Fotografieren oder Knipsen

Meine erste Spiegelreflexkamera habe ich mit 13 bekommen, eine Canon Eos 1000, noch ohne „N“. Damit habe ich schon in der Schulzeit Menschen erfreut oder auch in den Wahnsinn getrieben.

Die Canon EOS 1000 habe ich noch nach meiner Ausbildung in meinem Fotostudio für Portrait-Aufnahmen und Bewerbungsfotos genutzt, bis diese mir im Laden geklaut wurde. Danach habe ich viele Jahre mit einer Canon Eos 50 und EOS 5, beide ohne D, und später mit einer S2-Pro von Fuji gearbeitet, letztere war meine erste digitale SLR. Zum Schluss fotografierte ich mit diversen PENTAX-Gehäusen, da ich für PENTAX auch als Verkaufstrainer und Promotor unterwegs war, als ich bereits das Ladengeschäft und stationäre Studio aufgegeben hatte.

Nachdem ich die Selbstständigkeit satt hatte, wollte ich auch von Kameras nichts mehr wissen, so kann das gehen, wenn man das Hobby zum Beruf macht. Das änderte sich erst mit der Geburt meines Sohnes viele Jahre später wieder. Ich kaufte eine Kompaktkamera, ganz bewusst.

Ich wollte nur noch knipsen.

Die hat nun einige Jahre durchgehalten, dann segelte mir diese kürzlich aus den nassen Händen und landete unglücklich auf Asphalt. So tough war die Olympus TG-1 dann doch nicht. Nun brauche und möchte ich eine neue Kamera haben und stellte fest: Ich habe eigentlich keine Ahnung mehr. In den letzten Jahren hat sich doch einiges getan. Weiterlesen

Gewitter? In Neuss?

Gestern hatte ich die Spätschicht, genau um 3:30 Uhr bin ich aufgewacht, aber nicht weil Piet brüllte, sondern weil es angefangen hatte zu regnen. Es war abends ja sehr heiß gewesen und da wir unter dem Dach wohnen, hatten wir alle Fenster weit offen. Die mussten natürlich jetzt umgehend geschlossen werden. In diesem Moment merkte wohl auch mein Sohn, dass ich wach war und wollte nun sofort etwas zu essen haben.

Das Gewitter kam bis auf drei Kilometer heran, unser Kind war gesättigt und rülpste vor sich hin, während ich mir das Gewitter ansah. Ein tolles Spektakel, ich glaube, um vier uhr morgens habe ich mir so was noch nie angesehen. Es hat eben auch Vorteile, wenn man nachts wach ist. Eine Freundin sagte mal, es wäre ein tolles Erlebnis, „beim Sonnenaufgang den Sonnenblumen beim Wachsen zuzusehen“, jetzt verstehe ich auch, was sie gemeint hat. 🙂
Als Piet eingeschlafen war, holte ich flott meine Olympus E-510 Spiegelreflexkamera und mein Manfrotto Stativ aus dem Wohnzimmer. Ich positionierte mich am offenem Fenster, um ein paar Blitze mit einer Langzeitbelichtung zu einzufangen. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen und das Gewitter war nun deutlich weiter weg, dennoch gab es tolle Blitze am Himmel. Weiterlesen