Haussanierung: 10 sinnvolle Investitionen, Teil 1

Wenn man immer vorher wüsste, wie sich Umbau- und Sanierungs-Maßnahmen an alten Häusern später im Alltag bewähren, könnte viel Geld gespart werden. Nun sind verschiedenen Menschen verschiedene Dinge wichtig, daher kann ich an dieser Stelle nur unsere persönlichen Erfahrungen wieder geben, die nicht unbedingt auf andere Haussanierungen zutreffen werden.

Meine Top-10-Tipps zur Haussanierung habe ich bereits veröffentlicht, nun wollte ich 10 Sanierungsmaßnahmen vorstellen, die sich aus unserer Sicht nach dem Einzug bewährt haben:

  1. Heizkörpernischen massiv zumauern
    Alter Heizkörper mit Holzverkleidung

    Alter Heizkörper mit Holzverkleidung

    Die Heizkörpernischen waren bei unserem Haus Baujahr 1962 teilweise über 40 cm (!) tief, nach außen bestand die Wand nur aus einer 3 cm Heraklith-Platte. Da wollten wir dringend etwas ändern, denn das Zumauern einer Heizkörpernische ist relativ preiswert und die „energetische Schwachstelle“ enorm. Wir verwendeten dafür moderne Porenbeton-Steine, die von den Eigenschaften her am nächsten an den ursprünglich verbauten Bimsbeton-Steinen dran sind. Die Heizkörper an sich mussten also nur weichen, weil diese einfach zu groß waren und meist hinter großen Holzverkleidungen versteckt wurden. Diese Optik sollte sich auch ändern. An Stellen, wo uns die großen Heizkörper nicht gestört haben, sind diese erhalten geblieben.

  2. Alte Heizkörper gegen Platten-/Plan-Heizkörper tauschen
    Neuer Plan-Heizkörper an gleicher Stelle

    Neuer Plan-Heizkörper an gleicher Stelle

    Die alten Heizkörper hatten einen Strahlungsanteil von gut 60%, was recht viel ist, leider waren die Teile einfach riesig. Die neuen Plan-Heizkörper (T10 / T11) sind schick und effektiv und haben einen sogar noch höheren Strahlungsanteil. Die Umstellung auf Strahlungswärme war Kernbestandteil des Sanierungskonzeptes, dass wir uns überlegt hatten. Da die Anschlüsse eh neu gemacht werden mussten, bot sich der Tausch auf moderne Heizkörper an, den Tausch haben wir nicht bereut, auch wenn ich nicht erneut Buderus kaufen würde, die Viessmann (siehe Foto) kosteten zwar mehr, sind aber im Alltag erheblich robuster. Die Heizungsrohre konnten wir komplett erhalten, wir hätten allerdings beim gleichen Material bleiben sollen, die neuen Rohr-Anschlussstücke konnten mich nicht überzeugen.

  3. Dachbodentreppe erneuern Weiterlesen

Mirror, mirror on the wall

Gäste-WC mit beleuchtetem "Vella" LED-Spiegel

Gäste-WC mit beleuchtetem „Vella“ LED-Spiegel

Ursprünglich hatten wir für das Gäste-WC einen kleinen Spiegelschrank vorgesehen, nach der Montage entpuppte sich das Teil aber als so schrottig, dass wir es in den Keller verbannten und dann doch lieber einen ordentlichen Spiegel kaufen wollten, der über die gesamte Breite geht.

Wir hatten oben bereits einen Vella Badspiegel mit Beleuchtung montiert, nicht ganz preiswert, aber den wollten wir nun auch für das Gäste-WC haben, denn wir erhofften uns ein größeres Raumgefühl. Heute habe ich den Spiegel montiert, damit wären wir im Gäste-WC soweit fertig. Anfangs hatte ich einige bedenken den Spiegel in einem Versandhandel zu bestellen, aber die vielen positiven Meinungen haben mich überzeugt.

Der Spiegel kam super gut verpackt bei uns an, die Beleuchtung ist komplett montiert, Montagematerial ist aber nicht dabei. Ich habe den recht schweren Spiegel mit Haken befestigt (10er-Dübel), die auch für Küchen-Oberschränke verwendet werden, das sollte selbst in unseren sandigen Wänden halten. Die Lampenkabel sind etwas kurz geraten, aber es hat noch gereicht. Weiterlesen

Haussanierung: Farbe an der Wand

Schlafzimmer: Es fehlt nur noch der Boden

Schlafzimmer: Es fehlt nur noch der Boden

Die Maler haben sich mächtig ins Zeug gelegt und alle Innentüren lackiert, alle Wände mit Vliestapete versehen und bereits das Obergeschoss komplett gestrichen, es fehlen beinahe nur noch die Böden und einige Dinge im Bad.
Die Wände glatt zu bekommen hat erheblich mehr Aufwand bedeutet, als zuerst gedacht, aber nun ist das Ergebnis wirklich vorzeigbar.

Ach die Elektriker haben inzwischen die Steckdosen in die Wände gebracht und die ersten Wand- und Deckenleuchten installiert. Ich selbst habe im Garten weitergearbeitet und den Boden in großen Teilen bereits fertig geharkt, damit ich in der nächsten Woche den Boden rollen und Rasen sähen kann. Die ersten Lieferungen von Pflanzen, die ich ebenfalls im Internet bestellt habe, ist auch schon eingetroffen, bisher ist mein Urteil dazu durchwachsen. Weiterlesen

Frohes neues Jahr!

Da schauste in die Röhre, wa?

Da schauste in die Röhre, wa?

So, wir sind wieder zu Hause, daher wünsche ich nun auch allen Lesern ein gutes, neues Jahr!

Wir waren über Silvester einige Tage unterwegs, wieder in einer Jugendherberge, diesmal allerdings in Cochem. Den Erfahrungsbericht dazu gibt es in wenigen Tagen.

Die Modernisierung unseres 60er-Jahre-Hauses geht ebenfalls weiter, einige kleine Pannen führen zu ungewollten Verzögerungen, aber nichts ernstes. Nächste Woche kommen auch die Firmen für das Kostenangebot der Kellersanierung, auf die bin ich wirklich gespannt.

 

 

 

Das ist nicht Jesus!

In den letzten Tagen waren alle Handwerker fleißig beschäftigt, um die Heizungsanlage wieder in Betrieb nehmen zu können. Heute war es dann soweit:  Die alte Viessmann-Ölheizung von 1997 schnurrt wieder. Einige Heizkörper in der ersten Etage fehlen zwar noch, aber das Haus kühlt nun zumindest nicht mehr ganz so arg aus.

Als der Installateur mir noch im Rausgehen sagte, dass die Trinkwasser- und Ölpumpe Stromfresser sein und vielleicht doch getauscht werden sollten, war ich skeptisch. Ich habe dann mal nachgerechnet und umgehend zwei neue bestellt. Die neuen Pumpen amortisieren sich innerhalb von maximal zwei Jahren, das macht nun wirklich Sinn.

Der Fliesenleger hat die Arbeiten in der Küche heute ebenfalls beendet, merkte jedoch an, dass die Fliesen ein wenig knapp werden könnten. Ich bin dann also heute noch einmal zum Baumarkt gefahren und habe tatsächlich noch drei Pakete der gleichen Brandfarbe ergattern können. Glück gehabt.

Im Baumarkt war es erstaunlich voll, für eine Sekunde fragte ich mich, was die da alle machen, dann erinnerte ich mich an Freunde von uns, die an Heligabend grundsätzlich immer ihr Aquarium gereinigt haben. Einmal im Jahr musste so eine Grundreinigung eben sein und was kann besinnlicher sein, als ein Aquarium zu schrubben. 🙂 Weiterlesen

Es werde Licht

Licht von oben, dank dem neuen Lichtspot

Licht von oben, dank dem neuen Lichtspot

Die neuen Velux-Lichtspots im Flur

Die neuen Velux-Lichtspots im Flur

Als Gott sprach, es werde Licht, hatten die Elektriker bereits die Kabel verlegt…

…so hat man mir das zumindest mal erklärt. 😉

Heute war es aber nicht der Elektriker, der Licht machte, sondern der Dachdecker. Die drei Lichtspots wurden eingebaut und ein weiteres Dachfenster, der gleiche Typ, wie im kleinem Büro bereits vorhanden ist. Die Idee mit den Lichtspots haben wir tatsächlich aus „Zuhause im Glück„, ansonsten verzichten wir aber auf „Schöner Wohnen„-Extras dieser Art. In diesem Fall hat es aber zumindest einen echten Nutzen und ist nicht teurer als so manche Deckenleuchte.

Auf anraten eines Freundes haben wir die Abseite doch entfernt, bzw. verschoben, dort klafft nun ein riesiges Loch. Das wird später wieder teilweise geschlossen, aber wir schaffen dadurch bis zu vier qm² echte Wohnfläche zusätzlich, was vor allem der Optik zu Gute kommt. Später soll das mal eine Art Leseecke werden, oder unserem Sohn als erweitertes Kinderzimmer dienen. Weiterlesen

Licht in Flur und Diele

Blick in die Diele, am hellichten Tag, aber ohne elektrisches Licht innen

Blick in die Diele, am hellichten Tag, aber ohne elektrisches Licht innen

Bis jetzt ist die Diele und auch der Flur eine recht dustere Angelegenheit. Das liegt an der Haustür, der dunklen Holzdecke, aber vor allem an der Tatsache, dass irgendwie ein Fenster fehlt.

Wir haben daher einen Dachdecker nach einem Angebot gefragt und bekommen nun nicht nur ein weiteres Dachflächenfenster, sondern auch noch drei Velux-Licht-Spots. Zwei kommen oben in den Flur, einer in die Dusche im Bad. Da wir den Dachboden eh nicht nutzen wollen, bot sich diese Lösung super an.

„Tageslicht ist auch für innen liegende, fensterlose Räume unter dem Dachboden möglich: Der VELUX Tageslicht-Spot ist eine natürliche Belichtungsquelle und bringt Tageslicht in Bäder, Treppenhäuser oder Abstellkammern. Dunkle Ecken können so ohne künstliche Lichtquelle am Tag beleuchtet werden.“ velux.de Weiterlesen

Maßnahmen-Katalog

60er-Jahre Gäste-WC, am Montag beginnt der Rückbau

60er-Jahre Gäste-WC, am Montag beginnt der Rückbau

Am Donnerstag und Freitag habe ich mich noch einmal mit vielen Handwerkern getroffen, um die Bauplanung zu besprechen, aber auch, um noch einige Angebote einzuholen und Maße zu nehmen. Auch eine Fenster- und Türenfachfirma aus Willich kam vorbei, zum einen, um zwei defekte Beschläge an den Fenstern der Frontseite zu reparieren, zum anderen, um ein Angebot für die neuen Fenster an der Rückseite zu erstellen. Ein Angebot für die Haustüre habe ich auch gleich angefragt.

Die alten Kunststoff-Fenster an der Vorderseite waren schnell geprüft und neu eingestellt, alle lassen sich wieder gut schließen, so hatte ich mir das vorgestellt. Diese Firma hat in der Region einen ausgesprochen guten Ruf als zuverlässig und nicht zu teuer. Die beiden Handwerker wiesen nach der Wartung ausdrücklich darauf hin, dass es keine Ersatzteile mehr für die Beschläge gäbe, die Einfachverglasung ein „no-go“ ist und die Rolläden wohl bald den Geist aufgeben. Die Holzfenster an der Rückseite wären nicht mehr zu retten.

Ganz ehrlich, wer hatte etwas anderes erwartet? Das 15-seitige Angebot habe ich inzwischen vorliegen, leider werden wir es ganz sicher nicht annehmen (können), es liegt aber nicht an den angesetzten Montagekosten, die absolut im Rahmen liegen, sondern schlicht an dem reinen Fensterpreis. Ich warte zwar noch auf zwei Vergleichsangebote, aber auf den ersten Blick ist das Angebot ca. um den Faktor 3 – 4 teurer als ein Vergleichsangebot bei gleicher Ausstattung. Beim Gesamtpreis haut das dann ganz gut rein und sprengt unser Planungsbudget, was bedeutet, dass wir es wohl später machen werden. Entschieden haben wir uns noch nicht. Weiterlesen

Wie modernisiert man einen Altbau kostengünstig?

Wer ein altes Haus kauft steht meist vor einer großen Herausforderung, denn oft stehen zahlreiche und entsprechend teure Modernisierungsmaßnahmen an, wer Pech hat, muss auch noch sanieren. Bei einem Haus der 50er und 60er Jahre steht das Urteil der Handwerker, Energieberater und Sachverständigen oft schnell fest: „Am besten alles neu“, oder noch besser: „Abreißen und neu bauen“.

Wer eine Immobilie erbt, kann sicherlich eine solche Luxussanierung sinnvoll durchführen, wer kauft, stößt schnell an die wirtschaftlichen Grenzen. Nicht, weil man es sich nicht leisten kann, sondern weil es dann schlicht finanziell keinen Sinn mehr macht. Also, was ist die Lösung? Die Seite von Konrad Fischer gibt hierzu viele Hinweise, auch wenn diese sehr umfangreich, teilweise ein wenig politisch unkorrekt und oft unübersichtlich ist. Wer sich die Mühe macht, alles zu lesen, wird belohnt und stellt auf jeden Fall die eine oder andere Aussage aus Prospekten der Baumaterial-Hersteller, Energieberater und Handwerker in Frage.

Herr Fischer vertritt sicherlich eine Meinung, die gegen die ständig wiederholten Aussagen in den Medien steht, dennoch hat er, aus dem Bereich der Denkmal-Sanierung kommend, viele Projekte erfolgreich durchgeführt. Er wird oft als „Ziegelphysiker“ in diversen Foren beschimpft, aber da wir selbst bereits in einem Haus von 1895 lange Zeit gewohnt haben, wissen wir, wovon er spricht. Einen Energieverbrauch von 65 kWh auf den qm², von m³ rede ich mal gar nicht, muss erst mal einer mit moderner Bauweise, in echt und nicht nur auf dem Papier, hinbekommen. 🙂

Für alle, dem die Seiten von Herrn Fischer zu prolemisch sind und zu unsachlich erscheinen, denen sei folgender Linktipp empfohlen: Prof. Fehrenberg

Hier zusammengefasst die Grundlagen von Hernn Fischer in meinen eigenen Worten zum Thema „Kostensparen und Modernisieren im Altbau“: Weiterlesen

Modernisierung 60er Jahre-Haus: Bald geht es los

Auch wenn die Schlüsselübergabe noch nicht stattgefunden hat, die Planungen für die Modernisierung des Reihen-Mittelhauses aus den 60ern nehmen merklich Fahrt auf. Die ersten Handwerker sind bestellt, für den Innenausbau ist soweit alles geklärt, bei der energetischen Sanierung sieht die Sachlage allerdings anders aus.

Einen Teil des bereits geplanten Innenausbaus und der Renovierung ist auch gleichzeitig energetische Verbesserung. Wir werden auf jeden Fall die Heizkörper-Nischen zumauern und statt der Konvektions-Heizkörper auf Typ E10 mit hohem Wärmestrahlanteil umstellen. Die Nischen werden mit massiven Kalksandsteinen ausgefüllt, laut Baubeschreibung wurden damit auch die Außenwände erstellt, die Innenwände sind wohl Bimsstein oder Porenbeton, was auch baujahrtypisch ist. Die stylischen 60er Jahre Heizkörper-Verkleidungen aus Holz werden aber weichen müssen.

Was die restliche Sanierung angeht, stellen sich mir bei der Kalkulation erhebliche Probleme in den Weg. Überall im Internet heißt es, dass die Häuser aus den 60er Jahren Energiefresser sind. Interessanterweise gibt es dazu aber kaum Verbrauchswerte. Im besten Fall nur theoretische, die dann bei utopischen 300 kWh oder mehr je m² liegen. Der uns vorliegende Ernergieausweis für das Haus geht von errechneten 151,71 kWh/m² für die Heizung aus (Primärenergiebedarf 189,4). Echte Verbrauchswerte finden sich im Internet jedoch kaum, dafür reihenweise Aussagen, wie viel das Dämmen denn gebracht hat, nur ohne Werte dabei, also für mich wertlos.

In dem Haus sind noch Fenster mit Einfachverglasung, an der Südseite aus Kunststoff, an der Nordseite aus Holz, sogar noch mit Hebelmechanik, die jedoch top in Schuss sind. Jeder Fensterbauer sagt natürlich, die sind oll und müssen dringend raus. Die vermutete Einsparung liegt bei 5% im Jahr der Heizkosten, das würde sich auf jeden Fall lohnen. Offenbar bin ich zu doof dafür, denn wenn ich mit dem Wert aus dem Energiepass rechne, der vermutlich sogar zu hoch ist, ergibt sich ein Einsparpotential von 114,54 Euro im Jahr. Die Lebenszeit moderner Fenster beträgt offiziell ca. 30 Jahre. Energetische Sanierungen SOLLEN sich aber, dies sagt die ENEV zumindest, innerhalb von 10 Jahren lohnen, sonst darf man die getrost sein lassen. Weiterlesen