Mechanische Handlung, oder 1-Live gegen WDR4

Seit Piet seine Finger gezielt einsetzen kann, ist meine Stereo-Anlage nicht mehr sicher. Die Umrüstung auf einen Schrank mit Glastüren brachte nur wenige Wochen Erleichterung, inzwischen ist Piet ohne weiteres in der Lage, die Schiebetüren mit nur einem Finger zu öffnen. Dies hat zur Folge, dass mein schöner VSX-908 kaum noch Tastenbefehle annimmt. Da er den typischen Chip-Serienfehler hat, wird er ohnehin wohl bald das Zeitliche segnen. Der nächste Receiver kostet ganz sicher eh keine 2000 Euro mehr.

Um nun den Verstärker (und meine Nerven) zu schonen, haben wir Piet eine eigene, kleine Anlage gegönnt: Philips AZ 1834

Damit darf er seine Fein- und Visuomototrik ausgiebig trainieren, was er auch hingebungsvoll macht. Wir haben da nur eine kleine Meinungsverschiedenheit. Er kann inzwischen eine CD einlegen und starten, auf Radiobetrieb umstellen, die Lautstärke regeln und den Sender einstellen. Blöd ist nur, ich stelle 1-Live ein und er stellt bei der nächsten Gelegenheit auf WDR4 um, immer. Ich wundere mich dann, warum aus dem Kinderzimmer deutscher Schlager trällert.

Zumindest tanzt Piet dazu und singt mit. 🙂

Oh-Oh-Banana-Joe

Da gibt man sich so viel Mühe mit der Namensfindung und nach einigen Monaten stellt sich heraus, dass ein anderer Name vielleicht viel treffender gewesen wäre. 🙂

Piet steht voll auf Bananen, er haut sich inzwischen jeden Tag eine Ganze rein und dies in einem rekordverdächtigem Tempo. Wenn wir beim Gemüse- und Obsthändler einkaufen, greift er immer eine ab. Die überlebt mittlerweile nicht mal die paar Minuten bis nach Hause. Als wir letztes Wochenende bei Freunden auf einem Geburtstag eingeladen waren, nahm Piet „seine“ Reisetasche auseinander. Alles, was nicht von seinem Interesse war, flog über seine Schulter nach hinten.

Wir fragten uns bereits, worauf er es wohl abgesehen hatte, kurze Zeit später war es klar:

Irgendwie musste ich dabei an den Film „Banana Joe“ mit Bud Spencer denken, dessen Biografie ich vor kurzem noch gelesen habe. Die chillige Titel-Musik hat Bud ürbigens selbst komponiert, zumindest stand dies so in seiner Biografie.

Hallelujah

Dass Kleinkinder bereits einen Musikgeschmack haben, beweisen zahlreiche Videos im Internet. Stellt man dies allerdings bei seinem eigenem Kind fest, ist es dennoch was besonderes. Wenn wir im Wagen fahren, hören wir selten Radio, da uns das Gequatsche nervt. Ich brenne daher meiner Frau einmal im Monat eine CD mit Liedern, die ich bei Amazon als MP3 kaufe. Das funktioniert super und so ein Sampler kostet auch nicht die Welt.

Noch besser ist es natürlich, wenn man die Musik umsonst bekommt und dies auch noch völlig legal. Unser Supermarkt um die Ecke hatte in den letzten Wochen eine Bonusaktion. Normalerweise mache ich diesen Quatsch nicht mit, aber diesmal gab es je 10,00 Euro Umsatz einen MP3-Song von SONY als Gratis-Download. Da haben sich einige Lieder angesammelt, mehr, als ich eigentlich haben wollte. So probierte ich auch neue Künstler aus, die ich bisher gar nicht, oder nur sehr wenig kannte. Die daraus entstandene CD mit 36 Liedern hören wir zurzeit im Auto und Piet hat eindrucksvoll „mitgesungen“, allerdings nur bei einigen Liedern, bei anderen hat er sich direkt beschwert und war erst wieder zufrieden, wenn wir ein Stück anspielten, das ihm auch gefiel.

Seine beiden Lieblingslieder haben mich überrascht: Weiterlesen

8Bit sind ein Byte

An meinen Informatik-Unterricht in der Schule kann ich mich noch düster erinnern, die XT und später die 386er SX ohne Festplatte waren bereits damals hoffnungslos überholt. Als der XT aktuell war, hatte ich zu Hause bereits Spaß mit dem Amiga 500 und 2000, später dann mit einem 486 DX266 – eine absolute Hochleistungsmaschine! Für den 8 MB Ram-Riegel zahlte ich damals alleine beinahe 900,00 DM.  Mann, ist das lange her. Mein Sohn wird mit Computern aufwachsen, die mit echter Sprachsteuerung und Touchscreen funktionieren. Diskussionen um seinen Ersten wird es sicherlich trotzdem geben, denn auch ich lege Wert auf einen guten Mix aus Schlamm und Bytes. Mal sehen ob es uns gelingt den Spagat zwischen iPad und Holzbausteinen zu schaffen. Aktuell steht es 1:0 für iPiet. 😉

Ich möchte Piet diese Technik und auch moderne Kommunikationsmittel nicht vorenthalten. Es wäre auch schwierig zu erklären, warum ich ständig mit Fernbedienungen, selbst unsere Lampen werden fern bedient, der Stereo-Anlage und dem iPad hantiere und er nicht daran gehen sollte. Auch findet er den ganz normalen PC bereits jetzt sehr spannend.

Wir werden sehen. Weiterlesen