Schlimmer noch als letztes Jahr

Dieses Jahr war wieder schwierig,
dabei war ich gar nicht gierig.
Corona hat uns gepackt am Kragen,
schon wieder, muss man leider sagen.
Drostadamus mahnte uns ja noch,
Covid gibt es leider doch.

Das Kind, das ist noch ungeimpft,
egal, wie sehr man drüber schimpft.
In die Schule muss er dennoch gehen,
dies soll einer noch verstehen,
letztes Jahr, zur gleichen Zeit,
sollte er zu Hause lernen, stets bereit.

Die meisten Eltern sind verzagt,
Durchseuchung ist nun angesagt.
Die Kinder trifft es nicht so wild,
das behauptet stets die BILD,
und auch die STIKO, leicht extrem,
sieht in all dem kein Problem.

Ein Vater, auf dem Weg zum Klo,
weiß es besser, ist halt so.
Ein Virus hat ihn einst erwischt,
es wurde ihm so aufgetischt.
Jeder Schritt wurde zur Qual,
leider hat er keine Wahl.

Für die Ärzte war schon damals klar,
das es eine Kopfsache war.
Vor Schmerzen konnte er nichts tun,
und musste täglich lange ruhn.
LongCovid ist heut in aller Munde,
und doch ist es die gleiche Kunde.

Der Vater, der absolut weiß, wie es ist,
fürchtet nun den gleichen Mist,
sorgt sich um das Kindeswohl,
die Versprechungen, die sind doch hohl.
Kein Kind sollte das erleben,
was ihn hat getroffen, wie ein Beben.

So steigt der Frust hoch empor,
denn die Politik, die hat kein Ohr.
Zumindest nicht für Leute mit Gewissen,
zu den Anderen, da fühlt man sich hingerissen.
Anders kann man nicht erklären,
das man lieber tanzt mit einem Bären.

Die Ärzte, die haben Sorgen satt,
sind schon alle reichlich platt.
Zu viele liegen in den Betten,
nur wenige sind noch zu retten.
Und Weihnachten, das ist allen klar,
wird schlimmer noch als letztes Jahr.

 

Weitere Nikolaus-Gedichte:

2013: Die Lieferung

2015: Die Sing Elsa

2016: Die schwarze Hexe

2017: Eine gute Nachricht im Gedichte

2018: KnierleKnack

2019: Das Haus vom Nikolaus

Das Haus vom Nikolaus

Der Lebkuchen, mild und fein,
ein Haus daraus sollt’ es schon sein,
um es einfacher zu machen,
wie so  üblich bei solch Sachen,
kam der Papa ohne Sause
mit dem Bausatz flott nach Hause.

Voll Freude sagt der Sohne bald:
“Lass uns bauen, es ist schon kalt!
Doch nicht so wie es Mama macht,
letztes Jahr hast du gelacht,
denn der Kleber war nicht feste,
so blieb uns nur ein Haufen Reste.”

So wurd mit reichlich Zuckerguss,
ein Haus gebaut, welch ein Genuss.
“Übertreib es nicht mit dem Dekor!”
sagten beide wie im Chor,
doch wer hört auf die Eltern grad,
wenn das Kind ist voll in Fahrt.

Lebkuchenhaus, vorher

Das Dach, beladen bis es krachte,
staunte was er sonst noch machte:
Ein Figürchen hier, ein Zaun dort drüben,
erstaunlich, selbst noch ein Satz Rüben.
Ein Weihnachtsbäumchen ließ auf sich warten,
kam am Ende aber in den Garten.

So sollt es stehen, das fertige Haus,
Tag ein Tag aus, eigentlich bis Nikolaus.
Natürlich kam es dann ganz anders,
unser Sohn, denn der kann das,
rückte heimlich mit dem Messer vor,
machte noch ein zweites Tor.

Lebkuchenhaus, später

Lebkuchenhaus, später

Eines Tages beim Betrachten,
ich wollt es wirklich nur beachten,
drehte ich das Haus dann um,
schaute anschließend recht dumm,
kurz vor dem gedachten Essen,
wirkte es leicht angefressen.

Das Haus wurd zum Haus der Sünde,
was macht schon ein kleines Pfünde.
Für den Nikolaus war nichts mehr da,
Knecht Ruprecht fand das sonderbar,
Beide schauten recht verdutzt,
der Sohn, der hat es weggeputzt.

KnierleKnack

Wenn Nikolaus stellt Kinder vor Gericht,
ist es wieder Zeit für ein Gedicht.
Das Fünfte nun, ich glaub es kaum,
füllt gedanklich meinen Raum.

BJJ Whitebelt

Dieses Mal geht’s um Judo und Karate,
was ich sonst niemandem verrate –
auch wieder meine Leidenschaften weckt,
nachdem der Sohn es für sich entdeckt. Weiterlesen

Eine gute Nachricht im Gedichte

Beim viertem Mal ist’s Tradition,
so sagt zumindest es der Sohn.
Wieder ist es Nikolaus, kaum zu glauben aber wahr,
wie schnell vergangen ist das Jahr.

Der Sohn mit Freude in die Schule geht;
meist gut gelaunt vom Bett aufsteht.
Das nun konnte wirklich niemals sein,
wenn damals hob vom Bette ich mein Bein.

Tapfer fährt er zur Schule mit dem Rad,
aus Überzeugung ob der guten Tat;
selbst dann ohne Murren,
wenn die Reifen laut im Regen surren. Weiterlesen

Die schwarze Hexe

Und wieder ist es Nikolaus;
Kein Grund zur Sorge oder gar zum Graus,
Es ist nur wieder ein Gedicht,
ich verspreche euch, sonst mach ich’s nicht.

Das Kind von der Schule nun schon träumt,
es Hausaufgaben machen soll, immer wenn es aufgeräumt.
Er ist dabei sehr konsequent, ich seh das doch,
will beides gut tun, also wird es weder noch.

Bislang war Elsa das Maß der DInge,
ich wünschte ihre Stimme bald verginge.
Die singt auch heut noch unentwegt,
jedes Mal, wenn ich auf sie im Zimmer tret.

Aber nun, zu unserem Entsetzen,
kennt er Märchen, bei dem sich Lichtschwerter gerne hetzen.
Bei einem Freund hat er den Film gesehen,
nichts zu machen, es ist geschehen.

Schtaa Woors nun, von allen guten Dingen,
soll das Christkind schnellstens bringen.
Das Imperium lässt schön grüßen,
es wird von nun den Tag versüßen.

Auch in dieser Geschicht, ganz ohne Mist,
so wusste unser Kind zu melden,
ist eine Prinzessin, neben anderen Helden,
wichtig für den Sieg der Guten, damit ihr’s wisst.

Die böse Hexe, ganz in schwarz und kaum zu sehen,
so stark, dass kaum einer konnte widerstehen,
wollte, mit aller Macht,
die anderen töten, bevor es wurde Nacht.

Der grüne Zwerg, wer hätt’s gedacht,
hat aber den Bruder stark gemacht,
doch reicht es nicht, er kann nicht siegen,
es muss doch die Schwester zu ihm fliegen.

So begleitet uns, Tag ein Tag aus,
ein neues Thema uns durchs Haus.
Ich hoffe, es klingt nicht zu gemein,
möge die Macht stets mit euch sein.

 

24 Geschenke bis Weihnachten?

Adventskalender, Disney Prinzessinen

Adventskalender, Disney Prinzessinen

Der Nikolaus ist ja gerade vorbei und der Adventskalender erfreut sich bei unserem Sohn großer Beliebtheit, er wurde ohne Umwege in das morgendliche Ritual aufgenommen: Nach dem Frühstück, Türchen öffnen.

Unser Kind hat dieses Jahr tatsächlich nur einen Adventskalender, mit Schokolade, die nicht gut schmeckt, so wie meine Frau und ich früher.

Allerdings scheint das mittlerweile die Ausnahme zu sein. Viele Kinder im Bekanntenkreis oder auch im Kindergarten bekommen praktisch 24 kleine Geschenke bis Weihnachten. Auch wir hatten letztes Jahr einen Playmobil-Kalender gekauft und dann schnell erkannt, das dies nicht sein muss. Weiterlesen

Die Lieferung

Diesen Tag;  an Nikolaus;
standen plötzlich Fenster vor dem Haus.
Mit einem Blick,  war da schnell klar,
das wird Geschleppe – Wunderbar!

Alle Mann mussten tragen,
da half kein Maulen und kein Klagen.
Durch die Türe mit Gefluche,
dass man den richtgen’ Winkel suche.

Das war gut knapp, aber zap-zap-zap,
war es dann geschafft, alle Fenster warn’ noch heile,
obdas in aller Eile, ein Handwerker rief mir zu:
“Du musst kommen jetzt im Nu!”
“Das Fenster, gar nicht klein, es passt nicht in die Öffnung rein!!” Weiterlesen