Auf dem Sprung

„Wie heißt dat hier in Mönchengladbach? Halt Pohl? Wat is dat dann?“

Narrenrufe sind verschiedener, als man denkt. Mit dem Umzug in eine neue Stadt gilt ab sofort ein neuer Ruf. Unser Sohn ist noch mal als Tiger unterwegs gewesen und kaum waren wir am Zug angekommen, war er auch schon zum Sprung bereit. Meine Frau hatte alle Hände voll damit zu tun, ihn davon abzuhalten auch noch unter den Traktoren zu suchen. Der Zug im Stadtteil Neuwerk dauerte recht genau eine halbe Stunde und hatte für uns die optimale Länge.

Die Kinder konnten in der ersten Reihe stehen und bekamen so auch richtig was mit. Es wurde reichlich geschmissen, zumindest finde ich, dass unser Tiger viel Beute gemacht hat. Unser Kind feiert seit Altweiber praktisch jeden Tag Karneval, im Kindergarten, am Zug oder bei Freunden.

Er kommentierte das ganz treffend: „Karneval dauert aber lange.“

Verschiedene Kostüme werden immer wieder neu kombiniert, „die Eiskönigin“ ist gerade groß angesagt, aber zumindest in der Öffentlichkeit konnten wir das noch verhindern. 🙂

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Namen finden – Namen geben, klingt gar nicht so schwer.

Anfangs haben wir mögliche Namen für unseren Sohn  mit Freunden und der Familie offen diskutiert,  dann aber schnell festgestellt, dass dies keine besonders gute Idee ist. Also machten wir genau das Gegenteil, wir haben einfach mit niemanden mehr darüber gesprochen, auch nicht, als wir den Namen schon gefunden hatten.

Das hat die Menschen in unserer Nähe in den schieren Wahnsinn getrieben. Wir wurden regelrecht mit Fragen gelöchert. Freunde von uns haben meine Friseurin auf mich angesetzt, und die versteht ihr Handwerk. Wäre ich mit Ketten an den Stuhl gebunden gewesen, es hätte ein Verhör in einem russischen Spionagezentrum sein können.

Aber ich blieb standhaft und verriet nichts, selbst als meine 94 Jahre alte Omi ihre Trumpfkarte ausspielte: Weiterlesen