Intermittent Fasting 16/8, Dauerbrenner im Blog

Es gibt Dinge, die überraschen mich auch noch nach über 9 Jahren Blog-Erfahrung. Da habe ich vor einiger Zeit einen recht kleinen und beinahe nicht erwähnenswerten Artikel über das unterbrochene Fasten geschrieben und meine Erfahrungen darin mitgeteilt und plötzlich ist es einer der meist gelesenen Artikel im Blog. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht, denn eigentlich steht in dem Artikel nicht viel drin.

Ich hatte auch gar nicht vor irgendwie Konzepte tiefgründig zu erläutern, denn es gibt Reihenweise Seiten im Netz, die das viel besser können und vor allem schon getan hatten. Zu Beginn eines neuen Jahres sprengen die kleinen Artikel zum „Intermittent Fasting“ regelmäßig meine bescheidenen Statistiken. Die Artikel schrieb ich zu einer Zeit, als ich noch sehr ernsthaft versuchte bei der GNBF zu starten, als Natural-Bodybuilder im Mittel-Schwergewicht bzw. der Masters-Klasse. Es dürften sich daher nur wenige Leser auf meinem Blog verirren, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen.

Eine Bodybuilding-Diät ist nicht gesund, sondern extrem.

Das bedeutet nun nicht, dass Fasten im 16/8, 20/4 oder 5+2 System nicht jedem etwas bringen kann, aber meine Erfahrungsberichte bezogen sich auf das letzte Viertel einer Wettkampfdiät und sind daher schon recht speziell. Weiterlesen

Das Edgar-Kostüm

Am vorigen Wochenende beim „Reality-Check“ ist klar geworden, dass ich mir eine Teilnahme bei einem Bodybuilding-Wettkampf der GNBF vorerst abschminken kann. Der Grund ist nicht unbedingt mangelnde Muskelmasse oder schlechte Proportion, auch nicht mangelnder Wille oder Zeit.

Ich musste einsehen, dass der deutliche Gewichtsverlust von über 35 Kilogramm auch unschöne Nebenwirkungen hat.

Damit meine ich nicht die Anschaffung neuer Kleidung, sondern die optische Erscheinung als solches. Für den Alltag und auch das Schwimmbad ist das alles O.K., aber wenn es an das Posing für die Bühne geht, werden einige Schwachstellen gnadenlos offenbart, die ich auch mit noch so viel Ernährungsdisziplin wohl vorerst nicht in den Griff bekommen werde.

Diese Einsicht war bitter. Weiterlesen

Mustertag Teil 2, ohne Training

Wer den Artikel „Mustertag“ gelesen hat, könnte sich über die Zusammenstellung doch arg gewundert haben, denn die hatte es schon in sich. Es sieht nun überhaupt nicht nach dem aus, was üblicherweise in den Ernährungsplänen von Bodybuildern und Ökotrophologen steht. Das ist Absicht, und ja, man kann damit abnehmen.

Die Kohlenhydrate und Proteine bleiben in etwa auf dem gleichen Niveau (200 g zu 150 g Tag), ich reduziere mit der Zeit die Fette auf ca. 40 g / Tag, so komme ich in einigen Wochen auf eine Tagesaufnahme von insgesamt ca. 1800 – 2000 Kcal an Trainingstagen.

Allerdings erst später, denn es geht aktuell ja noch nicht um eine Wettkampfdiät, sondern nur um einige Kilos, die vorher schonend runter sollen. Mit der Zeit senke ich also die Kaloriengrenze, die 2400 Kcal stellen zu Beginn das Maximum an einem Tag mit Training dar. An den trainingsfreien Tagen sind es auch am Anfang maximal 2100 Kcal.

Ich habe an den Tagen ohne Sport am Abend die meisten Kohlenhydrate, da ich am nächsten Morgen trainiere.

Wer also nun meinen Ernährungsplan als Vorlage nehmen will, aber keinen intensiven Sport treibt, sollte vielleicht eher diesen Mustertag genauer ansehen: Weiterlesen

Erfahrungsbericht: 21-Tage Anabole-Diät im Carb-Nite-Style (Paleo-Carb-Refeed-System)

Nach gut 30 Kilogramm weniger (Fett) auf der Waage und dem ausführlichen Erproben diverser Diätsysteme und einem Jahr strikter Paleo-Kost sollte man annehmen, ich könnte jedes Diätkonzept erfolgreich umsetzen. Kann ich nicht.

Die Anabole-Diät im Paleo-Style, auch bekannt als Paleo-Carb-Refeed-System, hat mich nicht überzeugen können. Aber von vorne:

Vince Gironda, der „Iron-Guru“

Dass bei einer typischen Paleo-Ernährungsweise die Kohlenhydrate enorm reduziert werden, ist jedem wohl jedem bekannt, der sich schon mal daran versucht hat. Die meisten gehen dabei nicht in den Bereich der Ketose, was unter 30 g Kohlenhydrate am Tag bedeuten würde, sondern bleiben im Bereich von 100 – 150 g am Tag, was immer noch sehr moderat ist, aber einem ein breites Spektrum an Gemüse und auch Obst eröffnet. So habe auch ich mein Jahr „paleo“ gut rum bekommen, dabei abgenommen und Muskeln aufgebaut. Bis zu einem gewissen Punkt klappt das sehr gut, ohne die Kalorien zählen zu müssen. Zumindest bei mir war es aber so, dass, je näher ich den 10% Körperfett gekommen bin, desto mehr musste ich auf die Kalorien-Höhe achten.

Die Anabole-Diät probierte ich nun als Wettkampfdiät für das Bodybuilding aus, dort liegt auch ihr Ursprung. Schon Vince Gironda hat damit in den 50ern (!) seine Wettkämpfe vorbereitet und diese Diät seinen Schützlingen empfohlen, die ebenfalls sehr erfolgreich damit waren. Er nannte das: „Steak-Eggs-and-Greens“
Wer aussehen will, wie ein Mann, soll auch so essen, soll er gesagt haben. 😉 Weiterlesen

Endspurt zur deutschen Meisterschaft der GNBF

Ab heute beginnt für mich ganz offiziell der Endpurt zur deutschen Meisterschaft der GNBF am 25.10.2014. Für mich wird das ganz schön knapp, aber ich mache einfach weiter. Gerade habe ich das Hotel gebucht und die Startgebühr entrichtet, jetzt werde ich Zuschauerkarten ordern. In den nächsten Wochen habe ich noch einiges vor:

  • Mittwoch ist der Termin für die aktuelle „Körperzusammensetzungs-Analyse
  • Ab sofort übe ich an drei Tagen in der Woche nach dem Training meine Posen
  • Die Kür wird erarbeitet, die Musik habe ich schon festgelgt
  • Am 12.09. ist der Reality-Check, wo mir meine Freunde erzählen werden,  dass ich noch viel zu tun habe 😉
  • Ab sofort auch an Trainingstagen nur noch ca. 1500 Kcal, Defizit ca. 1100-1300 Kcal am Tag
  • Wie gehabt drei Einheiten Cardio in der Woche plus Radfahren

Den aktuellen Vorbereitungsstand kann man hier nachlesen: Wettkampfdiät Bodybuilding

Hier mal exemplarisch, was ich aktuell an einem Tag so an Nährstoffen zu mir nehme: Weiterlesen

Classic Physique

So, seit einem Monat halte ich mich wieder an die Paleo-Diät. Bisher läuft es im Prinzip wieder so, wie vor dem Hausumbau, ca. 1 Kilo weniger auf der Waage in der Woche. Allerdings habe ich nach zwei Wochen eine Kaloriengrenze von 2000 Kcal am Tag, verteilt auf drei Mahlzeiten zu 2x 500 und 1x 1000 Kcal, eingeführt, um schneller und sicher voran zu kommen.

Die Kohlenhydrataufnahme liegt bei ca. 100 g am Tag, beim Eiweiss sind es 135 – 160 g am Tag (1,5 bis 1,8 je Kg Lean-Mass). Ich habe mir ja nur sechs Monate Zeit gegeben, das Zielgewicht zu erreichen, ein Viertel ist geschafft.

Der Körperfettanteil (KFA) ist etwas runter, der FFMI und die „Lean-Mass“ haben sich nicht merklich verändert und liegen nach wie vor bei etwas über 25 und knapp unter 90 Kg. Vermutlich werden die Werte geringer, wenn der KFA weiter sinkt.

Für mich besonders erfreulich ist, dass der Bauchumfang erheblich abgenommen hat, mehr als die Reduzierung des Körperfettanteils vermuten lassen. Bisher sind es 7 cm und damit fast wieder wie vor dem Hausumbau, was natürlich immer noch viel zu viel ist. 🙂

Mein Training habe ich ebenfalls nach Ostern auf einen Dreier-Spilt aufgeteilt, aber die Muskelgruppen verändert, da ich das Pensum mit 4-6 Wiederholungen in 4 Sätzen zu vier Übungen für zwei große Muskelgruppen in einem Training einfach nicht gepackt habe.

Jetzt sieht der Spilt so aus: Weiterlesen

Von O bis O, (Back on Paleo)

Prioritäten ändern sich, im Juni 2013 hatte ich noch über meine Erfahrungen und Erfolge mit der Paleo-Diät berichtet, damals noch mit dem Ziel bis Oktober unter 10% KFA zu kommen, es sah zu dem Zeitpunkt echt gut dafür aus, dass ich dieses Ziel erreichen würde. Dann haben wir ein altes Haus gekauft.

Schwupps hatte ich kaum noch Zeit und Ernährung, sowie der Sport haben darunter gelitten. Ich habe mich zwar nach wie vor glutenfrei und caseinfrei ernährt, aber von der Paleo-Ernährung blieb in dieser Zeit nicht viel übrig. Ich war froh, wenn ich es noch zumindest einmal in der Woche in das Studio schaffte. Die sechs Monate kosteten mich einige Kilo (nach oben) und einige Prozentpunkte Körperfett. Zwar habe ich mein ursprüngliches Startgewicht bei weitem nicht wieder erreicht, aber zufrieden bin ich nun natürlich dennoch nicht.

Also heißt das neue Programm von „O bis O“, von Ostern bis Oktober, direkt nach Ostern habe ich wieder mit der Paleo-Ernährung begonnen und bis Oktober soll mein ehemaliges Ziel erreicht werden. Zwar möchte ich nicht unbedingt bei der GNBF starten, was mit 39 Jahren einfach wenig Sinn macht, dann schon eher in der Masters 40 im nächsten Jahr, aber die unter 10% Marke steht für mich wieder fest.

Wo wir gerade bei der GNBF sind, nach einem etwas turbulentem Jahr 2013 hat man die Regeln für die Teilnahme ein wenig geändert, der Lügendetektor-Test ist rausgeflogen, dafür ist die FFMI-Ermittlung dazu gekommen, nur Athleten mit einem FFMI unter 26 dürfen teilnehmen. Weiterlesen