenen freie, anti entzündliche Ernährung. Weiterlesen

Fleischkonsum, Gesundheit und Klimawandel

Black Eyed Beans Curry, vegan, gfcf

Black Eyed Beans Curry, vegan, gfcf

Ich bin in den letzten Jahren immer wieder gefragt worden, warum ich mich nicht bemühe vegan zu essen. Zuletzt wurde ich dies von einem jungem Mann beim brasilianischen Jiu-Jitsu (BJJ) gefragt, kurz darauf stellte ich fest, dass er nicht der einzige Veganer in diesem Sport ist.

Da gibt es nun leider nur ein Problem, denn Zöliakie und eine vegane Ernährung passen nicht sonderlich gut zusammen. Auf Dauer war und ist mir das einfach zu anstrengend umzusetzen.

Der typische BJJ-ler ist übrigens Körpergröße in cm minus 100, also recht nah an dem, was man “Idealgewicht” nennt. So wenig habe ich selbst am Ende meiner Bodybuilding-Diät nicht gewogen und bin davon jetzt erst recht ein großes Stück entfernt.

Ein veganer Lebensstil scheint dies eher zu ermöglichen, als eine konventionelle Ernährung, was aber auch einfach Zufall sein kann, es gibt ja auch genügend übergewichtige Veganer. Ich selbst wäre vermutlich nur einer mehr. 😉

Ebenso wenig ist ein veganer Lebensstil in jedem Fall gesund. Ein Schulfreund von mir ernährte sich auch strikt vegan, nur von Cola und Chips.

Nach meinem Knie-Unfall wurde die Gewichtsreduktion für mich wieder wichtiger, denn je weniger Gewicht man auf die Waage bringt, desto besser für die Gelenke. Das ist ja nun nicht unbedingt eine Neuheit. Weiterlesen

Wie man sich bettet…

Ich liege meiner Frau zu Füßen, wortwörtlich.

Aber von vorne:

Seit einiger Zeit fahren wir mit einem Zelt in den Urlaub, auch aus Kostengründen, aber auch, weil es uns wirklich gut gefällt, insbesondere unserem Kind. Zu Beginn hatten wir keine Ahnung, welche Ausstattung wirklich funktioniert und haben uns auf den Rat von erfahrenen Freunden verlassen. Das war auch eine gute Idee und hat uns sicherlich sehr viel Ärger erspart, nur in einer Sache haben wir uns später anders entschlossen, als empfohlen.

Tipp: Zelten mit Kind: Ginsterveld bei Renesse in Zeeland, Holland

Der erste Zeltversuch wurde von uns mit “besseren” Luftmatratzen als Schlafunterlage in Angriff genommen, aber schon nach einer Nacht war klar, das funktioniert so nicht. Ich konnte auf den Teilen nicht pennen und unser Kind rutsche herunter und lag die halbe Zeit auf dem kaltem Boden. Wir brauchten eine andere Lösung und kauften uns die festen Iso-Matten, die auch die “Thru Hiker” (Fernwanderer) auf den Fernwanderwegen in den USA verwenden. Nicht ganz preiswert, aber praktisch unzerstörbar und warm. Auf die Idee bin ich übrigens auch nur gekommen, weil ich noch gerne Reise-Blogs über den Pacific Crest Trail (PCT) oder den Appalachian Trail (AT) lese.

Auf dem Boden schlafen…

Mit diesen Iso-Matten lösten sich dann beide Probleme, ich konnte gut schlafen und unser Kind konnte nicht mehr runter rutschen, sondern schlimmstenfalls auf eine andere, was er auch gerne tat.

Nach dem letzten Urlaub wurde mir klar:

So gut wie im Urlaub schlafe ich zu Hause nie. Weiterlesen

Xacuti-Hühnchen, paleo, gfcf

Ja, tatsächlich, ein Kochrezept, so was hatte ich hier im Blog schon lange nicht mehr. Das Rezept ist nicht einmal neu, sondern fristet bereits seit Jahren sein Dasein in meinem sehr analogem Kochbuch. Wie ich es gerne koche, ist es sehr, sehr scharf, daher kann ich es nur zubereiten, wenn sonst keiner mitessen möchte. 😉

Da meine Frau einige Tage nicht da war, nutzte ich die Gelegenheit.

Xacuti-Hühnchen, paleo, gfcf

Xacuti-Hühnchen, paleo, gfcf

Im Butterschmalz werden die gewürfelten Zwiebeln geschmort, wenn diese schön glasig sind, gibt man die Gewürze und die Kokosrapel dazu, brät diese kurz unter Rühren mit an und löscht mit Hühnerbrühe und Limettensaft ab. Jetzt kommt das in Streifen geschnittene Hähnchen hinein, welches nur noch wenige Minuten (10-15) bei kleiner Flamme gar zieht. Mit Tomatenmark und eventuell etwas zusätzlichem Garam-Masala wird die Soße gebunden. Zum Abschluss werden einige Koriander-Blätter unter gehoben. Wer mag, kann noch mit etwas Honig abschmecken, nicht jeder kann den leicht säuerlichen Geschmack gut leiden. Original wäre es ohne Honig.

Ich nehme gerne Reis dazu, muss man aber nicht.

Zutaten für 4 Portionen: Weiterlesen

Ein Blick in die Blog-Statistik

Ich muss zugeben, ich habe schon viel zu lange nicht mehr in meine Blog-Statistiken gesehen. Auch wenn ich mit dem Blog kein Geld verdiene bzw. verdienen will, möchte ich natürlich dennoch keinen mit meinen Texten langweilen, dann wäre ja der eigentliche Zweck verloren.

Ein Blick in die Statistik kann daher ein wenig helfen, um heraus zu finden, welche Artikel die Leser interessieren, die sich auf meinen Blog “verlaufen” und welche Artikel gerne gelesen werden. Zumindest einmal im Jahr, immer zum Geburtstag des Blogs, sehe ich mir die Besucherstatistiken an und veröffentliche einen Teil davon.

Paleo-Lebkuchen, glutenfrei

Paleo-Lebkuchen, glutenfrei

Was ich aber nun schon sehr lange nicht gemacht habe, ist die Suchbegriffe zu sichten, also die Begriffe, die Leser bei den Suchmaschinen eintippen und anschließend auf meinem Blog landen.

Hier die top 10 der letzten 30 Tage: Weiterlesen

Putenbrust auf Weißkohl-Möhren-Streifen mit Blumenkohl aus dem Römertopf, glutenfrei, paleo

Ich liebe meinen Familien-Römertopf, endlich bekomme ich das ganze Gemüse UND Fleisch hinein, im “normalen” Tontopf war das immer sehr eng.

Für die aktuelle Diät in der Wettkampfvorbereitung ist ein Römertopf (Tontopf) einfach super. Wenig Fett und viel Geschmack, diese Zubereitungsart ist kein Vergleich zum normalem Dünsten.

Das Rezept habe ich gerade sozusagen “erfunden”, aber wirklich schwierig ist das nicht, denn ich werfe immer alles in den Topf und schaue was passiert, aber diesmal war es schon besonders lecker. Kann aber auch sein, dass ich besonders hungrig war. 😉

Pute auf Weißkohl-Möhren-Bett mit Reis und Blumenkohl, paleo, glutenfrei

Pute auf Weißkohl-Möhren-Bett mit Reis und Blumenkohl, paleo, glutenfrei

Den Weißkohl in feine Streifen reiben, wie für Weißkraut-Salat, ebenso die Möhren, beides vermischen und als unterste Lage in den Topf geben. Mit ca. 200 – 300 ml Brühe angießen, der Kohl muss noch reichlich Luft haben. Die Putenbrust zerteilen, in ca. vier Stücke, und in Paprikapulver, Chilli, Essig, Salz und Sojasauce, sowie einem Spritzer Süßstoff kurz marinieren. Für “paleo” natürlich die Sojasauce und den Süßstoff weg lassen und mit einem Esslöffel echtem Honig ersetzen.

Die Putenbrust auf das Gemüse legen, es sollte eine geschlossene Fläche ergeben, darauf dann den grob zerteilten Blumenkohl legen, die Stiele nach unten, sieht netter aus und schmeckt besser. Zwischendurch immer reichlich salzen und zum Abschluss Pfeffer darüber mahlen. Alles für zwei Stunden bei 200 c° in den zuerst kalten Backofen.

Die Brühe nicht weg schütten, sondern für das nächste Gericht im Römertopf aufbewahren, vorher vielleicht durch ein Küchensieb geben. Ich wecke die Brühe auch ein, wenn es zu viel ist oder ich diese nicht innerhalb von drei Tagen verwenden kann.

Ich hatte noch “zufällig” Reis vom Vortag, da ab es für mich noch 100 g dazu, muss aber nicht sein.

Nährwerte je Portion: Kcal 440, Protein 67,5 g, Kohlenhydrate 16 g, Fett 10 g Weiterlesen

Omega Directive

Von Omega-3-Fetten hat vermutlich inzwischen jeder gehört, die “Wunder” für die Gesundheit, die diese Fette vollbringen sollen, lesen sich wie das “Best-Of” der Nahrungs-Ergänzungsmittel. Allerdings sind die meisten Versprechungen von den Leuten, die diese Nahrungsergänzungsmittel verkaufen. 🙂
Ich möchte hier auch gar nicht ewig auf die vielen tollen (vermuteten) Vorteile eingehen, sondern nur auf den Punkt, der mich veranlasst hat, Fischöl-Kapseln zu kaufen und eben diese dann doch zu vermeiden:
“Das Studienergebnis: Fischöl erhöht Anteil der Magermasse und reduziert den Körperfettanteil” aesirsports.de

Es gibt noch weitere Studien zu dem Thema, sicher ist für mich aber, dass kaum ein Bodybuilder auf die Nahrungsergänzung von Omega-3 verzichtet. Frei nach dem Motto: Schaden tut es vermutlich nicht, bestenfalls bringt es halt nichts. Auch ich habe mich dazu hinreißen lassen, eine Packung Fischöl zu kaufen.

Fischöl-Kapseln

Fischöl-Kapseln

Die Omega-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sollen also das Wachstum von Muskelmasse anregen können, soweit so gut, wie viel davon ist denn nun sinnvoll? Zuerst einmal muss man feststellen, dass Omega-3 nicht gleich Omega-3 ist, je höher der EPA-Anteil, desto besser.

Folgende Dosierungs-Empfehlungen habe ich im Netz gefunden: Weiterlesen

Kaninchen mit Speck aus dem Römertopf, glutenfrei, paleo

Letztens noch darüber geschrieben und schon wieder im Ofen: Kaninchen.

Nicht jeder isst gerne kleine Hoppeltiere, wir schon. 🙂

Die Bohnen (TK), Waldpilze (TK) und die gewürfelten Karotten mischen und in den gewässerten Römertopf geben, die Kaninchenteile kommen oben drauf. Erst den Speck darüber geben, dann kommt die Zwiebel in Ringen zum Abschluss. Die Kräuter frisch dazu legen und später wieder entnehmen.

Mit 200 ml Brühe oder Wasser angießen und ab in den kalten Ofen, 2 bis 2,5 Stunden bei 180 c°.

Kaninchen aus dem Römertopf

Kaninchen aus dem Römertopf

Aus dem Sud, bzw. dem Bratensaft kann man wunderbar eine Sauce binden, ich habe diesmal darauf verzichtet und koche lieber am nächsten Tag eine Suppe daraus.

Nährwerte je Portion: Kcal  400,  Protein 60 g, Kohlenhydrate 6 g,  Fett 14 g

Zutaten: Weiterlesen