Unser Vorgarten ist aus Ostpreußen

ostpreußische Walderdbeeren

ostpreußische Walderdbeeren

Als ich im letzten Jahr sechs (!) winzige ostpreußische Wald-Erdbeeren im Vorgarten als Bodendecker pflanzte, fragte ich mich ernsthaft, ob das was werden würde. Immerhin hatten die kleinen Dinger 2,50 je Stück gekostet.

Die Sorge war unbegründet, bereits im letzten Herbst hatten die Wald-Erdbeeren einen großen Teil des Vorgartens erobert, was allerdings in diesem Frühjahr passiert ist, lässt mich einfach nur noch staunen.

Die Walderdbeeren blühen um die Wette und bieten ein tolles Bild.

Jetzt freue ich mich schon auf die erste Ernte, bei der Menge an Blüten sollten die Vögel auch was für uns übrig lassen. Wald-Erdbeer-Marmelade ist ein Traum, auch gut in Kombination mit Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren, allerdings überschneiden sich die Erntezeiten nur kurz.

Das schöne an den Walderdbeeren ist, dass man sie nicht mähen muss und diese auch im Winter grün bleiben, allerdings mache ich mir so langsam sorgen, dass die auswandern … in den Garten vom Nachbarn. 😉

Der schreiende Wecker

Weihnachten. Wir hatten ja bereits nach den Erfahrungen auf meinem Geburtstag beschlossen, dass wir die Familie und unsere Freunde für Heiligabend erst kommen lassen, wenn Piet bereits im Bett liegt. Das haben wir tatsächlich hinbekommen und es wurde ein schöner Abend. Ich hatte, nach einem ostpreußischem Originalrezept aus dem Kochbuch meiner Oma, ein schönes Gericht ausprobiert: „Rinderbraten aus der Keule“, geschmort. Es war das erste Mal, dass ich es zubereitet habe, aber es hat hervorragend hingehauen. Das war auch auch schon mal anders. 😉

Das Rezept findet sich auf Seite 114 von Doennigs Kochbuch, ein schönes, altes Buch mit vielen tollen Rezepten, auch mit Anleitungen zum Einmachen und mit vielen Hintergrund-Informationen.

Piet wurde reichlich beschenkt, wir werden ihm die Geschenke aber nacheinander geben, dann hat er länger was davon. Obwohl unsere Gäste bereits vor Mitternacht gegangen waren, kamen wir erst nach 12:00 Uhr nachts in unser Bett. Unser Sohn weckte meine Frau zwei Mal zum Essen, ich stand dann endgültig um halb sechs mit ihm auf. Fröhlichen ertsen Weihnachts-Feiertag. Es geht doch nichts über einen schreienden Wecker.

Hinweis: Ein schreiender Wecker ist auch Teil eines schönes Hörspiels mit den drei Fragezeichen. Meine Mutter hat dieses Hörspiel immer gehasst, aus gutem Grund. 🙂
Es gibt die Folge auch als Neuauflage auf Vinyl: Die drei Fragezeichen und der seltsame Wecker

Passierschein A38, oder wo ist bitte der Babyclub?

Vor einiger Zeit hatte ich ja angekündigt mit unserem Sohn von der Milchbar in eine Krabbelgruppe zu wechseln. Da ich keine verbindliche Gruppe „buchen“ wollte, suchte ich eine offene auf Spendenbasis. In Neuss gab es kein passendes Angebot, zumindest habe ich keines gefunden, daher schaute ich auch in den anderen umliegenden Orten und wurde in Dormagen fündig. Die Caritas veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Edith-Stein-Haus in Neuss,  den „Babyclub“ für Babys und Kleinkinder von 0-2 Jahren. Der Veranstaltungsort ist zwar 14 km weit weg, der Weg dorthin dafür denkbar einfach. Ich muss allen Ernstes genau einmal links, einmal rechts und ein weiteres Mal links abbiegen und dann bin ich da.

(Im Edith-Stein-Haus mache ich zurzeit auch die Ausbildung zum Tagesvater.)

Heute war dann Premiere. Das Haus war schnell gefunden, die Krabbelgruppe allerdings nicht. Ich kam mir ein wenig vor wie Asterix und Obelix im „Haus, das Verrückte macht“.

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Die Uroma unseres Sohnes, meine Oma „Afrika“, ist tot geblieben.

Heute Morgen ist die Uroma, im Alter von 94 Jahren, „tot geblieben“ (verstorben), leider hatte sie wegen ihrer schlimmen Demenz nicht mehr realisiert, dass er ihr Urenkel war. Da muss unser Sohn auf seine zweite Uroma bauen, die freut sich jedes mal ein Loch in den Bauch, wenn wir vorbeikommen.

Meine Oma wohnte früher in Horst, zwischen „Sibirien“ und „Grönland“. Der Ort liegt in Schleswig-Holstein, von uns aus gesehen „hinter“ Hamburg.  Als Kind war das für mich ganz weit weg, mindestens so weit weg wie Afrika.
Da wohnte zu der Zeit mein Onkel Uli. Auf seiner Farm in Rhodesien (Simbabwe) haben wir ihn leider nie besucht, da meine Mutter enorme Flugangst hat. Aber immerhin in sein Ferienhaus bei Athen haben wir es mal geschafft.

Meine Oma betrachtete aber bis zum Schluss ihren Geburtsort in Ostpreußen, Lewitten im Kreis Preußisch Eylau, als ihre Heimat. Irgendwann fahre ich mal dorthin, heute heißt der Ort Soldatskoye (Солдатское), vielleicht kapiere ich ja dann, warum sie in diesem Punkt so hartnäckig war.
Lewitten hatte 1939 ganze 397 Einwohner, ein echtes Dorf. Meine Oma ist eine geborene Meyer, nur für den Fall, dass hier jemand Ahnenforschung betreibt und meine Hilfe gebrauchen kann. Also gerne bei mir melden.

Die Beerdigung von meiner Oma findet am Mittwoch statt, den Kleinen nehmen wir wohl mit.