Wider der Zahnfee

Der erste Milchzahn ist ausgefallen.

Es war endlich soweit, unser Kind hat seinen ersten Milchzahn verloren. Im Kindergarten ist das eine ganz große Sache, denn dann kommt die Zahnfee und bringt Geschenke.

Oder auch nicht.

Wir hatten recht deutlich klar gemacht, dass bei uns keine Zahnfee kommt. Gegen den gesamten Druck aus dem Kindergarten hatten wir aber praktisch keine Chance. Also machten wir einen Deal: Wir, in diesem Fall genau genommen Mama, „kauft“ den Zahn selbst ab. Die Zahnfee sollte damit eigentlich erledigt sein. War sie aber nicht. Weiterlesen

Plastiklöffel

Das klassische Kindergeschirr ist aus Plastik: Plastik-Teller, Plastik-Becher, Plastik-Löffel.

Das ist auch gut so, denn Teller und Becher landen gerne auf dem Boden, Porzellan wäre da sofort hinüber. Aber warum verwendet man eigentlich Plastiklöffel? Ein guter WMF-Löffel wird wohl kaum zerbrechen, wenn er auf dem Boden ankommt, oder? Die offizielle Antwort dazu lautet: Ein Metall-Löffel beschädigt die jungen Milchzähne.

Das klingt ja unglaublich logisch, also verwendeten wir auch einen Kunststoff-Löffel, wie vermutlich alle Eltern. Dann ist mir in den letzen Tagen etwas aufgefallen. Piet beißt in alles hinein, was er finden kann, vorzugsweise wenn es aus Metall ist: Metall-Treppensicherungen, Metall-Zäune am Spielplatz, Metall-Armlehnen an den Gartenmöbeln, Metall-Ketten an Klettergerüsten und vieles mehr. In dem Moment, als mir dieses klar wurde, habe ich beschlossen, dass Piet auch Metall-Löffel verwenden kann, die scheppern beim Werfen wenigstens schön. 🙂

The Dentist

Nachdem in den Osterferien keine Krabbelgruppe stattgefunden hat, ging es nun gestern endlich wieder los. Dass sich für diesen Termin eine Zahnärztin angekündigt hatte, war mir komplett entfallen. Es ging dabei um ein Aufklärungsgespräch zur Zahnpflege für Kleinkinder. Eigentlich halte ich mich für gut informiert und erwartete daher keine wirklichen  Neuigkeiten, aber dem war nicht so.

Es begann mit dem Hinweis, dass sich die Anzahl der Fälle von Karies bei U3-Kindern je nach Einkommen der Eltern massiv unterscheiden. Da eine Kinderzahnbürste und Zahnpasta ja nicht die Welt kosten, kam mir dies nicht logisch vor und daher zweifelte ich den Zusammenhang stark an. Auf Nachfrage erhielt ich von der Ärztin die entsprechenden Unterlagen und Statistiken zugesandt. Was ich darin las, fand ich sehr erschreckend.

Die Stadtteile mit dem höchsten „Migrationshintergrund“ und dem höchsten Anteil an „Leistungsempfängern“ des Sozialamtes haben auch mit Abstand die höchsten Kariesraten bei Kindern. Teilweise sind in sozial schwachen Wohngebieten die Zahlen der behandlungsbedürftigen Kinder viermal so hoch wie in sozial starken Gebieten.

Die Gründe hierfür sehen wie folgt aus: Weiterlesen