Learning English: Lesson 1

Ich halte ja so gar nichts von Vorschul-Fremdsprachen-Unterricht. Ich kann es verstehen, wenn Familien mit viel Geld eine Nanny einstellen, die ausschließlich in ihrer Muttersprache mit dem Kind spricht, denn das kann tatsächlich so funktionieren, als wäre das Kind von zweisprachigen Eltern erzogen worden. Wer diese Gelegenheit hat, sollte sie nutzen.

Damit meine ich, dass zweisprachige Eltern unbedingt zweisprachig erziehen sollten. 🙂

Wer tatsächlich eine Nanny einstellt, muss diese aber so lange im Haus die Betreuung der Kinder übernehmen lassen, bis die entsprechende Sprache in der Schule unterrichtet wird, oder das Kind in der Lage ist, wirklich fließend zu sprechen, sonst verliert sich das Erlernte ganz schnell wieder. Sämtliche sonstigen „Fremdsprachen-Kurse“ für Kleinkinder sind mehr oder weniger raus geschmissenes Geld, da das Kind tatsächlich die Sprache wie eine Fremdsprache und eben nicht wie eine Muttersprache erlernt, das bringt in der Schule später kaum Vorteile.

Nun ist es aber so, dass die Tante unseres Sohnes Englischlehrerin ist und sie dem Drang, dem Kind einige Worte Englisch im Spiel beizubringen, offenbar nicht widerstehen konnte. Wir waren doch deutlich überrascht, als unter Sohn auf der Rückbank im Auto plötzlich englische Vokabeln übte. Wenn es ihm Spaß macht… es wird nicht schaden. 😉

Unser Sohn hatte schon früh mitbekommen, dass es mehr als eine Sprache auf der Welt gibt. Meine Frau spricht in ihrem Homeoffice den halben Tag Englisch, der Kleine war eines Tages recht irritiert und fragte, was die Mama denn da so komisches sagt. Wir haben es ihm erklärt, vermutlich war sein Interesse an der Sprache also kein Zufall, als er bei seiner Tante einen Tag verbrachte.

Wir machen das nun im Auto ganz gerne, weil es ihn beschäftigt und es ihm tatsächlich Spaß macht. Weiterlesen

Das Betreuungsgeld

Gerade hat Frau Hasselfeldt (CSU) es im Bundestag noch einmal erklärt, das Betreuungsgeld: Mütter  Eltern sollen die Art der Betreuung frei wählen können. Ach so, gut, dass es mir endlich mal jemand verständlich gemacht hat. 🙂

Also, wer sein Kind im 2. Lebensjahr zu Hause betreut, bekommt 100,00 Euro, im Dritten sind es dann sogar unglaubliche 150,00 Euro. Für das erste Jahr gibt es ja das Elterngeld, welches ich selbst auch beantragt habe.

Das Elterngeld ist eine echte Lohnersatzleistung, ich darf und muss nicht neben der Betreuung meines Sohnes arbeiten gehen, um einen Beitrag zur Familienkasse zu leisten. Ich finde dies generell eine tolle Sache, obwohl ja auch das Elterngeld umstritten ist, weil zu teuer für den Staat. Der Anteil der Männer in Elternzeit steigt übrigens weiter: Väter und Karriere

Es geht nun aber um das zweite und dritte Jahr, bevor das Kind in den Kindergarten kommt. Ich kann natürlich nur aus meiner Sicht schreiben und bin daher nicht unbedingt objektiv. Was mache ich nun, wenn das Elterngeld ausläuft, also im März 2012? Ich kann…

  1. …einfach zu Hause bleiben und meine Frau arbeiten schicken
  2. …meinen Sohn 45 Std. in eine Kita schicken und eventuell Vollzeit arbeiten gehen
  3. …eine Tagespflegeperson beauftragen, oder eine Kita wählen unter 45 Std. und Teilzeit arbeiten gehen
  4. …eine Nanny einstellen und arbeiten gehen
  5. …selbst als Tagesvater arbeiten und meinen Sohn nebenbei mit betreuen

Was bedeutet diese Wahlmöglichkeit nun? Weiterlesen