Wie man sich bettet…

Ich liege meiner Frau zu Füßen, wortwörtlich.

Aber von vorne:

Seit einiger Zeit fahren wir mit einem Zelt in den Urlaub, auch aus Kostengründen, aber auch, weil es uns wirklich gut gefällt, insbesondere unserem Kind. Zu Beginn hatten wir keine Ahnung, welche Ausstattung wirklich funktioniert und haben uns auf den Rat von erfahrenen Freunden verlassen. Das war auch eine gute Idee und hat uns sicherlich sehr viel Ärger erspart, nur in einer Sache haben wir uns später anders entschlossen, als empfohlen.

Tipp: Zelten mit Kind: Ginsterveld bei Renesse in Zeeland, Holland

Der erste Zeltversuch wurde von uns mit „besseren“ Luftmatratzen als Schlafunterlage in Angriff genommen, aber schon nach einer Nacht war klar, das funktioniert so nicht. Ich konnte auf den Teilen nicht pennen und unser Kind rutsche herunter und lag die halbe Zeit auf dem kaltem Boden. Wir brauchten eine andere Lösung und kauften uns die festen Iso-Matten, die auch die „Thru Hiker“ (Fernwanderer) auf den Fernwanderwegen in den USA verwenden. Nicht ganz preiswert, aber praktisch unzerstörbar und warm. Auf die Idee bin ich übrigens auch nur gekommen, weil ich noch gerne Reise-Blogs über den Pacific Crest Trail (PCT) oder den Appalachian Trail (AT) lese.

Auf dem Boden schlafen…

Mit diesen Iso-Matten lösten sich dann beide Probleme, ich konnte gut schlafen und unser Kind konnte nicht mehr runter rutschen, sondern schlimmstenfalls auf eine andere, was er auch gerne tat.

Nach dem letzten Urlaub wurde mir klar:

So gut wie im Urlaub schlafe ich zu Hause nie. Weiterlesen

Unter den eigenen Verhältnissen leben?

Vor einigen Tagen las ich durch Zufall einen Artikel bei „Zeit-Online“ mit dem Titel:

Wozu der ganze Stress.“

Dieser Artikel beleuchtete etwas, was mich seit mindestens fünf Jahren beschäftigt und es auch heute noch tut. Er ging der Frage nach, ob Familien wirklich so oft auf zwei Einkommen angewiesen sind, wie es einem die Statistiken zeigen. Da bei uns je nur ein Elternteil arbeitet und der andere „nur“ zu Hause ist, haben wir für uns ja schon klar gestellt, dass wir mit einem Einkommen gut zurecht kommen können. Nach allen üblichen Definitionen gehören wir dabei ganz klar „nur“ zur „Mittelschicht“.

„Früher reichte ein Gehalt, um eine Familie zu ernähren. Heute braucht es zwei, heißt es. Aber stimmt das wirklich?“ Zeit-Online

In unserem Freundes- und Bekanntenkreis sind wir damit aber eher die Ausnahme, in den meisten Fällen geht der Partner zumindest einem Teilzeit-Job nach, einige haben auch die Doppel-Teilzeit-Lösung, eine Variante, die auch uns prinzipiell vorgeschwebt hat, aber nicht umsetzbar war. Ich will jetzt gar nicht weiter darauf rumreiten, der Artikel ist ganz gut geschrieben und mit vielen Zahlen versehen, ich brauche das ja nicht zu wiederholen.

Mir geht es um eine andere Frage, die auch dem Artikel entstammt: „Wäre es wirklich so schlimm auf dem Niveau der 80er-Jahre zu leben?“

1987

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Ein Blick in das Haushaltsbuch

Gerade habe ich unser Haushaltsbuch für 2016 abgeschlossen. Nach einem Jahr eine kleine Analyse finde ich immer hilfreich für die guten Vorsätze im folgenden Jahr. Bei uns hat sich an den Vorsätzen, auf den Haushalt bezogen, prinzipiell zu 2016 nicht viel geändert:

Die Auswertung des Haushaltsbuchs zeigt eindeutig: Wir haben da noch eine Menge Arbeit vor uns. Im letzten Jahr waren nur 10% unserer Einkäufe BIO, das ist viel weniger, als ich dachte. Allerdings hole ich ja auch was an Gemüse und Obst aus dem Garten und über die Pflückgemeinschaft, sonst wäre der Wert zumindest etwas höher.

In den letzten Monaten stieg der BIO-Anteil allerdings bis auf 20%, Tendenz steigend.

Die Bohnen „Kaleningrad“ blühen schön rot und nehmen den Topinambur als Kletterhilfe

Den Fleischkonsum haben wir tatsächlich in 2016 reduziert, mit einem gutem Anteil BIO. Schwein und Rind kommt praktisch nur noch in BIO-Qualität (und sehr selten) auf den Tisch, bei Hühnchen klappt das noch nicht so gut. Einen Teil vom Schwein- und Rindfleisch haben wir durch Lamm, Kaninchen und veganen Fleischersatz ersetzt. Gespart haben wir dadurch allerdings nicht. Die Milchprodukte sind zum Großteil in BIO-Qualität, damit ersetze ich persönlich einen hohen Anteil an Fleisch, rein rechnerisch stammen nur 20% der von mir täglich 150 g konsumierten Proteine aus Fleisch. Bei anderen Bodybuildern sieht das ganz anders aus. Weiterlesen

„Alle haben ein Hochbett!“

Bei allen Bemühungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ und „Minimalismus“ gibt es einige Bereiche, die sich irgendwie unserer Kontrolle entziehen. Viele Menschen sammeln Dinge an, dabei müssen es nicht immer die Klassiker „Filme“, „Musik“ und „Bücher“ sein.

Wir sammeln Betten.

Das war schon so, bevor wir ein Haus bewohnten, wurde aber mit dem Umzug noch schlimmer. Wer viel Platz hat, kann ja auch Gäste beherbergen. Wir könnten auf die Schnelle 7 Schlafplätze vorweisen, Luftmatratzen und Sofa nicht mitgezählt, sondern nur in Betten. Das letzte Upgrade ging auf unser Kind.

In diesem Jahr ist er ein gern gesehener Gast auf Kindergeburtstagen, immer, wenn wir fragten, wie es denn war, kam als Antwort: „Die Sowiso hat ein Hochbett.“

Wir haben das stets ignoriert. Als nun aber auch noch seine beste Freundin ein Hochbett bekam, war es kaum noch auszuhalten. Wir ließen uns breit schlagen. Weiterlesen

Auch ich habe (noch) gute Vorsätze

Für das Jahr 2016 habe ich mir so einiges vorgenommen, wobei das nicht direkt mit Silvester zusammen hängt. Viele dieser Vorsätze hatte ich bereits im letztem Jahr gefasst und auch begonnen, diese umzusetzen, 2016 geht es daher eigentlich nur weiter.

Auch auf die kleinen Dinge achten.

Auch auf die kleinen Dinge achten.

Die wichtigsten meiner persönlichen Themen, die sich früher oder später auch im Blog wieder finden, hier in einer kleinen Auflistung: Weiterlesen

30 Tage – 30 Dinge

Ich hatte mir eine kleine Ausmist-Aktion vorgenommen, ganz im Sinne des Minimalismus-Trends: In 30 Tagen 30 Dinge los werden.

Die 30 Tage sind nun rum, also ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen. Die Idee war, jeden Tag ein Teil los zu werden, mit folgenden Prioritäten:

  1. Verkaufen
  2. Verschenken oder Tauschen
  3. Entsorgen

Das hat so nicht hin gehauen, aber dafür habe ich an einigen Tagen deutlich mehr entsorgt. Hätte der Sperrmüll-Termin in diesem Jahr noch geklappt, wären es noch einige Teile mehr gewesen, aber das ist ja nur eine Frage der Zeit. Wenn man etwas los werden will, sollte das auch möglichst sofort passieren, sonst liegt es nachher doch wieder eine Weile rum.

Das Verkaufen hat nicht so gut geklappt, obwohl ich es wirklich versucht habe. Weiterlesen

24 Geschenke bis Weihnachten?

Adventskalender, Disney Prinzessinen

Adventskalender, Disney Prinzessinen

Der Nikolaus ist ja gerade vorbei und der Adventskalender erfreut sich bei unserem Sohn großer Beliebtheit, er wurde ohne Umwege in das morgendliche Ritual aufgenommen: Nach dem Frühstück, Türchen öffnen.

Unser Kind hat dieses Jahr tatsächlich nur einen Adventskalender, mit Schokolade, die nicht gut schmeckt, so wie meine Frau und ich früher.

Allerdings scheint das mittlerweile die Ausnahme zu sein. Viele Kinder im Bekanntenkreis oder auch im Kindergarten bekommen praktisch 24 kleine Geschenke bis Weihnachten. Auch wir hatten letztes Jahr einen Playmobil-Kalender gekauft und dann schnell erkannt, das dies nicht sein muss. Weiterlesen

Minimalismus?

Minimalismus kann Geld sparen

Minimalismus kann Geld sparen

Hin und wieder lese ich gerne Blogs über „Entrümplen“, „Minimalismus“ oder zum Thema „Nachhaltigkeit“, meist, um mich zu motivieren, doch mal wieder den Keller aufzuräumen oder die eine oder andere Schublade zu entmüllen, auch „Messie-Sendungen“ helfen mir da unglaublich, da ich unmittelbar einen Adrenalinausstoß bekomme und sofort etwas entsorgen möchte. 🙂

Wir sind mit 75 Umzugskartons in das Haus gezogen und waren beim Packen doch erschrocken, was wir alles für einen Krempel haben, umso verwunderter waren wir, als wir erfuhren, dass einige unserer Freunde diese Zahl locker toppen konnten, der Rekord liegt bei 157 Umzugskisten-Kisten für einen Zwei-Personen-Haushalt.

Ein wenig Minimalismus erscheint mir also durchaus angebracht, so grundsätzlich. Auch ich habe eindeutig mehr Jacken, als ich gleichzeitig anziehen kann. 🙂

Wer sich ebenfalls mal einige Gedanken dazu machen möchte, dem sei dieser Blog empfohlen: Einfachbewusst.de

Wir sind ganz sicher keine „Minimalisten“, aber viele Inhalte des Trends, wie z.B. eben die oben erwähnte Nachhaltigkeit und bewusster Konsumverzicht gehören zum Konzept dazu, dafür muss ich aber nicht nur 100 Dinge besitzen, das geht eben auch mit mehr. Ich bemühe mich, mir auch immer die Frage zu stellen: „Brauche ich das wirklich?“ Weiterlesen